Streckenmodule Allenstedt

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Hauptbahn in der Stadt beim Fremo -- 1955!

Auslöser war, wie so oft, Gevatter Zufall. Der spülte mir nämlich äußerst preiswert einen mittleren Schwung der wunderbaren alten Pola-Stadthäuser in den Kofferraum. Die habe ich damals, als sie in den 80ern rauskamen, fast alle gehabt -- und blöderweise einem örtlichen Modellbahnverein für dessen Anlage gespendet. Nun also gut zwei Jahrzehnte später Ring frei zur zweiten Runde -- aber diesmal kommen sie natürlich auf Module!

Freilich nicht allein. Denn zum einen kommt man mit acht Häusern nicht weit, zum anderen wirds auch ein wenig öde, wenn man eine reine Pola-Siedlung baut, und zum dritten kosten die Dinger heutzutage ein kleines Vermögen, egal ob gebraucht in der elektrischen Bucht oder neu als Wiederauflage bei Faller. Einige brauch ich freilich schon noch ... aber auch Auhagen, Kibri, Vollmer oder Eigenbau werden in Allenstedt vorkommen.

Genau geplant ist da, wer hätte es anders erwartet, noch nichts -- hier will ich erstmal die Ideen sammeln und zur Diskussion stellen, zum einen damit sie nicht verschütt gehen, zum anderen weil ja oft fruchtbare Ideen von Lesern dazukommen bei sowas. Wenn Du Dich also berufen fühlst, etwas beizutragen -- nur zu!


Motivideen

Grundsätzliches

Allenstedt ist eine fiktive "kleine Großstadt" irgendwo in Niedersachsen. Der dargestellte Ausschnitt liegt an einer zweigleisigen Hauptbahn und stellt den Übergang von Vorstadt zu Stadt und wieder zurück dar: die ersten Module werden eher vorstädtisch mit ein wenig eingestreutem Handwerk bzw. Kleinindustrie, danach gibts dann einen Doppeldecker mit vier Adaptern, von Flach über Damm nach Arkaden und zurück, und zunächst zwei Doppeldecker, also gut vier Meter Arkadendamm -- vier Halbmeter-Kurven, zwei Meter-Geraden. (Jeweils ein bißchen mehr sogar, diese drei Doppeldecker werden saugend auf Maß für meinen Anhänger gebaut. Der Vorstadt-Doppeldecker paßt da nicht sinnvoll rein und muß also ins Zugfahrzeug, zusammen mit dem anderen Krempel.)


Die Vorstadtmodule

Beide Module haben an je einem Ende Damm-, am anderen Flachprofil, und bleiben weitgehend eben (leicht abfallendes Gelände Richtung Damm-Ende, klar). Hier sind die Gebäude nicht so hoch, und einige nette Kleinbetriebe sind locker ins Stadtbild gestreut, der erste -- die Allenstedter Strickmoden -- entsteht bereits. Sonst hab ich da noch nicht so konkret die Bilder vorm Auge, aber in Braunschweig in der Gegend zwischen Europaplatz und Alter Frankfurter Straße stehen so einige nette Gebäude zwischen den Wohnhäusern. Ziegelmauern mit großen Bogenfenstern direkt am Straßenrand und so! Als Zugabe vielleicht auch noch ein bißchen Gütertram, mal kucken. Da gibt's ja noch so einen alten Artikel bei Modellbahnfrokler, von dem man zehren kann.


Die Stadtmodule

Grundsätzlich ist keine Straße über Modulgrenzen parallel zur Bahn geplant -- zwischen Straßen und Bahn stehen eigentlich immer Gebäude, ob nun hinterhofmäßige oder auch richtig große, und die Straßen werden am Modulrand allenfalls angedeutet, biegen aber vorm Modulende immer über den Rand ab. Oder enden stumpf am Arkadendamm -- bei der Höherlegung der Bahn wurde so mancher ehemalige Bü aufgelassen. Manche Straßen kreuzen die Bahn natürlich auch, in der Vorstadt (eine) ebenerdig, im Arkadenteil dann unter der höhergelegten Bahn durch. Nicht auf jedem Modul, aber auf den insgesamt rund fünf Arkadenmetern bestimmt so drei-, viermal.

