Diskussion:Argenthal

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Hi Loki, hier ein paar Gedanken von MRoe

Modulkästen

Mit drei geraden und einem schrägen Modulkasten lassen sich nur mit Spezialtransportbrettern Doppeldecker bauen. Ist es auch möglich den Knick auf zwei Kästen aufzuteilen, so dass Du zwei gerade Module und zwei mit einem 7.5°-Winkel erhältst? Also etwa so:

 __   __   ___   ___
|__\ /__| |___| |___|

MRoe 10:25, 24. Feb. 2011 (UTC)

Es sind jetzt 4 gerade Module und ein 15°-Modul geplant. Also 2 Doppeldecker und ein einzelnes. Das 15°-Modul ist etwas "speziell", wegen dem Gleisverlauf. An den Enden jeweils ein Stück gerades Gleis, dazwischen die Kurve mit R~3500mm.

--Loki 21:51, 24. Feb. 2011 (UTC)

Man kann Transportbretter bauen, auf die ein Keil zum Ausfüllen den Raumes zwischen dem trapezförmigen Grundriß des Bogenmoduls und dem rechteckigen Grundriß des Gegenmoduls aufgebaut ist. So etwas sollte MRoe von der Nordkurve kennen.

balsine

Handweichen

Gibt es über das Stellwerk irgendwelche genaueren Aufzeichnungen? Beim Bahnhof Blumberg (bei Berlin) waren auch nur die Einfahrweichen ferngestellt. Für die Weichen zur Ladestraße (inkl. Gleissperre) gab es Riegel. So wurde das unzeitige Umstellen verhinderten, solange der Fahrdienstleiter es nicht wollte und die Riegel waren in die Fahrstraßen mit einbezogen. Ich kann mir vorstellen, dass das für Argenthal auch eine gute Lösung gewesen wäre, aber ob es das Vorbild so gemacht hat?

MRoe 10:25, 24. Feb. 2011 (UTC)

Erstens dokumentiert der Gleisplan von 1963 die Verwendung von Riegelhandschlössern (RH) an den Handweichen und doppelten Handverschlüssen (HH). Die Schlüssel dazu waren entweder an einem Schloßbrett zu verwahren, wie für Bahnhof Hoxel belegt, oder in das Hebelwerk für die beiden Einfahrweichen einzuschließen. Zweites passen Riegel in Signalleitungen nicht zu der Variante mit Zugleitbetrieb, wo es kein Einfahrsignal, sondern eine Trapeztafel gibt.

Die Weiche 1 ist aufgrund ihrer Entfernung zum Stellwerk in beiden Lagen (R+-) zu riegeln. Auf die Hebelbank gehören demnach 2 Weichen- und 2 Riegelhebel.

balsine

Argenhal hatte bis 1962 eine lange Hebelbank, auf der alle Weichen angeschlossen waren. (Vor 1937 sah das anders aus) Nach Rückbau und Zugleitbetriebeinführung 1962 waren nur noch die Einfahrweichen FERNGESTELLT. Die restlichen W waren Schlüsselabhänig wie schön dargestellt in Hoxel. Das mit dem Riegel gab es im Hunsrück oft. Weiche 2 hatte nur einen Prüfer. Für die Hebelbank ab 1962 habe ich eine Zeichnung. Gerne helfe ich weiter, wenn noch Fragen bestehen. (Auch bei anderen Projekten in Hunsrück, Pfalz und Eifel)

Benutzer:Markus Göttert

Handbetätigungen

Ich bin gerade am überlegen, was ich für die einzelnen handbetätigten Weichen (W) und Gleissperren (GS) brauche.

Argenthal_CAD_klein.jpg

Gleissperren werden in der klassischen Eisenbahnsicherungstechnik mit römischen Ziffern bezeichnet. Gs I = GS1, Gs II = GS2. Die Grundstellung einer Einrichtung wird mit +, die andere Stellung mit - bezeichnet. Klammerangaben deuten eine mittelbare Abhängigkeit an.

