Industriebahn Feuerbach

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Im Norden Stuttgarts entstand in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ein umfangreiches Industriebahnnetz. Es ist im Besitz der Stadt Stuttgart und wird von der DB betrieben. Neben der Firma Bosch als größten Anschluss gab es eine ganze Reihe von weiteren Anschlüssen. Auffallend ist der große Höhenunterschied, den die Bahn bewältigen musste, weshalb mehrere Spitzkehren vorhanden sind. Desweiteren kreuzt die Bahn früher an drei heute noch an zwei Stellen niveaugleich die meterspurige bzw. normalspurige Straßenbahn.

Als letzte Anschließer sind die Firmen Bosch und K+E Druckfarben übrig geblieben.

Im Netz gibt es auf einigen Seiten Material über diese Bahn: Übersichtszeichnung [1], Gleisplan des Güterbahnhofs [2], Bericht und Fotos [3], Fotos [4], Fotos [5], Fotos (unterer Teil der Seite) [6], Fotos [7], Fotos [8], Fotos [9].

Im folgenden möchte ich nun Ideen für die Umsetzung einiger Motive als Module vorstellen, teils etwas freier interpretiert. Vor allem die Anpassung an das IH05 Modul erfordert etwas künstlerische Freiheit, da die Industriebahn Feuerbach größtenteils im Straßenplenum trassiert ist. Ziel war es trotzdem maßstäblich zu planen, daher ein Mindestradius von 2000cm und die Verwendung von 190-1:9 Weichen.

Modul Burgenlandstraße

burgenlandstraeeo7.png

Wie man bei dem Vergleich mit der Luftaufnahme sieht, entspricht hier die Situation ziemlich genau dem Original. Leider ist mir nicht bekannt, welche Firma in dem Komplex oben links beherbergt war. Da aber Feuerbach ohne Bosch nicht Feuerbach wäre, wird angenommen, dass die Gebäude zum Bosch Konzern gehören. Die Art des Gebäudes legt nahe, dass hier eher kleiner Werkstücke mit vielen Montagegängen gefertigt wurden, z.B. Autoelektronik, Küchengeräte, Elektrowerkzeuge... Auch scheint der Neubau am Nordende mehr auf einen Versand der Güter per Straße als per Schiene ausgelegt zu sein, trotzdem sollte sich in der nördlichen Durchfahrt noch eine Laderampe befinden, da ein Teil der Waren doch noch per Schiene versendet wird. Am westlichen Rand sieht man im Luftbild noch die Reste eines weiteren Gleises mit einer Laderampe an der Werkhalle. Da dieses auf Modul nicht dargestellt ist, wird diese Laderampe an die Ostseite der Halle verlegt, wo Blechrollen für Stanzteile sowie Kabel angeliefert werden. Vorwiegend dünnere Blechbänder, liegend auf Paletten aber vereinzelt auch kleinere Coils. Desweiteren wird dort das Granulat für die Spritzgussteile gesackt angeliefert.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde das ursprüngliche Gebäude inzwischen überbaut. Ich habe da mal einen Speditionsbetrieb eingeplant. Damit lässt sich auch gut die Freifläche zwischen dem Gebäude und der Straße, die sich durch die Modultrennkante ergibt, als Ladezone verwenden. Zur Straße hin befinden sich Kopframpen für die LKWs und Güterwagen werden an der Seitenrampe be- und entladen.

Ladestelle Ladegut im Empfang Ladegut im Versand Wagengattungen Wagenladungen / Woche
Bosch Werkhalle Bleche, Blechbänder (Paket, Coil, palettiert) - G, Hi, Ti 1,0
Bosch Werkhalle Kunststoffgranulat (gesackt) - G, Hi, Ti 1,0
Bosch Versandrampe - Elektrogeräte G, Hi, Ti 5,0
Bosch Versandrampe Verpackungsmaterial - G, Hi, Ti 0,5
Spedition Stückgut Stückgut G, Hi, Ti 9,0

Modul Kessler & Söhne

bregenzerstr.png

Unweit von der Burgenlandstraße befindet sich in der Bregenzer Straße die Firma Kessler & Söhne Württ. Eisenwerk GmbH & Co. KG. Diese Firma produziert Stahlmöbel und verfügte früher über einen Bahnanschluss. Durch das Gebäude links führte das Gleis vermutlich zu einem weiteren Bahnkunden, ist inzwischen aber zurück gebaut. Der Versand erfolgt in dieser Durchfahrt, wo es eine entsprechende Rampe gibt. Das rechte Gleis führt eigentlich auf den Hof eines Baustoffhändlers, es wird hier aber zur Anlieferung von Blechen verwendet. Da die kaum auf dem Modul zu sehende reale Bebauung nur schwer den Eindruck eines entsprechenden Industriebetriebes wiederspiegeln kann, sollte man sich überlegen auf der rechten Seite einen entsprechenden Hallenbau zu platzieren. Eventuell auch das Gleis in diesen hineinführen, so dass die Bleche mit dem Hallenkran entladen werden können.