Damit das bei der dichten Bebauung trotzdem echte Module bleiben, also freizügig austauschbar, muß natürlich festgelegt werden, wie die Gründstücksgrenzen an den Modulgrenzen aussehen dürfen. Und zwar: in Fahrtrichtung Modulende ist links eine "offene" Grundstücksgrenze vorzusehen, also Gestrüpp, Ruine, ein offener Hof oder ein schmaler Streifen "Nichts" vor dem nächsten Gebäude. Auf der rechten Seite darf hingegen ein Gebäude bis zum Modulende gehen, aber im Erdgeschoß keine Türen und möglichst auch keine Fenster haben; wenn kein Gebäude auf der Grenze steht, muß das Grundstück durch ne Mauer oder so begrenzt sein, es sei denn es ist ein Trümmer-/Lückengrundstück.

Damit können aneinanderstoßen: Gebäude - "Nichts"-Streifen - Gebäude, Gebäude - Hof, Gebäude - Lücke; Hof - Mauer - "Nichts"-Streifen - Gebäude, Hof - Mauer - Hof, Hof - Mauer - Lücke; Lücke - "Nichts" - Gebäude, Lücke - Hof, Lücke - Lücke. Bei der vorletzten Kombination fehlt eigentlich die Hofmauer, aber herrjeh, hat der Besitzer des Hofes eben das Lückengrundstück gekauft, die Mauer schon eingerissen und das Hinterhaus noch nicht gebaut ;-) Wichtig ist ja nur, daß es stimmig wirkt und nicht z.B. zwei Hofmauern direkt nebeneinander laufen. (Für die Idee geht Dank an Jörg, ich wollte da mit abnehmbaren Hofmauern und so rumstümpern, da ist die neue Lösung fraglos eleganter!)

Motive

Neben dem Üblichen -- Stadthäusern mit oder auch ohne Geschäfte(n) drin und natürlich auch weiterhin jede Menge Kleingewerbe, Lücken, Ruinen, Trümmer -- gibt's in der Stadt noch ein paar Motive, die besonderer Beschreibung bedürfen:

Die Feuerwache Mitte

In den 20er Jahren wurde die neue Berufsfeuerwehrwache Allenstedt-Mitte errichtet, ein schlichter, schmuckloser Ziegelbau, dessen einige Besonderheit der in einem 45°-Winkel angeordnete Mittelteil ist. Das ermöglicht ein zügiges Ausfahren des Löschzuges auch bei dichtem Verkehr, da die Fahrzeuge gut zu sehen sind, schon bevor sie in die Straße selbst einfahren -- und egal, in welche Richtung sie dann auf der Kreuzung abbiegen. Schlauer Architekt damals :-)

Eine sehr sehr behelfsmäßige Skizze gibt's schon:

allenstedt-wache-skizze0.jpg

Bis auf das Gebäude links (Pola :-) ist alles aus dem wunderbaren Auhagen-"Fabrikbaukasten". Die dreistöckigen Teile entstehen durch Aufsetzen eines halben Teils auf ein ganzes mit unten Tor und oben zwei Fenstern; dies deshalb, weil bei einem Tor-Teil immer auch zwei Tür-Teile dabei sind und ich so viele Türen nicht brauche. An den vorspringenden Ecken beidseits des 45°-Teils erkennt man hoffentlich je zwei Türöffnungen über Eck. Da sind keine Türen drin, sondern schräg dahinter ist eine Wand mit Tür, und die Ecke ist eine freistehende Säule.

Der zweistöckige Teil vorn rechts ist von vorne einfach Auhagen aus der Schachtel. Nach hinten raus wird der ziemlich unregelmäßig wegen des 45°-Winkels, in dem der Hauptteil da steht. Der hat nach hinten raus auch einfach Fenster zum Hof, und 1-2 Türen, klar.

Zufahrt zum Hof geht nicht zwischen Schlauchturm und Bahndamm durch, sondern zum einen durch das rechteste Tor (das auch keine Torflügel bekommt, sondern als offene Durchfahrt, evtl. mit einem schmiedeeisernen "Zauntor", gestaltet wird) und zum anderen durch eine Arkade (wo aber die großen Fahrzeuge nicht durchpassen).

Der Giebel zur Bahn hin ist eine einfache Ziegelmauer und schräg, um Tiefe zu sparen. Zwischen Bahn und Gebäude ist nur ein Fußweg.

Der Rest sollte aus dem Bild klar werden. Farbe wird komplett rot geziegelt, nix bunt, nix Putz. Vielleicht gibts noch Dachgauben, die hab ich in der Schmierskizze weggelassen.

