Schwedt: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 19. November 2010, 11:36 Uhr

Die meisten Schattenbahnhöfe verwenden Weichenstraßen, die wohl den Begriff "Harfe" geprägt haben. Beim Vorbild gibt es das schon auch, aber nicht so exzessiv, wie es in der Modellbahn eingesetzt wird. Derartige Weichenstraßen sind nämlich erstaunlich platzraubend.

Vorbild

Sofern man ernsthaft davon sprechen kann, ist das Vorbild in den Gleisanlagen des Petrochemischen Kombinats Schwedt gewesen. Die Inspiration lieferte ein Foto aus dem Bundesarchiv von 1974. Was sofort auffällt, ist die Anordnung der Weichen: zwei rechts, zwei links, eine fallenlassen. Außerdem sind fast alle Weichen in enger Lage hintereinander. Der Charm des Bildes beruht für mich auf der Asymmetrie und darauf, dass sich steilere Winkel in der Gleisführung ergeben. Ein bisschen am Rande ist auch noch die Reihe von Abdrücksignalen links im Bild bemerkenswert. Die Szenerie dürfte sich wohl vor Umbauten hier befunden haben: Google-Maps

Bundesarchiv_Bild_183-N1107-0017%2C_Schwedt%2C_Gleisanlagen.jpg [1]

Modell

Die Gleisplanung wurde einfach mit Tillig EW3 umgesetzt, die wegen der engen Lage auf 10° abgesägt sind. Dabei lässt sich leider nicht vermeiden, dass die Zufahrt drei Zentimeter neben der Mitte liegt - ich finde das verschmerzbar. Um ein geschlossenes Bild der Modulkanten im Arrangement zu bekommen, können zwei kleine Dreiecke angesetzt werden. Außerdem stört der Schlenker in Gleis 3 ein bisschen, der beim Vorbild durch einen größeren Abstand zu Gleis 4 nicht nötig ist. Der gesamte Bahnhofskopf für acht Gleise lässt sich so auf einem Modul mit 1200 mm Länge unterbringen.

schwedt_a.jpg

Insgesamt würde ich neben dem Kopf und zwei Abstellgleismodulen noch ein Modul mit Zwischenweichen bauen. Beim Treffen in Thyrow 2010 habe ich ein, zwei Schichten im Sbf Wittenberge gearbeitet und die Dinger gerade für Pendelzüge zu schätzen gelernt. Insgesamt stelle ich mir den Bahnhof dann so vor:

 1200 mm       1200 mm           1200 mm          1200 mm
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...moment mal, was heißt hier dauernd Modul? Müsste das nicht Segment heißen?

Schattenbahnhofsprofil

Zweck der Sache ist es, die Segmentübergänge des Schattenbahnhofs austauschbar zu gestalten. Die Idee kommt daher, dass Heiko und Martin mal überlegt haben, zwei Schattenbahnhöfe zu bauen, die dann entweder als zwei kleinere Sbf oder als ein großer Sbf mit ein oder zwei Köpfen betrieben werden können.

Gleisabstände

Auf die Breite von 500 mm passen relativ bequem acht Gleise mit einem Zwischenraum von 60 mm. Dieser Gleisabstand ist bei Schattenbahnhöfen ein recht verbreiteter Wert, der ein bequemes Fummeln mit den Wagen ermöglicht. Um eine gute Passgenauigkeit der Gleislagen zu ermöglichen soll eine Schablone für die Modulübergänge hergestellt werden.

]-40 mm-| |  -60 mm-  | |  -60 mm-  | |  -60 mm-  | |  -60 mm-  | |  -60 mm-  | |  -60 mm-  | |  -60 mm-  | |-40 mm-[

Verschraubungen

Für die Segmentverbindungen werden drei Bohrungen gemäß den FREMO-H0-RE-Normprofilen ausgehend von SOK angebracht.

Segmentmaße

Damit die Segmente untereinander gut stapelbar bleiben sind einheitliche Längen sinnvoll. Martin würde sich eine Länge von 1200 mm wünschen. Die Höhe ist eigentlich egal und richtet sich nach dem benötigten Bauraum für Weichenantriebe, Beine etc. unter dem Modul und ggf. Gestaltungselemente über dem Modul. Generell ist natürlich ein geringes Packmaß anzustreben.

Stapelprofile

Außerdem würde Martin gerne Aluminiumprofile als Stapelhilfen einsetzten. Derartige Hybrid-Schließprofile aus dem Flightcasebau kosten pro Meter so drei bis vier Euro. Die Profile verhindern ein Verrutschen der Segmente, so dass sie zum Transport einfach übereinandergestapelt und mit einem Spanngurt verzurrt werden können. Durch eine unsymmetrische Anbringung können die Segmente in beliebiger Richtung aufeinandergesetzt werden.

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Belegtmeldung

Sollte in allen sinnvollen Bereichen vorgesehen bzw. vorgerüstet werden.

Block

Sollte vorgesehen werden

Ansteuerung

Eventuell macht es Sinn, eine gemeinsame Plattform für die Ansteuerung der Weichen und Signale zu finden. Sie kann aber ggf. auch für jeden Kopf einzeln ausgeführt werden. Wird das Ding tatsächlich mal als großer Bahnhof mit zwei Köpfen eingesetzt, ist eine Unterteilung in zwei Stellwerksbezirke mit unterschiedlicher Technik vertretbar. Problematisch wären in diesem Fall Segmente mit Zwischenweichen.

MRoe 15:04, 11. Nov. 2010 (UTC)