Epochenwechsel

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Vorbemerkung

Mittlerweile hat es sich beim Fremo eingebürgert, über den Verlauf des Treffens einen "schleichenden Epochenwechsel" durchzuführen. Solche Treffen beginnen dann meist mit reinem Epoche-3-Fahrzeugpark, der dann nach und nach modernisiert wird, um am Ende in der späten Epoche 4 angekommen zu sein.

Sinn der Übung ist es natürlich, den Anhängern aller Epochen Gelegenheit zu geben, ihre Lieblingsfahrzeuge einzusetzen oder zu beobachten.

Was bei kleinen Treffen und bei Lok und Reisezügen schon ganz gut klappt, führt beim Güterwagenpark auf Großtreffen aber regelmäßig ins Chaos. Dieser Artikel will helfen, das Chaos zu besiegen, indem er ein paar einfache Kriterien vorschlägt, an denen man sich bei harten Schnitten zwischen den Sessions orientieren kann.

Kriterien für Epochenschnitte

Eins vorweg: Nein, das offensichtliche Kriteríum "Epoche-4-Nummer" taugt bei Güterwagen m.E. nichts. Denn erstens zog sich deren Einführung hin, und zweitens änderte sich der Wagenpark in den Jahren davor und danach dramatischer -- und falsche Wagen sind viel störender als falsche Nummern!

Ausgangszustand

Mitte bis Ende der 50er Jahre. Eine klarere Trennung wäre wünschenswert, ist aber m.E. mit dem derzeitigen Material nicht zu leisten.

Grundsätzlich: Keine Epoche-4-Anschriften, nirgends!

Lok: Zwei- und Dreilicht-Spitzensignal treten gemischt auf, DB-Kekse sind eher die Ausnahme. Keine V 100, keine V 160, Dampflok deutlich in der Überzahl.

Reisezugwagen: Flaschengrün, chromoxidgrün nur in Ausnahmefällen. Bevorzugt nach der Klassenreform. Keine Silberlinge, keine vierachigen Umbauwagen, Altbauwagen in der Überzahl.

Güterwagen: Epoche-3-Anschriften, Epoche 3a (DR Brit-US-Zone etc) nur noch sehr vereinzelt. Keine Schiebewandwagen, Altbauwagen allgemein in der Überzahl (außer bei neuen Gattungen und z.B. Omm und Gl, die von der DB früh in großen Mengen beschafft wurden).

Erster Schnitt: Epoche 4 beginnt

Mitte der 60er Jahre.

Grundsätzlich: Keine Epoche-3a-Anschriften mehr! Computernummern ab hier zulässig.

Lok: Dreilicht-Spitzensignal ist Pflicht, Länderbahnlok verschwinden mit den üblichen preußischen Ausnahmen, V 100 und V 160 kommen in Verkehr, vereinzelt werden auch schon die ersten V 90 gesichtet. Aber Dampf ist noch alles andere als tot!

Reisezugwagen: Vor-Klassenreform-Wagen und Wagen mit Holzwagenkasten müssen runter, 4yg und Silberlinge kommen in Verkehr, 1.-Klasse-Streifen sind Pflicht, Popwagen bitte nicht im Übermaß. Im höherwertigen Verkehr keine Altbauwagen mehr.

Güterwagen: Alle Länderbahn- und die meisten Verbands- und Austauschbauwagen, vor allem alle Altbau-V-Wagen, sollten verschwinden. Aber auch auf Neubauwagen noch keine DB-Kekse, und Bremsecken sind Pflicht.

Zweiter Schnitt: Epoche 3 endet

Mitte bis Ende der 70er Jahre.

Grundsätzlich endet die Gnadenfrist für die letzten Epoche-3-Anschriften.

Lok: Ende der Dampfzeit.

Reisezugwagen: Blau-Beige kommt in Verkehr, aber alte Farben sind noch in der Überzahl. Altbauwagen sollten mit ganz ganz wenigen Ausnahmen runter.

Güterwagen: Ab hier dürfen auch Wsgen mit DB-Keks und ohne Bremsecken in Verkehr kommen. Alle genieteten Bauarten sollten runter.

Schlußbemerkung

Es ist klar, daß auch nach diesen Kriterien kleinere Anachronismen auftreten werden. Besonders werden die Epoche-3-Anschriften sehr viel länger im Betrieb zu sehen sein als beim Vorbild; wenn genug Wagen da sind, sollten die Schattenbahnhofs-Bediener natürlich auch vor dem 2. Schnitt schon keine solchen mehr in Verkehr bringen. Eine Verschärfung dieser Kriterien ist sicher möglich und wünschenswert, und auf kleineren Treffen sollte man diese auch anstreben; es geht hier zunächst aber nur darum, wenigstens diesen Mindeststandard auf allen Treffen einzuführen, um vom spielbahnigen Vh-14-hinter-der-blaubeigen-212 wegzukommen.