Die Tore werden gelasert. Die Auhagenschen Tore sind ja schon in geschlossenem Zustand nicht gerade todschick. Ich will aber natürlich zu öffnende. (Vielleicht sogar mit einer primitiven Fernbetätigung: Torachse nach unten durch die Platte verlängern und eine Holzkugel dran. Drehen und gut. Dann kann man nämlich einen gescheiten Anschlag machen, damit die Dinger, wenn zu, auch parallel stehen und nicht nach innen durchgedrückt, und sie trotzdem ohne Gefummel wieder aufmachen.) Ich denke da an außen einfach senkrecht verbrettert, oberes Viertel oder so verglast mit nem Fensterkreuz drin, und innen dann zwei bis drei Querbretter und Z-förmige Diagonalversteifungen. Das ganze schön zweifarbig: Tore selber vielleicht so graugrünlich, Fensterrahmen aber eher gebrochenweiß. (Knallrote Tore waren damals bestimmt noch nicht so üblich wie heute.) Vielleicht die Torinnenseite andersfarbig als außen. Mal sehen. Abschließbar werden die aber nicht, allenfalls von innen verriegelbar. Normalerweise ist so eine Feuerwache ja nie unbesetzt.

Das Hotel Blomerius

Das ist ein ziemlich gewaltiger, neubarocker Kasten, den der Gründer des Etablissements, ein gewisser Leopold Blomerius, 1883 auf das Grundstück seines zuvor unter zweifelhaften Umständen bis auf die Fundamente abgebrannten Hotelkomplexes aus mehreren nicht wirklich zueinander passenden Fachwerkkästen setzen ließ. Optisch wirkt das Ganze wie aus einem Guß und verheimlicht so geschickt, daß es eigentlich nicht mehr ist als fünf weitgehend baugleiche, in einem sanften Bogen aneinandergesetzte fünfeinhalbstöckige Backstein-Stadthäuser mit reichlich Stuck-Zierrat.

Nebenbei bemerkt, ist "der Blomerius-Kasten", so die Worte des angesehenen Allenstedter Achitektur-Professors Dr. Merkle, eines von dessen Lieblings-Beispielen für schlechte Architektur. Backsteinkisten, mit Unmengen neobarocker Stuck-Elemente aus dem Katalog aufgehübscht. Keine Spur von Innovation. Furchtbar. Hubert Blomerius, Sohn des Gründers und Inhaber des Hotels, weiß das natürlich; Allenstedt ist nicht so groß, dsß man sich nicht gelegentlich gesellschaftlich begegnet. Und natürlich ärgert Hubert sich auch darüber, daß das Werk seines seligen Vaters jedes Semester aufs Neue vor den Studenten madig gemacht wird -- aber herrjeh, das ist vermutlich nur der Neid der Besitzlosen.

Denn gut verdienen kann man mit dem Hotel, doch, ja. Was Wunder -- der "Kasten" liegt geradezu fotogen am Bahndamm und zieht die Blicke der Reisenden in jedem Zug auf sich. Den bröckelnden Putz, die teilweise verbretterten Fensteröffnungen vor allem in den oberen Geschossen und das nach einem Dachstuhlbrand im Kriege stellenweise immer noch nur notdürftig mit Teerpappe gedeckte Dach sehen sie ja nicht. Und im Inneren hat sich die Pracht des 19. Jahrhunderts noch erstaunlich weitgehend erhalten, da wider Erwarten weder ein Bombentreffer noch Plünderungen zu beklagen waren im Kriege. Irgendwann demnächst soll ja auch mal renoviert werden ... es geht bergauf, 1954. Langsam zwar, aber doch merklich.

Die "noblere" Fassade, wenn man es denn so nennen will, ist natürlich die zur Straße hin, dort auch mit "Vorfahrt" für Droschken und Chauffeurswagen, aber das stelle ich alles nicht dar -- zu sehen gibt's nur die Rückseite zum Bahndamm hin, die aber -- damals wegen der Werbewirkung auf Bahnreisende -- genauso verschnörkelt ist wie die andere. Ab dem ersten Stock aufwärts jedenfalls -- im Erdgeschoß gibt's hier die Lieferanteneingänge, einen Küchenanbau, die Schütte zum Kohlenkeller, die Rampe für Lieferanten zur Küche, die Garagen (in den Arkadenbögen, klar) und die überdachten Parkplätze aus Wiking-Parkhallen. Alles nicht übertrieben schäbig, klar, ist ja auch der Gästeparkplatz hier und ein Durchgang durch den Bahndamm zur Tramhaltestelle auf der anderen Seite, aber doch eher, sagen wir mal, nutzwertorientiert.

Ach ja, wie das Ding aussehen wird? So ähnlich wie das hier, bloß größer.

