Upstedt-Markthalle: Unterschied zwischen den Versionen

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Jörg Oberndorf baut ja bekanntlich einen Fremo-Bahnhof auf Basis des Trix-Bausatzes Dammtor.  Ein erster [http://www.joerg-oberndorf.de/moba/bf-upstedt/ Gleisplan] ist auf seiner Seite bereits zu bewundern, weitere Ideen dazu hat Balsine hier unter dem Namen [[Dammtor]] gesammelt.  Dieser Bahnhof wird "Upstedt" heißen.
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Jörg baut ja bekanntlich einen Fremo-Bahnhof auf Basis des Trix-Bausatzes Dammtor.  Ein erster Gleisplan ist auf seiner Seite bereits zu bewundern, weitere Ideen dazu hat Balsine hier unter dem Namen [[Dammtor]] gesammelt.  Dieser Bahnhof wird "Upstedt" heißen.
  
 
Dazu gehören dann natürlich Streckenmodule mit Arkadendamm, optisch Berliner Vorbildern angenähert, aber zweigleisig.
 
Dazu gehören dann natürlich Streckenmodule mit Arkadendamm, optisch Berliner Vorbildern angenähert, aber zweigleisig.

Version vom 16. Februar 2010, 10:35 Uhr

Szenerie

Jörg baut ja bekanntlich einen Fremo-Bahnhof auf Basis des Trix-Bausatzes Dammtor. Ein erster Gleisplan ist auf seiner Seite bereits zu bewundern, weitere Ideen dazu hat Balsine hier unter dem Namen Dammtor gesammelt. Dieser Bahnhof wird "Upstedt" heißen.

Dazu gehören dann natürlich Streckenmodule mit Arkadendamm, optisch Berliner Vorbildern angenähert, aber zweigleisig.

Upstedt ist eine fiktive Großstadt im Niedersächsischen, so grob südlich von Hannover und vielleicht so groß wie Braunschweig oder so in der Gegend. Im Gegensatz zu selbigem wurden dort aber die Eisenbahnanlagen nicht an den Stadtrand verlegt, so daß der Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Arkadendamm, der zwischen den Flüssen Uppe und Leine das Stadtzentrum durchschneidet, auch heute noch (1960) den gesamten Verkehr auf dieser Strecke (was weiß ich, Hannover-Goslar?) aufnehmen muß. Dadurch bedingt verteilt sich der Verkehr auf mehrere eher kleine Bahnhöfe, so wie auch in Berlin heute, wenn auch in kleinerem Maßstab. Und weil für Stadtbahnverkehr beim besten Willen keine Fahrplantrassen übrig sind, gibt's eben auch ein leistungsfähiges (Meterspur-)Tramnetz, sogar mit ein wenig Rest-Güterverkehr.

Der Unterzeichnete hat ja nun bekanntlich eine starke Affinität zum Güterverkehr, mehr noch als zu Arkaden oder Hauptbahn. Und so ist es ganz natürlich, daß der einzige Güterbahnhof auf der Berliner Stadtbahn, genannt "Zentralmarkthalle" und leider 1960 stillgelegt und weggeruppt, eine für mich unbezwingbare Faszination birgt ... und so zum unverbindlichen Vorbild meiner neuesten Planung wurde, sobald ich von Jörgs Arkadenplänen erfuhr.

Vorbild Berlin

Auf dieser Luftaufnahme ist in Bildmitte die Bahnsteighalle des Bahnhofs Alexanderplatz zu sehen. Dahinter folgen links vom Gleis die Markthallen.

markthalle-luftbild-sm.jpg

Originalbild in größerer Auflösung

Vom Gleisplan habe ich leider nur diesen stark vergrößerten Ausschnitt einer Übersichtskarte von 1930:

markthalle-gleisplan-berlin.png

Und so sah das Ganze aus normaler Modulperspektive aus:

markthalle-rampe-sm.jpg

Originalbild in größerer Auflösung

Modell-Gleisplan

Damit das hier während der Planungsphase nicht gar so sehr ausufert, hab ich mal einen neuen Artikel Upstedt-Markthalle-Gleisplangeschichte angelegt und alles Überholte nach da verschoben.

Was brauchen wir?

Nun ist bekanntlich Upstedt nicht Berlin. Der Arkadendamm ist hier nur zweigleisig, die Markthallen werden eh etwas geschrumpft werden müssen, also können wir den Originalgleisplan auch gleich vergessen und mal überlegen, was wir brauchen.

