Die Föhrster Kurve

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Förster schreibt man doch ohne h!

Schon recht, aber Föhrste, welches ein kleines Dorf bei Alfeld/Leine ist (bzw. heute ein Stadtteil, har har, klar, ganz bestimmt), schreibt man nun mal mit h. Und mich verbindet mit Föhrste eigentlich nur, daß meine Eltern eben Föhrster sind.

Warum ein Modell von Föhrste?

Föhrste ist nichts Besonderes, aber gerade deswegen irgendwie nett: ein kleines Dorf eben, so knapp 2000 Einwohner, das von der Nord-Süd-Strecke zerschnitten wird. Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen: die beiden Hälften sind dramatisch unterschiedlich in ihrem Ambiente. Beide sind aber reizvoll.

Beschreibung der Vorbildsituation

Föhrste liegt am Rande des Leinetals, das dort vielleicht einen halben Kilometer oder so breit sein mag. Der Ort füllt aber nicht das Tal -- es sind einige hundert Meter Wiese (und natürlich die Leine) zwischen Föhrste und Röllinghausen, dem Dorf am gegenüberliegenden Talrand.

Der alte Ortskern von Föhrste liegt in der Ebene des Tals, zwischen der Leine und der Bahnstrecke. Er ist geprägt von alten Häusern (achwas), teils auch Fachwerk, von überwiegend landwirtschaftlicher Art nebst Scheunen und Nebengebäuden (auch wenn es da auch Wohnhäuser-Straßen gibt). Zur Bahn hin gibt sich dieser Teil recht verschlossen, mehr Scheunen als alles andere.

Jenseits der Bahnlinie liegt der neuere Teil, der wohl zunächst entlang der Kreisstraße von Alfeld nach Freden entstand, später dann aber hemmungslos in den Hang hineingewuchert ist. (Später bedeutet hierbei Anfang des vorigen Jahrhunderts; das Haus meiner Eltern liegt beispielsweise etwa auf halbem Weg den Hang rauf und ist Baujahr neunzehnhundertpaarundzwanzig.) An der Kreisstraße sieht das schon beinahe ein bißchen kleinstädtisch aus: die meisten Häuser sind zweistöckig, einige haben (und einige mehr hatten mal) auch ein Ladengeschäft im Erdgeschoß. Die auf der bahnseitigen Straßenseite grenzen mit ihren Hinterhöfen direkt an die Bahn. Von der Kreisstraße zum Hang hin zweigen dann einige Straßen mit Wohnbebauung ab, die immer moderner wird, je höher man kommt.

Der kleinstädtische Effekt wird allerdings sogleich wieder zunichtegemacht durch die stellenweise immer noch vorhandene überirdische Stromversorgung und natürlich durch die Tatsache, daß inzwischen kaum noch ein Ladengeschäft als solches benutzt wird. Warum auch, wenn Alfeld mit dem Auto keine 5 Minuten entfernt liegt? Seufz.

Verbunden sind die beiden Ortsteile durch zwei beschrankte Bahnübergänge (einer im Ortskern, einer am nördlichen Ortsrand) und eine Feldwegbrücke, die südlich des Ortes von der dort den Hang erklimmenden Kreisstraße zu einem auf der anderen Seite der Bahn ebenfalls hochgelegenen Feldweg führt, der dann noch etwas weiter südlich ebenso wie natürlich die Bahn über eine Leinebrücke (nicht dieselbe) führt. Die Kreisstraße bleibt hingegen auf der Westseite der Leine (und überquert sie erst in Freden), was ihren Anstieg bedingt.

Umsetzung ins Fremodul

Auch hier ist kein sklavischer Nachbau geplant (der auch viel zu groß werden würde), sondern eher eine Anlehnung ans Vorbild: selective compression, also lieber weniger als kleinere Gebäude, und loses Zitieren einiger Motive, aber kein exakter Nachbau.

Das Ganze soll (vorbildwidrig) als 90°-Kurve realisiert werden, erstens weil der Fremo sowas immer gebrauchen kann und zweitens weil es mir die Möglichkeit gibt, endlich mal so richtig geile Überhöhungen und Übergangsbögen zu bauen. (Und schön holprige Bahnübergänge über überhöhte Gleise. :-)

Die Aufteilung erfolgt in sechs 15°-Segmente (bzw. Module, s.u.), was bei rund einem guten Meter Streckenlänge je Kasten gut 3,80 m Radius ergibt. Die beiden End-Segmente mit dem Übergangsbogen und der Überhöhungsrampe werden natürlich etwas länger als die anderen. Diese beiden Segmente und das ans südliche davon anschließende 15*-Stück ergeben zusammen den Minimal-Aufbau einer 45*-Kurve. Die drei übrigen Kästen haben nämlich einen innerhalb der Modulgruppe genormten Übergang, so daß man nicht alle davon aufbauen muß.

Der darzustellende Streifen Föhrste beschränkt sich auf den bahnseitigen Rand des Ortskerns, die Strecke natürlich, die Häuser zwischen Bahn und Kreisstraße, die Straße selber und ein Halbrelief der Häuser auf der anderen Straßenseite. Das sollte genug Gelegenheit bieten, den genannten Unterschied im Ambiente beider Ortshälften schön herauszuarbeiten, reichlich bäuerliches wie auch Hinterhof-Milieu nachzubilden und mit den beiden Bahnübergängen, der ansteigenden Kreisstraße auf den beiden südlichen Segmenten und der Feldwegbrücke auch viele schöne Fotostandpunkte für Schienen- wie Straßenfahrzeuge zu schaffen.

Und nein: weder das Haus meiner Eltern noch irgendwelche Leinebrücken liegen im darzustellenden Bereich. Aber ein Anschlußmodul mit den Bahn- und Feldweg-Leinebrücken ist natürlich immer im Bereich des Möglichen ...

Ausblick

Das wird allerdings noch eine Weile dauern. ;-)

Quellen

Bei Alt-Alfeld.de gibt es eine Seite über Föhrste: [1] Das dort wiedergegebene Luftbild zeigt nicht viele Details, dafür aber fast den gesamten nachzubildenden Streckenabschnitt mit Blickrichtung Nord. Die Feldwegbrücke befindet sich leider unterhalb des unteren Bildrandes. Ein moderneres Bild findet man auf auf Google-Maps.

Ermel