Wuhlheide

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Wuhlheide war beim Vorbild ein Rangierbahnhof am östlichen Berliner Außenring. Neben dem Kreuzungsbahnhof Biesenhorst des 1941/42 angelegten "Vorläufigen Güteraußenringes" wurde ab 1951 der Rangierbahnhof Wuhlheide gebaut. Er wurde später mehrfach umgebaut und machte stets einen provisorisch-unvollendeten Eindruck. Mitte der 1990er Jahre wurde er stillgelegt und ist inzwischen bis auf die Streckengleise rückgebaut.

Der FKTT-Modulbahnhof Finkenheerd verfügt über 3 zuglange Ein- bzw. Ausfahrgleise, die beim Vorbild als Übergabegleise zu einem Kraftwerk genutzt wurden und nur von/nach Cottbus (hier: Westen) an die Strecke angebunden sind. Durch Ansetzen der Modulgruppe "Wuhlheide" anstelle des Kraftwerks entsteht ein Modulkomplex, der als zentraler Rangierbahnhof zum Umstellen von Binnenfrachten in einem FKTT-Arrangement genutzt werden kann. Durch Ansetzen der Modulgruppe "Abzw. Oberkaselwitz" kann auch direkt nach Osten ausgefahren werden.

(Die Himmelsrichtungen beziehen sich nur auf die Zeichungsdarstellung hier, "Westen" ist links, "Osten" rechts.)

Gleisplan

Erste Ausbaustufe

Minimalkonfiguration als Stückgutumladebahnhof mit Vorstellgruppe, eingebunden in die FKTT-Industriebahn

2 Module 90 x 50 cm = 180 cm Gesamtlänge; Modulrohbauten sind vorhanden

Nutzlänge der Gleise 31-33: 39 bis 74 cm, Gleis 34: 27 cm, Gleis 35: 104 cm (Rampe: 6 Wagen), Gleis 36-37: ca. 22 cm, Gleis 42: 45 cm (Rampe: 3 Wagen)

<-I-Bahn->:<------Wuhlheide----->:<-I-Bahn->
                            
                         
_<________:________:_____________:________<_
_>________:________:_____________:________>_
                           
Industriebahn   ___:_31_  [W5]  Industriebahn
_<<<_>>>__:____/___:_32_\________:__<<<_>>>_
              \  \_:_33__/ _42__ 
          [R3]|\___:_34_/_/ Uml    
              | \__:_35_________    
              \____:_36
               \___:_37_

Für den weiteren Ausbau werden 2 Verlängerungsmodule eingeschoben. Gleis 5 mit Rampe zur Überwindung des Höhenunterschieds von 10 mm und allen nötigen Weichen wird auf den vorhandenen Modulen nachträglich eingefügt. Die Verlängerungsmodule könnten leicht gebogen ausgeführt werden, um die Krümmung innerhalb der Modulgruppe Abzw. Oberkaselwitz teilweise auszugleichen. Auch beim Vorbild wies die Streckenführung durch die Wuhlheide einige leichte Bögen auf.

Vollausbau

Vollausbau als Rangierbahnhof mit Finkenheerd und Oberkaselwitz

4 Module 90 x 50 cm = 360 cm Gesamtlänge

Nutzlänge der Gleise 31-33: ca. 230 cm, Gleis 35: 165 cm, Gleis 36-37: ca. 200 cm, Gleis 42: 45 cm (Rampe: 3 Wagen), Gleis 43: 96 cm (Rampe: 6 Wagen)

<-I-Bahn->:<--------------Finkenheerd------------->:<--------------Wuhlheide------------->:<-Oberkaselwitz->
              [B2]                         [W1]                   Heizlok
               ___/__<___>_____3__<___>___\___               [B4] _______
_<________:_____/____<_________1__<______\_________:________:__<___/__1_<_____:___________:_______________<_
_>________:_/_\__________>_____2______>_____\______:________:_____>___2_____>_:________/__:_________/_____>_
               _\  _\___>>_____4_____>>___/          _16____:_________5_<<_>>_:_____/_            /____
Ind. Gel. West   \___<<_>>____21____                     /__:______31______>>_:__  [W5]          / [B6]
_<<<_>>>__:______ \__<<_>>____22____\___<<<_15_>>>_:____/___:______32______>>_:__\________:_____/
            _23a_\_\____>>____23_____/                 \  \_:______33______>>_:___/ _42__      /
	                                           [R3]|\___:__<<<_34_>>>_____:__/_/ Uml   
                                                       | \__:______35_____  \_:______43_     
                                                       \____:______36_________:_
                                                        \___:______37_________:_

Signaltechnische Ausrüstung

  • R3: Rangierstellwerk 3, Turmanlage, Gleisbildstellwerk in vereinfachter Ausführung; fahrtbildloses Hauptsignal in Gleis 5, Zustimmungsabgabe zur Einfahrt nach Gleis 5; diverse Rangiersignale
  • B4: Befehlsstellwerk 4, aufgelassen, Gebäude noch vorhanden; Weichen A1/A2 zur Anschl. B4 mit Schlüsselabhängigkeit
  • W5: Wärterstellwerk 5, Handweichen und Schlüsselwerk für Gleis 31-34,
  • Abzweigstelle "Bhw": Gleisbildstellwerk für die Abzweigung des Gleises 5 aus den Streckengleisen 1 und 2 (Bedienung durch Fdl Finkenheerd oder Fdl Oberkaselwitz); in beiden Fahrtrichtungen Hl-Signale mit Vorsignalfunktion
  • B6: Befehlsstellwerk 6 des Bahnhofs Wuhlheide bei Ausfahrten, gleichzeitig Stellwerk der Abzw. Oberkaselwitz

Gestaltung

Die Anlage soll einen unvollendet-behelfsmäßigen Eindruck machen. Dazu sind einige Details dem Rangierbahnhof Berlin-Wuhlheide entlehnt. Dies sind insbesondere der Heizlokstand, der aufgelassene Bahndamm der Grabensprungkurve (bei B4 im Bahnhof Biesenhorst abzweigend), Teile der Gesamtanordnung und die Stellwerksbezeichnungen.