  • Wenn ich auf dem Streckengleis anhalten und zurückdrücken will, wie sie es in Berlin offenbar gemacht haben, machen sie mich beim Fremo tot. Also brauche ich ein Einfahrgleis.
  • Wenn ich aus beiden Richtungen einfahren können will, und das will ich, kommen zwei Gleiswechsel hinzu. Die können aber durchaus auf eigene Module; wenn ich direkt neben einem anderen Bf eingebaut bin, kann ich einen davon ja ggf. weglassen.
  • Ein Umfahrgleis brauche ich auch, wenn ich in beide Richtungen funktionieren will.
  • Um die Wagen vom Einfahrgleis an die Rampen zu bekommen, ist ein Ziehgleis nötig. Auch hier kann das wieder auf Streckenmodule, die dann dreigleisig werden.
  • Und dann natürlich noch die beiden Hallen mit ihren Rampengleisen und Hallengleisen sowie evtl. ein Aufstellgleis für Leerwagen.

Das vorläufige Ergebnis, zunächst als ASCII-Plan mit Legende zum besseren Verständnis:

<----\------------------------<--1--------------------------------------/----<
>-----\-----\--------------------2-->------------------/---------------/----->
   |-3b--\---\----------------<<-3->>-----------------/---/----3a---| 
          '------------------4-----/---<<<->>>-----------/
           |-----------5----------/                     /
              |--------6a--------/   |----6b-----------/
              |--------7a-------'    |----7b----------'
  • 1,2: Streckengleise (keine Ausfahrsignale, nur Durchfahrten)
  • 3: Ein-/Ausfahrgleis für haltende Güterzüge
  • 3a: Ziehgleis
  • 3b: Gleisstummel zum Umsetzen der Güterzuglok
  • 4: Umfahrgleis für Güterzuglok und Verkehrsgleis für Bedienung der Rampen- und Hallengleise
  • 5: Aufstellgleis und Wartegleis für Rangierlok
  • 6a,6b: Rampengleise (vor den Hallen)
  • 7a,7b: Hallengleise (in den Hallen)


Umsetzung

Auf Modulen mag das dann in etwa so aussehen:

markthalle-gleisplan-sm.jpg

Originalbild in größerer Auflösung

Maßstäblich ist da nix, aber ich habe immerhin schon mal drauf geachtet, nicht mehr als drei Weichen hintereinander auf einen Modulkasten zu legen. Wenn ich einen Kasten als 1,20 m annehme, reichen die Nutzlängen locker aus, aber das Ding wird mit 4,50 Radius schon ziemlich riesig. Obwohl, was solls, 8 Modulkästen sind andererseits auch nicht zuviel für nen zweigleisigen Bahnhof ... :-)

Frank hat das Ding dankenswerterweise schon mal durch seinen Wetware-ASCII-2-Winrail-Konverter ;-) gejagt. Ich übergebe mich in die Sendezentrale:

Der zweite WinRail-Plan ist deutlich kompakter und hat jetzt auch die gewünschten 90°. Gespiegelt ist er noch nicht, das sollte aber nicht wirklich das Problem sein. Der kleinste Radius der Streckengleise beträgt 300cm. Gleismaterial ist wieder Pilz Elite, der Abstand der Rasterlinien 50cm.

upstedt-markthalle-03.png

Es gibt den Plan auch als vierseitiges pdf im Maßstab 1:10 zum Ausdrucken. Der Winrail-Plan liegt hier.

Frank

Und Ermel hat natürlich schon wieder was zu meckern: Wie sind denn da die Nutzlängen? Kommt mir etwas knapp vor. Aber schon schön, vor allem daß das Einfahrgleis nicht stumpf parallel zu den Streckengleisen liegt gefällt mir schon sehr gut.

Es kristallisiert sich allmählich ein Radius von ca. 4,50 m heraus, was sechs Kurvensegmente in der Größenordnung von 1,20 m Länge ergibt. Dazu kommen dann noch die dreigleisigen Ziehgleismodule, die beiden geraden Gleiswechsel und die Übergangsmodule von drei- auf zweigleisigen Arkadendamm.

Modulgedanken

Die Arkadenmodule bekommen ein neues, noch zu spezifizierendes Fremo-Kopfstück, Arbeitstitel 2A06 (zweigleisig, Arkaden, A.D. 2006). Der Arkadendamm wird mit 12 cm relativ breit (breit genug, um einst bei Preußens für drei Gleise mit 3,50 m Gleisabstand entworfen worden zu sein); später hat man dann angenommenermaßen im Zuge der Elektrifizierung ein Gleis weggerissen und die beiden verbleibenden mit 4,00 m Abstand (entsprechend Fremo-Normabstand 46 mm) mittig neu verlegt.

