Holländische Rangierbahnhöfe

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Gruppensystem

Ab Mitte der 1950er Jahre konnten die NS Wagenladungen innerhalb der Niederlande im Nachtsprung befördern. Die Transportkette bestand im Regelfall aus drei Zügen, jeder Wagen mußte zwei Mal rangiert werden.

  • Sammlung mit einem Nahgüterzug (buurtgoederntrain)
  • Fernbeförderung mit einem Gruppenzug (groepstrain)
  • Verteilung mit einem Nahgüterzug (buurtsgoederentrain)

Das Netz der NS war in 10 Versandgruppen eingeteilt. Jeder Gruppe war ein Gruppenrangierbahnhof zugeteilt, dem sämtliche Wagen seiner Versandgruppe zugeführt wurden. In den Abendstunden wurden daraus die Gruppenzüge nach den 9 anderen Gruppenbahnhöfen gebildet und auf die Reise geschickt. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 60 km/h konnte die größte Entferung von etwa 300 km in 5 Stunden zurückgelegt werden. In der Nacht wurden die Gruppenzüge in der Reihenfolge ihres Eintreffens zerlegt und die Nahgüterzüge zur Verteilung gebildet. Sie verließen nach Stationen geordnet die Gruppenbahnhöfe, um die Wagen den einzelenen Wagenladungsstationen zuzustellen.

Bei diesem System konnte die Richtungsgleisgruppe eines Gruppenbahnhofes zwei Mal am Tag zu verschiedenen Zwecken genutzt werden: abends zur Bildung der Gruppenzüge, morgens zur Bildung und Nachordnung der Nahgüterzüge. Eine Ausfahrgruppe war nicht erforderlich und wurde ggf. aufgelassen.

Der ideale Gleisplan eines Gruppenbahnhofes sah etwa so aus:

                             
                                  ______________       _______
                                 /              \     /Abstell
        ______________          /                \   /________
       /              \__Berg__/_                _\_/____Ziehgleis__
      / Einfahrgruppe  X_Berg_X__ Richtungsgruppe__X_____Ziehgleis__
   __/________________/ \    / \                  / \
_<__/____________________\__/_  \                /  _\________<_
_>_/_________________________ \  \______________/  / _\____>____
                             \ \__________________/ /
                              \____________________/

Zwei Berggleise und zwei Ausziehgleise sind nötig, um bei der Nachordnung der Nahgüterzüge mit vier Lokomotiven gleichzeitig arbeiten zu können. Die Anzahl der Gleise in der Richtungsgruppe ergibt sich zu 18 Gleisen:

  • 10 Gleise für die Zugbildung zu den Gruppenbahnhöfen
  • 2 Gleise für Zugbildung nach Deutschland und Belgien
  • 2 Gleise für Leerwagen
  • 1 Gleis für Reparaturwagen
  • 1 Gleis für Ortswagen des Gruppenbahnhofs
  • 2 Gleise Reserve

Bilder

  • Feijenoord bei Rotterdam 1929 nicht mehr dort vorhanden
  • Onnen noch benutzte Gleise
  • Kijfhoek Video eines ablaufenden Wagens nicht mehr dort vorhanden

Diverses

Bahnhof in Belgien


Balsine