Betrieb

Komplexbetriebsstelle

Die Komplexbetriebsstelle Finkenheerd/Wuhlheide/Oberkaselwitz wird eisenbahnbetrieblich in zwei Bahnhöfe und zwei Abzweigstellen unterteilt.

An einer zweigleisigen Hauptbahn (dem "Ring") von Ost nach West liegt die Abzw Oberkaselwitz/B6, die Abzweigstelle Bhw (Abspaltung des Einfahrgleises 5), die Anschlußstelle B4 und Bahnhof Finkenheerd (Gleise 1-10, Stw W1 und B2). Das Gleis 5 bildet eine eigene eingleisige Strecke Abzw Bhw--Wuhlheide R3 (das "Mauergleis"). Parallel dazu verläuft eine eingleisige Strecke (die "Industriebahn") mit entgegengesetzt, also von West nach Ost, laufender Streckenkilometrierung Industriegelände West--Wuhlheide Gleis 23--Wuhlheide R3--Gleis 34--Wuhlheide W5--Abzw Oberkaselwitz/B6. Um eine eindeutige Darstellung im Fahrplan zu erreichen, werden die Einfahrgleise 21-23 betrieblich dem Bahnhof Wuhlheide zugerechnet, obwohl die Stellwerke W1 und B2 des Bahnhofs Finkenheerd hierfür zuständig sind. Die "Grabensprungkurve", welche ehemals bei Stw. Bhb bzw. B4 abzweigte, ist eine aufgelassene Strecke.

Einfahrt

Von Westen nach Gleis 21-23 bis zu den Gleissperrsignalen bei W1. Von Osten nach Gleis 5 bis zum fahrtbildlosen Hauptsignal bei R3, dann als Rangierfahrt durch Gleis 15 bis W1 und weiter nach Gleis 21-13 bis B2. Gegebenenfalls kann auch direkt in Gleis 5 abgespannt, die Zuglok nach 16 gestellt und der Zug mit der Rangierlok nach 21-23 hochgezogen werden.

Zugzerlegung

Von den Gleisen 21-23 wird mit der Rangierlok in die Gleise 31-37 verteilt.

Bedienung der Umladeanlage

Wagen für die Umladung werden nach Gleis 34 gestellt und von Zeit zu Zeit an die Umladerampe durchgedrückt. Abzuholende Wagen werden dabei auf die Weichenstraße bei W5 durchgedrückt und nach Ende der Bedienung von der Rangierlok vorgeholt und auf die Ausgangszüge in den Gleisen 31-37 verteilt. Bei zwei- oder dreimaligem Wagenaustausch während einer Fahrplansession sollten die 3+6 = 9 Wagenstandplätze für den Stückgutwagenanfall des Arrangements ausreichen.

Zugbildung

Die Zugbildungsarbeiten werden von der Rangierlok oder den Zugloks der beginnenden Züge übernommen. Nachordnen erfolgt, wenn nötig, von Westen in den Spitzen der Gleise 31-37 oder von Osten in den Spitzen der Gleise 31-34.

Ausfahrt

Nach Westen ziehen die Züge aus Gleis 31-37 nach Gleis 21 oder 22 bis B2 vor und fahren dann auf Signal aus. Bedienungen für das "Industriegelände West" müssen durch Gleis 23 vorziehen.

Nach Osten kann aus den Gleisen 31-33 über Abzw. Oberkaselwitz ((W5/B6) direkt ausgefahren werden. Ansonsten müssen die Züge nach Gleis 21-23 zurückgezogen werden und von dort nach Gleis 5 vorziehen; bei Abzw Bhw gehen sie in Zugfahrt über.

Lokabstellung

Kurzzeitige Abstellung wendender Güterzuglokomotiven in Gleis 16 und Gleis 23a.

Heizlok

Beim ehem. Stellwerk B4 befindet sich ein Heizlokstand. Mit dem Dampf werden in der Heizperiode die Dienstgebäude und die Weichenheizung des Rangierbahnhofs versorgt. Außerdem wird bei Ausfall oder Wartung der Kompresssorenanlage die Druckluftversorgung der Bremsprobeanlage sichergestellt. Die Heizlok muss zum Kohlenladen in ein geeignetes Bw fahren; hierzu ist ein Austausch gegen eine andere Lok betrieblich als Sperrfahrt zur Anschlußstelle B4 durchzuführen.

Offene Punkte

  • Abstimmung mit Moduleigentümern und Arrangementplanern
  • Überprüfung der Dimensionierung Wuhlheide für ein Roßwein-Arrangement als größten anzunehmenden Einsatzfall
  • Abgriff der Vorsignalinformation von Finkenheerd und Oberkaselwitz

Balsine