Analog dazu ist der dreigleisige Arkadendamm 3A06 definiert: 16,6 cm breit (12 cm + 46 mm), Gleismittenabstand je 46 mm, elektrifiziert. Nun besagen die Vorschriften, daß alle 2 Gleise ein vergrößerter Abstand von 5,40 m vorzusehen sei; dafür ist aber auf unseren Arkaden kein Platz, weswegen wir es seinlassen. (Der eigentliche Grund fürs Seinlassen ist natürlich ein anderer: wir wollen die dreigleisigen Module nicht richtungsgebunden verwenden können. Mehr dazu weiter unten.) Wegen des engen Gleisabstands müssen wir die Fahrleitung mit Quertragwerken aufhängen und evtl. Signale fürs mittlere Gleis als Signalbrücken vorsehen. Es gibt Schlimmeres. ;-)

Der Vorteil dieser Kompromisse ist aber nun, daß Jörg seine Ziehgleis-Module nach demselben Prinzip und Profil bauen wird. Das bedeutet zum einen, daß wir die Dinger freizügig tauschen können, wenn das Arrangement es erfordert; zum anderen können wir aber auch Upstedt-Markthalle und Upstedt-Hbf gleich mit den 3A06-Enden aneinanderhängen und sparen so zum einen Länge (weil wir ja die Ziehgleise gemeinsam benutzen können) und können zum anderen auch Übergaben gleich über die verbundenen Ziehgleise abwickeln, was quasi einer dreigleisigen Strecke gleichkommt. Boah. Großstadt. Klein-Berlin :-). Und deswegen auch die Spiegelung von Upstedt-Markthalle gegenüber seinem losen Vorbild Berlin-Zentralmarkthalle: so kommt Ziehgleis zu Ziehgleis.

Signaltechnisch behalten beide Bahnhöfe ihre einfahrsignaltechnische Hoheit. Upstedt-Hbf bekommt Lichtsignale, Upstedt-Markthalle Formsignale. An der dreigleisigen Verbindungsstrecke können die Einfahrsignale von Upstedt-Markthalle ganz normal in Wattenscheider Schächten an den Rand der Strecke; die Einfahrsignale von Upstedt-Hbf müssen indes auf Signalbrücken, denn dessen Einfahrgleis liegt dann ja mittig. Rechts ist ja das Ziehgleis, das allenfalls mit Rangiersignalen gesichert wird. Aber so ne Lichtsignalbrücke sollte sich eigentlich auch in 1-2 Wattenscheider Schächten verankern lassen.

Betrieb

So eine Zentralmarkthalle, der "Bauch von Upstedt", verdaut alles, was so eine Stadt an Lebensmitteln des täglichen Bedarfs braucht. Unabhängig davon, wie das in Berlin nun genau war, werden in meiner Zentralmarkthalle also vor allem folgende Güter (und -wagen) umgeschlagen:

  • Frisches Obst und Gemüse (G-, Tn- und V-Wagen, eher keine O)
  • Frischfleisch (T-Wagen) und -fisch (Tf-Wagen)
  • Lebende Kleintiere, vor allem Geflügel (V-Wagen)
  • Abgepackte Getränke (G- und Bierwagen)
  • Abgepackte Fertigwaren, z.B. Mehl in Säcken etc. (G-Wagen)

Der Schwerpunkt liegt aber m.E. klar auf der Frischware. Besonders für "Gemüsezüge" aus italienischen Satteldachwagen ist Upstedt-Markthalle ein lohnendes Ziel.

Wieviele Wagen am Tag? Nun, das ist ziemlich variabel. Ein Zug je Richtung im Empfang, ein Zug zum Abfahren der Leerwagen, das dürfte das Minimum sein. Mehr ist immer möglich, müssen die Jungs mit den Sackkarren sich eben ein bißchen beeilen beim Entladen.  :-) Zusätzliche Übergaben von z.B. Kühlwagen, die in benachbarten Bahnhöfen mit Reisezügen ankommen, sind ebenfalls denkbar.


Gestaltung

Layout

Ans Vorbild angelehnt, soll der Bahnhof in einer Kurve liegen, mit den Hallen auf der Innenseite. Sowohl der dreigleisige Teil mit dem Ziehgleis als auch die beiden Gleiswechsel werden modular gebaut (der dreigleisige Teil auch symmetrisch, um mit Kurvenmodulen hier mehr Flexibilität zu schaffen). Hier wird die Gestaltung normalen Arkaden-Stadtmodulen entsprechen.

