Bodenburg

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Wo liegt Bodenburg?

Bodenburg ist ein eher unscheinbarer Ort südlich von Hildesheim, übrigens beim echten Upstedt gleich um die Ecke.

Der Bahnhof

Bodenburg liegt an der Strecke von Groß Düngen nach Bad Gandersheim, eine zweite Strecke nach Elze zweigt dort ab. Heutzutage ist von dem einstigen Glanz des Bahnhofs nicht mehr viel übrig - es ist nun der Endpunkt der Strecke von Groß Düngen. Güterverkehr gibt es nicht mehr, die Triebwagen halten an einem neuen Haltepunkt vor dem ehemaligen Bahnhof. Die Strecke in Richtung Elze ist bis Almstedt-Segeste im Besitz der Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn e.V.[1], die dort mit Museumsfahrzeugen fahren möchte, dies aber derzeit (10/06) nicht tut.

Es gab direkt am Bahnhof die Zuckerfabrik Östrum, die mit einer eigenen Lok die Wagen als Übergaben zum DB-Teil und im Werk beförderte. Die Lok hatte dazu eine Zulassung, den Bf Bodenburg zu befahren.

Am nordöstlichen Ende gab es ein BW mit kleinem Ringlokschuppen und Drehscheibe. Der Schuppen wird heute als Düngemittellager benutzt...

Auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahnen gibt es unter [2] ein paar Fotos, die den Bahnhof im aktuellen Zustand zeigen.

Wieso denn ausgerechnet Bodenburg?

Mir persönlich gefällt der Bahnhof, da er eine Mischung aus ländlicher Idylle und spannendem Betrieb ist. Die Zuckerfabrik könnte auch ein ganzes Fremo-Arrangement leersaugen, wenn man wirklich mal Rübenverkehr spielen möchte...

Durch die abzweigende Strecke ist der Bahnhof, obwohl er nicht zum umfangreichen Sortieren der Wagen geeignet ist, für den Einsatz im Fremo interessant.

Gibts 'nen Gleisplan?

Ja klar. Allerdings ist dies die Ausdehnung von '53, mein Bahnhof würde aber eher um '61 spielen - da muss ich dann nochmal sehen, inwiefern da Änderungen einfließen.

Der ganze Bahnhof ist gedreht, er verläuft von südwest nach nordost.

   Elze                                        Zuckerfabrik
    ^                                             ^
     \                                           /                  ,----]
      \          ,------------------------------/---------\-------(DS)---] Schuppen
       \--------/-----------------/------------------------\        `----]
        \  |---/---------------\-´   #####Bahnsteig#####    \---|                 vvvv
     ,---\----/-----------------\--\-----------------------/-\----------------------------> Groß Düngen
    /     \-------------------------\-/-------------------/----|                  ^^^^
   /   |---\-------------------------/----, ##Bahnsteig##                          BÜ
  /         `-----------------------/--|#  `--|  [EG]
 v            '''''''''''''''''      ####
Bad             Ladestraße           Lade-
Gandersheim                          rampe

Etwas lästig ist die große Anzahl der Weichen - immerhin 17 Weichen, 2 DKW und EKW. Das geht ins Geld...

Maßstäblich umgesetzt auf die Modellbahn ergäbe sich ungefähr dieses Bild:

achtmodule.png

Gezeigt ist eine Aufteilung auf acht Segmente mit jeweils 1,125x0,7m, was eine Gesamtlänge von 9m ergibt. Dies ist schon ziemlich groß, vor allem, wenn man bedenkt, dass das nur ein kleiner Landbahnhof ist. Außerdem wird auf der Zeichnung der Abzweig vernachlässigt, am linken Bildende müsste eine andere Aufteilung gefunden werden.

Gebäude

Es gab nicht viele Hochbauten, da um den Bahnhof relativ viel freie Landschaft ist. Eigentlich sind nur das Empfangsgebäude, drei Wohnhäuser mit Nebengebäuden, der Schrankenposten und der Lokschuppen zu sehen. Je nach Schnitt können dann noch die Anschließer an der Ladestraße angedeutet werden, aber das wäre zum Rangieren eher ungünstig (Dafür aber hübscher...). Sämtliche Gebäude müssten im Selbstbau entstehen, es gibt keine passenden zu kaufen.

Bodenbourg?

Eigentlich wäre es très chic, wenn der Bahnhof auch auf französisch eingesetzt werden könnte - ich kann die Sprache zwar nicht sprechen, aber schön ist das Land allemal. Dafür könnte der Bahnhof subtil in "Bodenbourg" umgetauft werden und entweder als reiner SNCF-Bahnhof oder als Grenzbahnhof eingesetzt werden. Als Grenzbahnhof könnte er ein DB-Bahnhof sein, der einen Ast nach Frankreich reckt.

Die Ausgestaltung müsste daher halbwegs neutral sein, damit man das Land nicht sofort erkennt. Die Bahnhofsschilder würden auf dünnen Metallplättchen aufgeklebt und von Magneten gehalten werden, die Signale in Wattenscheidern stecken. Dies hätte auch den Vorteil, das man relativ einfach die Epoche ändern könnte. Ein paar typische Details und die Fahrzeuge machen da schon einen enormen Unterschied.

Einzig die Zuckerfabrik bliebe - für Bodenbourg müsste das dann eher ein Schiefersteinbruch sein...

Fahrzeuge

Wie mir eine zuverlässige Quelle mitteilte, wurde 1965 die Köf 6229 des Kbw Braunschweig in Bodenburg eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine Köf 2 der Nachkriegsserie.

Ausblick

Derzeit ist der Bahnhof ein reines Hirngespinst, und ich fürchte, dass das eine ganze Weile noch so bleiben wird. Einerseits habe ich ausreichend viele Projekte, die noch unvollendet sind, andererseits verursacht so ein Bahnhof enorme Kosten, die ich mir derzeit nicht aufbürden möchte.

Eine Möglichkeit, trotzdem mit dem Bau zu beginnen, wäre, den typischen chronologischen Ablauf eines Bahnhofsbaus zu invertieren: Erst die Ausgestaltung vorfertigen, dann den Unterbau mit den Gleisanlagen. Die Gebäude bräuchten einige Zeit, verschlängen dafür aber vergleichsweise geringen Geldbeträge. Sie wären ein guter Anfangspunkt.

Wishmaster 19:31, 23. Apr 2009 (CEST)