Stromberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 9. März 2010, 22:22 Uhr

Vorbild

Stromberg liegt an der Hunsrückbahn KBS607a, die von Langenlonsheim an der Nahestrecke nach Simmern im Hunsrück führt (siehe auch Beitrag hier im Frokel-Wiki unter Rangierbahnhöfe -> Simmern). Vorbild-Informationen findet man auf der sehr umfangreichen Homepage von Markus Göttert.

Neben dem Personenbahnhof mit 2 Gleisen und einem Güterschuppen sowie mehreren Gütergleisen mit Laderampen gibt/gab es 3 Anschlüsse, die für ein nicht unerhebliches Güteraufkommen sorgten. Direkt am Bahnhofskopf an der Ausfahrt in Richtung Simmern zweigt der Anschluß "Gollenfels" zum Kalkwerk ab. Gegenüber den Gütergleisen befindet sich ein weiterer Anschluß ("Hunsfels"). Dieser verzweigte Anschluß bediente zum Teil ebenfalls das Kalkwerk. Dort befand sich neben einer weitern Kalkverladung eine Sturzbühne und eine Kiesverladung. Desweiteren hatte die Firma Wandersleben hier einen Werksanschluß. Dort wurden Kohleöfen und Emaillewaren herstellte. Dort befindet sich eine weitere Verladeanlage. Den genauen Gleisplan konnte ich aber bis jetzt nicht erkennen.

Zusätzlich gab es etwas außerhalb von Stromberg etwa auf Höhe des Einfahr-Vorsignals aus Richtung Langenlonsheim/Schweppenhausen eine Großbäckerei, die noch bis Anfang der 80er Jahre sowohl ihre Rohmaterialien, als auch die fertigen Produkte komplett mit der Bahn transportierte!


Gleispläne von 1955 und 1974 sowie 1983 hat Markus Göttert auf seiner Homepage.
Gleisplan von 1955

[http://www.kbs607a.hunsrueckquerbahn.de/021Stromberg/Gleisplan%20Stromberg%201974.htm Gleisplan von 1974]



Gleis 1: Bahnsteig für den Personenverkehr, Ausweichgleis für Zugkreuzungen und Überholungen
Gleis 2: Bahnsteig für den Personenverkehr, Überhol-/Durchfahrgleis
Gleis 5: Ladegleis am Güterschuppen
Gleise 3, 4, 6+6a und 7: Gütergleise
Gleise 11 - 14: Anschluß des Kalkwerks

Gleisplan:

                        Kalkofen     ______13_____
                    |_____14________/______12_____\____11______                            
                                                               \
                                                                \
                                   |_______7_____________        \
                                   |_______6_____________\        \
                                                          \__6a__  \
   EG + GS   |___5______________4__________________________x        \
      |BAHNSTEIG|    x__________3___________________________\        \
         ____<_1_>__/_________<_1_>__________________________\        \
        / |BAHNSTEIG|                                         \        \
_<_>___/_____<_2_>____________<_2_>____________________________\________\___<_>_ 
v/n                                       \  Anschluß Hunsfels [Sf]          v/n
Langenlonsheim                             \__________|                  Simmern
                                  |_________\_________|
                                                                    

Neben dem Personenverkehr galt es einiges an Güterverkehr zu stemmen. Neben dem obligatorischen Stückgutverkehr am Güterschuppen war natürlich der Hauptteil der Kalktransport für das Kalkwerk. Täglich wurden leere Waggons angeliefert und volle Waggons als Ganzzug abtransportiert. Es gab einen Ganzzug für BASF in Ludwigshafen und einen zweiten für die Hütte in Dillingen / Saarland. Zusätzlich gab es an den Freiladerampen an den Gleisen 6, 6a und 7 weiteres Transportaufkommen, wie zum Beispiel Stammholz aus dem nahen Soonwald, und Landwirtschaftliche Güter. Die Firma Wandersleben bekam die Wagons in den Werkanschluß zugestellt, ich vermute, dass diese dann mit einem Ng oder eine Übergabe an- bzw. abgefahren wurden. Die Bäckerei Weinzheimer hatte einen Anschluß etwas außerhalb des Bahnhofs etwa auf Höhe des Einfahrvorsignals aus Richtung Schweppenhausen, also auf der freien Strecke. Die Brotfabriki wurde dreimal am Tag jeweils mit einer Übergabe bedient. Die Produkte wurden als Expressgut bis ins Rheinland transportiert.

