Generischer Gleisanschluss

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Problem

Das grundsätzliche Problem kennt man ja - man hat die tollsten Ladegüter und Wagen, kann sie aber mangels Abnehmern im Arrangement nicht einsetzen. Als Beispiele fallen mir da ein: Flughafenfeuerwehrfahrzeuge [1], Militärtransporte, Gaskesselwagen, Trafotransporte etc.

Die Lösung: der generische Gleisanschluss

Um das Problem zu lösen wird ein Gleisanschluss geschaffen, der so stereotypisch daherkommt, dass er zu allem passt. Um auch auf freier Strecke eingesetzt werden zu können, brauchen wir eine Awanst. Neben der Weiche im Streckengleis kommt also noch eine Schutzweiche und ein Fernsprechhäuschen dazu. Auf dem Modul wird darüber hinaus nur noch der Zaun des Anschlussgeländes mit einem Tor für Schienenfahrzeuge dargestellt. Was für ein Betrieb sich hinter dem Zaun verbirgt, bleibt im Verborgenen.

Das Anschlussgleis verlässt den gestalteten Modulbereich zur Seite und landet auf einem kleinen Fiddle-Yard. Um bei einer Übergabe einen bereits fertigen Zug wieder mitnehmen zu können, ohne auf dem Streckengleis rangieren zu müssen, werden hier zwei Gleise angeboten.

Modell

Da es nun bald die maßstäblichen 190 1:9 Weichen von Tillig geben soll, kommen diese im gestalteten Bereich zum Einsatz. Durch die vorbildgerecht kleinen Abzweigwinkel und den Gleisradius von 2200 mm ergibt sich eine stattliche Länge. Ursprünglich hatte ich gehofft, das auf einem Modul mit 1,20 m unterzubringen. Nun werden wohl zwei Module mit je 90 cm Länge als Doppeldecker herauskommen.

Der kleine Fiddle-Yard muss allerdings einen Kompromiss bilden:

  • der Gang soll nicht zugebaut werden, daher der Gegenbogen
  • anschließende Kurvemodule sollen nicht behindert werden, daher ein verbleibender Anschlusswinkel von 10°
  • Um gegebenenfalls auch mal einen Gag aufnehmen zu können kann der Fiddle-Yard modular erweitert werden.

Am Übergang zum Fiddle-Yard schließt sich an die Zwischengerade also eine Weiche im Gegenbogen an. Hier könnte die "kleine" EW 1 von Tillig eingesetzt werden.

generischer_gleisanschluss_c.jpg

Halboffen bleibt die Frage, wie man den Fiddle-Yard halbwegs umrennsicher aufstellt...

Nach Diskussion mit Tobias wäre eine Möglichkeit, eine verstellbare Schraubzwingenverbindung zum Nachbarmodul zu verwenden. Außerdem könnte die Weiche im Anschlussgleis auf dem gestalteten Bereich beginnen. Wenn das Ende der Welt mitten in der Weiche kommt, hängt die offene Andeutung noch schöner in der Luft. Auf diese Weise gewinnt man auch etwas Nutzlänge im Fiddle-Yard und kann mit kürzerem Gegenbogen einen flachen Winkel erreichen. Ich habe das nochmal skizziert:

generischer_gleisanschluss_c1.jpg

Balsine hat freundlicherweise eine Lösung für die Gestaltung des Fiddle Yards entworfen. Durch das Umdrehen des gebogenen Teils kann ausreichend Platz für eine anschließende Kurve der Strecke geschaffen werden, während die gerade Ausführung schön parallel zur geraden Strecke liegt:

generischer_gleisanschluss_balsine.jpg

Vorbild

Sehr witzig - das ist ja nun gerade der Punkt... Aber ernsthaft, ich habe mich mit der Situation am Anschluss einer Parkettfabrik südlich von Mölln (Lauenburg) orientiert [2] [3] [4].


MRoe 18:48, 23. Jan 2009 (CET)