Ladestelle Ladegut im Empfang Ladegut im Versand Wagengattungen Wagenladungen / Woche
Werkhalle Bleche (Paket, Coil) - vrzw. Ti aber auch G, Hi 2,0
Versandrampe - Stahlmöbel G, Hi, Ti 6,0
Versandrampe Verpackungsmaterial - G, Hi, Ti 0,5

Modul Haushahn / Fahrion

umfahrung.png

Dieses fiktive Modul bietet mit seiner Umfahrmöglichkeit und dem Abzeig auf kleinem Raum vielfältige betriebliche Möglichkeiten. In der Mitte befindet sich eine dreigleisige Modultrennkante, dies bietet sich für eine Version der Awanst mit Entwicklungspotenzial an, allerdings mit nur einem Streckengleis. Dabei ist zu beachten, wenn man im dritten Gleis Ladestellen einfügt, man dann noch einen zusätzlichen Gleiswechsel von Gleis 2 nach 3 einfügen sollte um von dort in den Abzweig zu gelangen.

Links oben ist eine Fabrik, für die mir noch nichts geeignetes eingefallen ist, die ihren Versand aber über die Seitenrampe an Gleis 3a abwickelt. Rechts in dem Gleisstummel 3b ist die inzwischen insolvente Feuerbacher Baufirma Gebr. Fahrion angesiedelt. Deren Sägewerk verfügte über einen Gleisanschluss für Holzlieferungen. Im Modell werden hier Baustoffe wie Sand, Kies aber auch Ziegel und Betonfertigteile umgeschlagen. Unten Links befindet sich eine Halle der Aufzugsfirma Haushahn. In der Halle werden Bleche angeliefert und in Kisten verpackte Aufzugsteile und Rolltreppen versendet. Ich weiß nicht, ob die in der Leitzstraße inzwischen zu ThyssenKrupp und teilweise abgerissenen Hallen ursprünglich auch zu Haushahn gehörten. Auf jeden Fall hatten diese einen Gleisanschluss, wie auf den Luftbildern zu sehen ist.

Ladestelle Ladegut im Empfang Ladegut im Versand Wagengattungen Wagenladungen / Woche
Fabrik G, Hi, Ti 5,0
Fahrion Sand - E, Ed, F, Fd 2,0
Fahrion Kies - E, Ed, F, Fd 2,0
Fahrion Ziegel, Randsteine, Betonfertigteile, Rohre - K, O, R 6,0
Haushahn Bleche (Packet) - K, O, R, Ti 4,0
Haushahn - Aufzugsteile, Rolltreppen (in Holzkisten verpackt) K, O, R 2,0
Haushahn Verpackungsmaterial (Holz) - K, O, R 0,5

Modul Boschkurve

boschkurve.png

Der obere Teil dieses fiktiven Moduls wird vom Firmengelände der Firma Bosch belegt, es gibt dort zwei Rampengleise, eins für den Wareneingang und eins für den Warenausgang. Bei einem angenommen drei Schicht Betrieb befinden sich immer acht Güterwagen auf diesen Gleisen und werden zwei mal pro Tag bedient. Dabei werde die beladenen Wagen vom Warenausgang abgezogen, dann die leeren Wagen aus dem Wareneingansgleis zum Warenausgang verschoben und dann die neu angekommen Wagen am Wareneingang an die Rampe geschoben. Wenn man nicht so einen starken Verkehr haben möchte, so werden morgens nur neue Wagen dem Wareneingang zugestellt und abends die Wagen vom Warenausgang abgezogen, sowie die leeren Wagen umgesetzt. Diese werden dann am Folgetag beladen.

Im unteren Teil befindet sich ein Lagerhaus der Deutschen See. Diese wird täglich mit frischem Fisch beliefert. Es befand sich in Feuerbach in der Nähe der Ortsgüteranlage.

Ladestelle Ladegut im Empfang Ladegut im Versand Wagengattungen Wagenladungen / Woche
Bosch Verpackungsmaterial, Halbzeuge Autozubehör G, Hi, Ti 20,0 / 40,0
Deutsche See Meerestiere - I 12,0