Der Personenverkehr wurde bis in die 50er-Jahre vor allem mit Simmerner 93.5 gefahren. Ab Mitte der 50er Jahre wurden im Personenverkehr vornehmlich Simmerner Schienenbusse eingesetzt. Bekannt sind außerdem aus der Zeit kurz vor Einstellung des Personenverkehrs in den 80er Jahren Züge mit V100 und Umbauwagen. In den 60ern lief ein Donnerbüchs-Gepäckwagen für Expressgut zwischen Simmern und Langenlonsheim bzw. Bingerbrück mit.

Der Güterverkehr dürfte wohl mit Loks der BWs Simmern und Bingerbrück bewältigt worden sein. Neben möglicherweise Simmerner 57 und 93.5 kamen (historisch gesichert) Bingerbrücker Loks der Baureihen 50 (inkl. den Sonderlingen mit verschiedenen Vorwärmerbauarten Heinl, MVR usw.), 52 (dito) sowie die Franco-Crosti Loks der Reihen 42.90 und 50.40 nach Stromberg. Es gab auch einen Ng nach Simmern, der von einer Bingerbrücker 50.40 gezogen und einer Simmerner 93.5 nachgeschoben wurde!

Für die täglich anfallenden Rangieraufgaben hatte der Bahnhof eine eigene Rangierlok mit Personal (Köf II), das Kalkwerk und die Brotfabrik ebenfalls. Die Übergabe für die Brotfabrik Weinzheimer wurde in den 50er Jahren laut vorliegenden Unterlagen mit Simmerner Loks der BR 57 durchgeführt.

Modell

Zur Zeit ist dieses Projekt "Bahnhof Stromberg" erstmal nur eine Idee, die sich langsam aber sicher in intensiver Planungsphase befindet. Der hier auf der Homepage vorgeschlagene Bahnhof Simmern (ebenfalls Hunsrückbahn) würde mir gut gefallen, ist mir für den Anfang aber eindeutig mehrere Nummern zu groß. ;-)


Der Bahnhof Stromberg hat in Natura eine Länge von etwa 500m und läßt sich daher bei vorbildgerechtem Nachbau auf ca. 5,5m bis 6m Länge auf mehreren Modulen unterbringen. Die Bahnsteiglängen betragen ca. 120m, also etwa 1,40m in 1:87.

Netterweise kann man das (mittlerweile leider abgerissene) Stromberger EG durch einen zurechtgefrokelten Bausatz des von Auhagen erhältlichen Bahnhofs "Krakow" mit recht wenig Aufwand originalgetreu nachbauen. Der dazu passende Güterschuppen von Auhagen läßt sich ebenfalls entsprechend dem Vorbild aus 2 oder 3 Bausätzen umbauen.

Als Gleismaterial werde ich mit Tillig-Elite bauen. Herausgefunden habe ich jetzt folgendes für den Zustand in den 60er Jahren(Danke an Markus Göttert):
Gleis 1: Stahlschwellen
Gleis 2: Stahlschwellen
Gleis 3: Stahlschwellen
Gleis 4: Holzschwellen
Gleis 7+8:Holzschwellen
W1: 300 1:9
W2: 190 1:9
W7 – W10: 190 1:7,5
W12: 190 1:7,5
W17: 300 1:9
W18: 190 1:9