Das Schöne an dem Bausatz ist, daß beide Seiten so gestaltet sind. Es gibt also quasi drei Giebelfronten mit Erker und Eingang und drei ohne. Der Rest wird so verwürfelt, daß im Restaurant die großen Fenster vorherrschen, in der Bar und in der Hotel-Lobby die kleinen. Und es wird halt nicht ein freistehendes Haus mit drei Giebelzeilen, sondern ein Halbrelief an der Modulkante mit derer fünf. Ansonsten will ich die Ziegel verputzen (natürlich nicht ohne einige Einschläge, soll ja zu den Polas passen) und die mittleren Etagen durch Einflicken von etwas PS-Profil auf realistischere Höhe bringen. Gibt's eben noch ne Stuck-Kante mehr pro Etage, um das wegzutarnen. Die Fenster bekommen ein paar mehr Streben, damit sie nicht so modern aussehen. Und dann wird der Kasten natürlich einfarbig altgrau mit reichlich Rußpatina, schließlich ist gleich nebenan die Bahnstrecke ...

Mietskaserne, Hinterhof und Kohlenhändler

Auch so eine Sache, die mir seit Jahrzehnten im Hinterkopf herumspukt: der Kohlenhändler. Da hab ich mal in einer alten Oldtimer-Praxis einen Bericht gelesen, in dem beschrieben war, wie das ablief damals: gefahren wurde mit einer ollen Zugmaschine mit kleiner Hilfsladefläche und zwei großen dicken Hängern, und beliefert wurden die Kunden je nach deren Anforderungen auf dreierlei Art: Entweder kaufen sie einen vollen Kohlensack oder zwei direkt vom Hänger zum Mitnehmen, oder die Kohle wird in Säcken zum Kunden getragen, dort ausgekippt und die leeren Säcke gleich wieder mitgenommen -- oder die Version für die Kohlenkeller: die benötigte Kohlenmenge wird auf die Hilfsladefläche der Zugmaschine geschaufelt, mit derselben (ohne die Hänger) an Ort und Stelle gebracht und dort vor den Kohlenkeller-Schacht gekippt. Die Anhänger stehen so lange draußen an der Straße, natürlich nicht unbewacht.

Genau diese Situation will ich darstellen: die Hänger an der Straße, beladen mit Kohle, Säcken, Sackwaage, Schaufeln etc., und die Zugmaschine vor dem frisch abgekippten Kohlenhaufen irgendwo auf dem Hinterhof. Die Hänger (Basis Wiking) sind sogar schon recht weit, als Zugmaschine werde ich vermutlich den kleinen Märklin-Kaelble nehmen -- so einer war das auch in der Oldtimer-Praxis.

Dazu brauchts natürlich auch eine richtig große Mietskaserne mit mehreren Hinterhäusern; auf nem Modul ist das schon ne Herausforderung, aber wenn die Querhäuser mit Fußweg direkt am Arkadendamm stehen und die Hinterhäuser an oder sogar in der Durchfahrt abgeschnitten werden, sollte die Breite ausreichen -- und für die Tiefe gibts ja ein ganzes Metermodul. (Das andere brauch ich für die Feuerwache -- beide "großen" Motive auf dasselbe Modul ist doof.) Das letzte Hinterhaus wird dann ein Kleingewerbebetrieb, der dann wieder nahtlos in die Schuppen-Baracken-Trümmergrundstück-Landschaft am Modulende übergeblendet wird. Basis: Das Verwaltungsgebäude der Auhagen-Fabrik, da kann man schön kitbashen mit. Zur Bahnseite bzw. für die Querhäuser dann meinetwegen wieder Fabrikbaukastenteile, die andere Fensterform ist mir da eigentlich egal. Das ist natürlich keine "typische" Mietskaserne, da nach drei Seiten hin "offen", aber egal, wird's auch gegeben haben.

Autohändler mit Tankstelle

In einer Kleinstadt an der französischen Mittelmeerküste sah ich vor einigen Jahren noch folgende Situation: ein Neuwagenhändler (dort Peugeot) mit Schauräumen im Erdgeschoß normaler, mehrstöckiger Stadthäuser. Soweit nix Besonderes, Überreste solcher Betriebe gibt's auch in Braunschweig heute noch zu sehen. Das besondere Gimmick: in einer Wandnische steht auf dem Bürgersteig eine Zapfsäule, und das Ganze ist eine öffentliche Tankstelle! Das muß unbedingt aufs Modul.