Es müßte doch folgendermaßen funktionieren:

W3 mit Gs I: 2 Schlösser an Gs I mit Folgeabhängigkeit: Schlüssel Gs I+ (W3+) in Gs I einschließen, abklappen, Kuppelschlüssel Gs I-/W3+ entnehmen, W3 aufschließen
W4 mit Gs II: 2 Schlösser an Gs II mit Folgeabhängigkeit: Schlüssel Gs II+ (W4+) in Gs II einschließen, abklappen, Kuppelschlüssel Gs II-/W4+ entnehmen, W4 aufschließen
W5 und W6: 2 Schlösser W5 mit Schlüsselfestlegeschloß an W5: Schlüssel W5+(W6+) gibt die Weiche 5 und den Schlüssel W6+ frei (bei einer umgekehrten Anordnung entstehen unnötige Gehwege für die Rangierer)

Das würde also heißen:

  • 3 einfache Schlösser für die Weichen W3, W4 und W6
  • 2 Satz zu je 2 Schlössern mit Folgeabhängigkeit für Gs I und Gs II
  • 1 Satz mit 2 Schlössern mit Schlüsselfestlegung für W5

--Loki 14:00, 10. Mär. 2011 (UTC)

--balsine 21:31, 11. Mär 2011 (UTC)

Im Zugleitbetrieb (ZLB) würde es dann folgendermaßen laufen:

  • Grundstellung ist W1+, W2+, W3+, W4+, W5+, W6+, Gs I+, Gs II+ = Fahrstraße durch Gleis 1.
  • Der Zugführerschlüssel Zs wird ins Schloßbrett eingeschlossen, damit werden alle Schlüssel frei.
  • Man kann dadurch die Verschlüsse W1+ und W2+ aufheben, diese Weichen umstellen, W1- und W2- verschließen und diese Schlüssel ins Schloßbrett einschließen.
  • Stellung W1-, W2-, W3+, W4+, W5+, W6+, Gs I+, Gs II+ = Fahrstraße durch Gleis 2.
  • Wenn die zugehörigen Schlüssel im Schloßbrett eingeschlossen sind, wird ein weiterer Schlüssel Fs frei, mit dem man im Falle einer Zugkreuzung die Ruflampe an der Trapeztafel zum Geben von Zp11 einschalten kann. Entweder an der linken, oder an der rechten Einfahrt.
  • Zum Rangieren müssen die Schlüssel Zs und Fs im Schloßbrett eingeschlossen sein. Alle Weichen- und Gleissperrenschlüssel aus dem Schloßbrett sind dann frei.

Rückabwicklung entsprechend umgekehrt.

--Loki 20:50, 11. Mär. 2011 (UTC)

Bei mit Fahrdienstleiter besetztem Bahnhof, mit Einfahr- und Ausfahrsignalen:

  • Wenn Gs I, Gs II und W5 in Grundstellung sind, werden die dazugehörenden Schlüssel im Schlüsselbrett eingesperrt.
  • Dadurch wird ein Schlüssel freigegeben, der nach einschließen in der Hebelbank das stellen von Fahrstraßen ermöglicht.

An der Hebelbank kann man dann zwischen 4 Fahrstraßen auswählen, die natürlich voneinander abhängig sind:

  1. W1+, W2+ = Fahrstraße in Gleis 1 -> man kann ein Ausfahrsignal in Gleis 1 oder ein Einfahrsignal auf Hp1 stellen.
  2. W1-, W2- = Fahrstraße in Gleis 2 -> man kann ein Ausfahrsignal in Gleis 2 oder ein Einfahrsignal auf Hp2 stellen.
  3. W1+, W2- = Ausfahrt in Richtung A aus Gleis 1 und in Richtung B aus Gleis 2 -> man kann das Ausfahrsignal A in Gleis 1 auf Hp1 und das Ausfahrsignal B in Gleis 2 auf Hp2 stellen.
  4. W1-, W2+ = Ausfahrt in Richtung B aus Gleis 1 und in Richtung A aus Gleis 2 -> man kann das Ausfahrsignal B in Gleis 1 auf Hp1 und das Ausfahrsignal A in Gleis 2 auf Hp2 stellen.
  • A ist nach Links, B nach Rechts


Als Vereinfachung ist denkbar, den Bahnhof nur mit Einfahrsignalen auszurüsten und die Ausfahrsignale weg zu lassen. Dies ist bei einer Streckenhöchstgeschwindigkeit von max. 60km/h nicht unüblich gewesen.

--Loki 22:29, 14. Mär. 2011 (UTC)

Gleissperren

Kannst Du vielleicht etwas mehr über die Ansteuerung der Gliessperren mit dem Antrieb von Fritz Senn schreiben - oder zeigen. Wie genau wird der Entgleisungsschuh durch den Antrieb bewegt? Und klappt der weiter auf als bei der Weinert-Ansteuerung?

--Lcu 19:24, 9. Okt. 2011 (UTC)