Bezüglich Weichen recherchiere ich gerade, wie ich das am besten hinbekomme. Ich möchte eigentlich nicht für viel Geld teure Weichenbausätze àlà Willi Kosak verwenden, wenn ich eine billigere Möglichkeit finde. Einen Teil der Weichen kann ich von Tillig nehmen (EW5 und EW6). Für die 300er suche ich gerade. Evtl. werde ich einen Selbstbau wagen oder was bauen lassen, sofern ich da was Preiswertes finden sollte.
Update:
Als Versuchsballon habe ich eine 300 1:9 als Weiche 1 von Walter Völklein bauen lassen. Er hat für die spurführungs-relevanten Stellen wie üblich die Schienen-Profile auf Pertinax-Schwellen gelötet. Die restlichen Schwellen werden aus Holzstreifen und Tillig-Kleineisen gebaut.
Für die DKW werde ich wahrscheinlich einen Weller-Bausatz verwenden, ebenso für die Kreuzung der gegeneinander gekreuzten Weichen in Gleis 1.
Signale werde ich aus Kostengründen wohl erstmal von Viesmann nehmen, obwohl die Weinert-Formsignale natürlich schöner wären. Die Signale will ich in Wattenscheider Schächten verbauen.

Ich möchte möglichst vorbildgetreu (Zeit etwa 1955-1965, also Epoche 3) bauen, soweit es sich umsetzen lässt. Wenn irgendwo mal ein paar Details nicht 100% stimmen, kann ich damit problemlos leben. Abweichungen werden akzeptiert, was speziell im Bereich der Anschlüsse passieren kann. Den oberen Anschluß „Gollenfels“ des Kalkwerks (den es auch heute noch gibt) werde ich auf den Bahnhofsmodulen integrieren. Bei einer Breite von ca. 90m bis 100m hoffe ich, dass die Module nicht breiter als 1,1m werden. Wegen dem Handling wäre es auch vorstellbar, den Teil des Anschlusses inkl. der Straße zwischen Bahnhof und Kalkwerk als separate Module zu bauen, die man dann beim Aufbau seitlich anflanscht.

Der Anschluß „Hunsfels“ wird erst in einer zweiten Ausbaustufe entstehen. Da dieser etwas so groß würde wie der Bahnhof an sich, denke ich da über Veränderungen und / oder Vereinfachungen nach. Wenn man diesen Anschluß wie beim Vorbild neben den Bahnhof baut, könnte das die Zugänglichkeit der Gleise erschweren (Thema entkuppeln).

Das ganze soll auch nicht zu sperrig werden, da es sonst die Integrierbarkeit in ein FREMO-Arrangement erschwert. Mal sehen, was mir dazu noch einfällt.

Offen ist auch noch, wie ich das Kalkwerk nachbilden kann. Denkbar wäre neben einem kompletten Selbstbau (Oh Gott...) auch ein umfrokeln eines Kibri-Zement- oder Faller-Kies-Werks. Die beiden letzteren wären auf jeden Fall interessant für die Kiesverladung im Anschluß Hunsfels.

Für einen vorbildgerechten Betrieb sind natürlich auch die entsprechenden Triebfahrzeuge und Wagons nötig. Die BR 42.90 bin ich schon am bauen (Umbau Gützold-52 mit Teilen von Model-Loco, Weinert, Märklin(!) usw.). Die BR 50.40 wartet in Form von 2 Weinert-Umbausätzen auf bearbeitung, die Heinl-MV-52er und 50er mit Henschel-MV stehen ebenfalls auf der Liste. Eine 93.5 habe ich bereits, allerdings müssen an dieser noch ein paar Verfeinerungen und Umbauten gemacht werden. Eine 57er wird sich sicherlich auch irgendwann noch in meinen Fuhrpark verirren. Für den Kalkverkehr liegen schon einige Klappdeckel-Wagen bereit, die noch FREMO-gerecht bearbeitet werden müssen.

Weitere Überlegungen für die Umsetzung im Modell

Nachdem ich mit Balsine ein wenig über die Fremo-Tauglichkeit diskutiert habe, sind wir zu ein paar neuen Ansatzpunkten gekommen.

1. Der Bahnhof könnte für den Betrieb im Fremo möglichst noch ein 3. Hauptgleis gebrauchen! Mit nur 2 Hauptgleisen wird es je nach Verkehrsaufkommen schonmal eng. Diese Abweichung würde das typische Gesamtbild des Bahnhofs Stromberg entscheidend verändern. Momentan möchte ich das eigentlich nicht machen, aber mal abwarten, wie sich der Bahnhof mit dem originalen Gleisplan beim Probebetrieb schlägt. Falls es mir da doch zu schwierig wird, denke ich noch mal drüber nach.