Der Händler wird wohl mit Opels handeln, vernünftige Volkswagen gibt's ja leider nicht in H0. Aber die feinen pummeligen Rekords von Brekina werden sich schon ganz gut machen im Fenster, und für den '54er Kapitän spendiere ich dann wahrscheinlich sogar einen motorisierten Drehteller -- das Brekina-Supermodell hat ihn ja auch verdient :-)

Die Werkstatt kommt dann in den teilweise überdachten Hinterhof zum Arkadendamm und natürlich wieder in die Arkadenbögen selber. Die Rückseite dann verglast mit Einblicken ins Werkstattgeschehen.

Noch ne Tankstelle

Die bei Stummi vorgestellte Tankstelle im Arkadendamm, mit quasi an eine Säule angebautem verglasten Kassenhäuschen und Werkstatt in den beiden angrenzenden Bögen, hat es mir aber auch sehr angetan. Naja, daß der Opelhändler ne Zapfsäule hat (und draußen in der Vorstadt Vera ihre kleine BV-Aral-Tankstelle betreibt), soll mich an der schamlosen Kopie nicht hindern -- die Motorisierungswelle rollt, und diese dritte Tankstelle ist halt brandneu. Vielleicht sogar mit Waschanlage dabei? Nee, 1954 waren die glaubich noch arg selten. Mal nachforschen. Sonst halt Waschplatz, gute alte Handarbeit.

Hochbunker

Relativ häufig und auch relativ einfach zu bauen, auf der Modellbahn aber trotzdem rar, sind überirdische Bunkerbauwerke. Die gab es vom "Einmannbunker" bis zum Riesenklotz mit 8000 m2 Grundfläche und knapp 50 m Höhe -- auf mein Modul kommt irgendwas dazwischen, ganz normal zwischen die Häuser gebaut. Betonklotz, Tür, paar Luftschlitze, fertich. Gern auch in der Vorstadt -- sowas gabs auch auf dem Dorf.

Das Kino

Na klar, das Pola-Kino ist auch dabei. Sein Anbau, der wohl den Zuschauerraum beherbergen soll, ist allerdings brutal verniedlicht -- das muß größer! Glücklicherweise steht in Fallersleben noch so ein kleines Uralt-Kino (sogar noch in Betrieb!), da muß ich dann also mal hin und ausmessen, wie groß das wirklich sein muß. Achja: Gegeben wird natürlich nicht wie in allen anderen Pola-Kinos "Sissi", sondern ein Film mit Niveau.

Privatbrauerei Hinrich Lork

Die alteingesessene Brauerei Lork hat schon vor dem Kriege deutlich expandiert und ein neues Gebäude draußen beim Güterbahnhof erstellt und bezogen. Das alte Brauhaus wurde deshalb aber nicht aufgegeben -- nur ist es leider seit der Höherlegung der Eisenbahn von ebenjener abgeschnitten, hat also kein Anschlußgleis mehr. Das ist aber auch nicht so schlimm -- im Brauhaus werden ja eh nur noch die Spezialitäten gebraut und der lokale Bedarf, der mit Fuhrwerk und LKW ausgeliefert wird. Das alte Anschlußgleis gibts aber noch, das ist jetzt halt ein Culemeyer-Absetzgleis -- und der firmeneigene Museums-Bierwagen von achtzehnhundertpaarunddrölfzig steht da dann fotogen herum und wird immer, wenn alle Jubeljahre mal tatsächlich noch ein herbeigeculemeyerter Bierwagen beladen wird, eben ein paar Meter weiter nach hinten geschoben.

Motivliste nach Größe

  • Vorstadt (F und D):
    • groß: Allenstedter Strickmoden
    • mittel: Hochbunker
    • klein: Veras Tanke
  • Stadt (A):
    • groß: Feuerwache
    • groß: Mietskaserne
    • mittel: Hotel Blomerius
    • mittel: Opel-Händler
    • mittel: Neue Tankstelle
    • mittel: Kino mit Anbau
    • mittel: Brauerei Lork
    • klein: Trinkbude auf Trümmergrundstück


Aktueller Stand

Die Vorstadt-Modulkästen stehen schon rum, das sind die ehemals geplant gewesenen Landschaftsmodule. Auch Veras Tanke und die Strickmoden sind schon im Werden, dazu siehe das Froklerblog. Als Gleis kommt "mein Gleis" von Rolf Weinert zum Einsatz, außerdem gibt's pro Modul zwei Wattenscheider Schächte und einen Doppelschnippi (na gut, bei den halben Metern vielleicht nicht in jedem, mal sehen). Alles Weitere wird sich finden.

Und diesmal wird's auch wirklich gebaut. Ehrlich!  :-)


Ermel