Der Hauptteil mit den Hallen wird auf der Hallenseite kaum gestaltet; die Halle wird natürlich angeschnitten und außerdem hohl, um die Wagen auf dem Gleis in der Halle entkuppeln und beim Rangieren beobachten zu können. Eine Innengestaltung der Hallen wird wenn, dann nur sehr sparsam erfolgen, sonst wird die Kuppelei ja wieder ein Krampf. Austoben kann ich mich dann ja im Untergeschoß (Straßenniveau), wenns denn partout sein muß, was ich eher nicht glaube. Die andere Seite bekommt in den Arkadenbögen Ladengeschäfte von an die Markthalle angegliederten Groß- und Einzelhändlern, wie auf diesem Bild von 1928 zu erkennen ist:

markthalle-strasse-sm.jpg

Originalbild in größerer Auflösung

Evtl. wird vor der anderen Halle die Straße auch noch einen Meter tiefer gezogen und an die Arkadenbögen eine Rampe für Fuhrwerke und Lastwagen angesetzt, mal kucken.

Zwischen den Hallen läuft eine Straße quer übers Modul. Durch diese hohle Gasse muß er kommen! Da muß dann also auch ein Lastwagen der Spedition Tell hin und ein Wegweiser nach Upstedt-Küßnacht. :-)

Epochales

Was eigentlich naheliegend gewesen wäre, nämlich eine zu Epoche 1c/2a kompatible Gestaltung, kann ich wegen der Elektrifizierung gleich wieder vergessen. Blöder Drahtverhau! Aber sei's drum, kann ich wenigstens reinrassiges Epochenkolorit der Geschmacksrichtung "späte 50er" mit dem dicken Pinsel auftragen, is ja auch schön sowas.

Das dreckige Dutzend leichter Lastwagen vom Bild oben werde ich mir natürlich nicht nehmen lassen. Werden die eben etwas rundlicher. Brekina hat da ja reichlich schöne Modelle im Angebot.

Und weil Upstedt ja nicht Berlin ist, kann man z.B. auch hemmungslos dieses schöne Kraftfahrzeug aus Bremerhaven geeignet adaptieren (Modell von Brekina):

mb319-grossmarkt-sm.jpg

Originalbild in größerer Auflösung

Übrigens ist das Upstedter Autokennzeichen auch schon festgelegt: selbstverständlich UPS. Klar, eigentlich hätte es U sein müssen, aber herrjeh, wenn wir uns schon ne Stadt namens Upstedt ausdenken, dann ist ein Usterhaven bei Bremen und ein UPpenberg bei Stuttgart auch noch drin, um zu erklären, warum eine Großstadt wie Upstedt was Dreistelliges bekommen hat. Und Präzedenzfälle gibt's ja auch, man denke nur an die auch nicht eben kleine Stadt mit dem WOB.

Ja. Und sonst? Stadt-Szenerie halt.

Tram wird auf diesen Modulen wohl erstmal noch nicht stattfinden (außer vielleicht auf den Dreigleisern, auch dort aber nur unter Brücken die Hauptbahn kreuzend) -- ich will mich da noch nicht weiter verzetteln als sowieso schon. Ansonsten halt "Milljöh": Hinterhäuser, hier und da noch ne kriegsbedingte Baulücke, der Hinterhof von Meister Schlabonski (Gas Wasser Scheiße), 'n Kohlenhändler bei der Auslieferung, Kioske an jeder dritten Straßenecke, Tante-Emma-Laden, Hinterhof-Autofruckelbude, naja, undsoweiter. Hach. Es kribbelt schon richtig in die Fingers. :-)

Fortsetzung folgt ... vermutlich nicht mehr. Nicht nur, daß Upstedt selber irgendwie vor den Ofen gelaufen zu sein scheint, nein: ich habe auch selber für mich beschlossen, daß a) ein Fremo-Bahnhof nichts für mich ist, schon gar kein so großer; b) und wenn, dann ganz sicher keiner mit Fahrleitung drüber. Das, und das bekannte Mißverhältnis zwischen meiner Maulgröße und meiner Realisierungsgeschwindigkeit, machen eine Realisierung dieses Bahnhofs vor meiner Rente aussichtslos. Und bis dahin hab ich bestimmt schon wieder tausend andere Pläne ...

Ermel