2. Der Kalkwerk-Anschluß mündet im Original direkt ins Hauptgleis, was bei Rangiermanövern dieses blockiert. Eventuell könnte man das Gleis 1 noch weiter verlängern und den Anschluß dort einmünden lassen, bevor sich Gleis 1 und 2 zum Streckengleis vereinigen. Bei ca. 4-5 Wagen, die als größte mögliche Gruppe beim Vorbild zugestellt werden kann, wäre diese Maßnahme ausreichend.

Das könnte dann in etwa so aussehen:

Überarbeiteter Gleisplan:

                        Kalkofen     ______13_____
                    |_____14________/______12_____\____11_____                            
                                                              \
                                                               \
                                   |_______8_____________       \
                                   |_______7_____________\       \
                                                          \__7a__ \ 
   EG + GS   |___6______________5__________________________x       \
      |BAHNSTEIG|    x__________4___________________________\       \
         ____<_1_>__/_________<_1_>__________________________\_______\______
        / |BAHNSTEIG|                                                       \
_<_>___/_____<_2_>____________<_2_>__________________________________________\_<_>_ 
v/n    \______________________<_3_>___________________________________/      v/n
Langenlonsheim                                                           Simmern

Die Idee, den Kalkwerk-Anschluß für bessere Zugänglichkeit einfach L-förmig nach oben wegzuklappen (90°-Winkel zum Hauptgleis) wäre auch möglich, nur ist das dann nicht mehr Stromberg...

Damit man Stromberg noch vorbildgerechter umsetzen kann, müßte natürlich auch noch ein etwas außerhalb des Bahnhofs liegendes Modul mit dem Bäckerei-Anschluß gebaut werden. So hätte man dann noch vorbildgerechteren Betrieb. :-)

Für die Bedienung von Stromberg bräuchte man wohl 2 Personen:

  • 1x Fahrdienstleiter
  • 1x Rangierer zur Bedienung der Bahnhofs-Köf, Kalkwerks-Köf und der Köf der Bäckerei!


Noch eine Idee wäre ein Ziehgleis für den Kalkwerkanschluß (Idee von Thomas Woditsch), was aber wiederrum nicht mehr dem Vorbild entsprechen würde:

Überarbeiteter Gleisplan 2:

                        Kalkofen     ______13_____
                    |_____14________/______12_____\____11______                            
                                                               \
                                                                \
                                   |_______8_____________        \
                                   |_______7_____________\        \
                                                          \__7a__| \ 
   EG + GS   |___6______________5__________________________x        \
      |BAHNSTEIG|    x__________4___________________________\        \
         ____<_1_>__/_________<_1_>__________________________\________\__________________|
        / |BAHNSTEIG|                                                       \
_<_>___/_____<_2_>____________<_2_>__________________________________________\___<_>_ 
v/n    \______________________<_3_>___________________________________/           v/n
Langenlonsheim                                                                Simmern

Eine Variation kam mir beim betrachten der Gleispläne in den Sinn. Es würde etwas stimmiger aussehen, wenn das von mir hinzugefügte 3. Hauptgleis nicht unten dran geklatscht würde, sondern die Weichenstraße einfach um eine Weiche erweitert würde. Sähe dann harmonischer aus.

Überarbeiteter Gleisplan 3:

                        Kalkofen     ______13_____
                    |_____14________/______12_____\____11______                            
                                                               \
                                                                \
                                   |_______8_____________        \
                                   |_______7_____________\        \
                                                          \__7a__| \ 
   EG + GS   |___6______________5__________________________x        \
      |BAHNSTEIG|    x__________4___________________________\        \
         ____<_1_>__/_________<_1_>__________________________\________\_____
        / |BAHNSTEIG|                                                       \
       /_____<_2_>____________<_2_>__________________________________________\
_<_>__/_______________________<_3_>___________________________________________\_<_>_
v/n                                                           \              v/n
Langenlonsheim                                                 \         Simmern
                                                                \_______________ 
                                                             Anschluß Hunsfels / 
                                                             Wandersleben                                                               

Loki 23:47, 5. Feb 2009 (CET) mit kleinen Ergänzungen von Balsine