Benutzer:MRoe

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Moin, ich bin eigentlich Martin.


Entwicklung

Am Anfang war Brio

Zur Modellbahn bin ich ein bisschen gekommeen wie die Jungfrau zum Kind - nur umgekehrt. Als Kind war die Modellbahn einfach schon da. Als erstes natürlich Holzeisenbahn. Mein Vater hat dann (vielleicht mit meinem älteren Bruder) auch gelegentlich die wertvolle LGB-Startpackung auf dem Teppich ausgebreitet. Etwa zu der Zeit, wo ich dann alt genug war, dass ich sowas selber machen durfte gab es dann auch das robuste Pendant von Playmobil - dadurch wuchsen sowohl Fuhrpark und Gleismaterial als auch die gemeinsame Teppichbahnaktivität mit meinem Vater.

Es folgte M******

Nachdem mein Bruder und ich im elterlichen Haus das Dachgeschoss zur Nutzung bekamen, blieben (zunächst geführte) Erkundungen der dortigen Rumpelkammern nicht aus. Da fand sich unter anderem - leider in vier Teile zerlegt - eine begonnene M******-Anlage eines verstorbenen Gatten einer Freundin meiner Oma. Sämtliche Modellbahnsachen waren damals an meinen Vater gegangen. Auf einer der Platten war ausreichend Gefälle, um einen einzelnen unempfindlichen Güterwagen herabrololollen zu lassen - mehr ging da nicht. Auf fortan verstärktes Drängen wurden die M-Gleise nun gelegentlich zur umfangreichen Teppichbahn aufgebaut.

Stationärer Zustand

Später tat sich ein Kellerplatz auf, der genügend Platz bot, um die vier angefangenen Anlagenteile mit ausreichend Umrandung zur einer kreisförmigen Spielbahn aufzubauen. Eigentlich keine kleine Anlage, aber nach heutigen Erkenntnissen... siehe unten. Jedenfalls erhielten auf diese Weise einige Gleise ein Zuhause und die alte 24 konnte mit Rekordgeschwindigkeiten hochwertige Blech-D-Zugwagen ziehen. Später sollten sich die gleisplanerischen Unkenntnisse als größtes Manko der Anlage erweisen. Der "große" Bahnhof bestand eben nur aus je zwei Bahnsteiggleisen pro Richtung und einem Hausbahnsteig. Das BW ermöglichte das Abstellen der für den simultanen Betrieb gerade überzähligen Loks und Köf-Schuppen war von den beiden kurzen Ladegleisstummeln weit entfernt. Um diese Gleise zu erreichen musste man eh die Drehscheibe als Ausziehgleis benutzen. Die Krönung ist nach heutiger Sicht eigentlich der kleine Berg-Bahnhof, bei dem wir schlicht zwei Stumpfgleise vorgesehen haben, aber keine Möglichkeit zum Umsetzen. Also war nur Wendezugbetrieb mit der Startpackungs T3 möglich...

Innerer Wandel

..hochtrabend klingt das! Gemeint ist eigentlich, dass die ganze Zeit über die Stadtbibliothek und auch der Bücherschrank meines Vaters zu ständig neuen Erkenntnissen geführt haben. Neben zahlreichen Vorbildinformationen war da schon zu einem recht frühen Zeitpunkt - wohl Anfang der neunziger Jahre der Modulbau und der Name FREMO in meinem Gehirnsieb hängengeblieben. Mehr und mehr faszinierte mich Maßstäblichkeit und das eigentliche System Eisenbahn. Dazu kamen noch andere Schränke meines Vaters, in denen neben LGB und M****** auch einiges an Zweileiter-Fahrzeugen mit ein paar Schienen, etwas H0e Material, ein TT-Gleisoval etc. verborgen lagen. Vom heutigen Standpunkt (s.o.) muss ich sagen, dass hier der Grundstein gelegt wurde, dass ich mit der kreisförmigen Anlage jetzt einfach nichts mehr anzufangen weiß. Sie ist immernoch nett und man kann noch an vielen Stellen Übungen zum Landschaftsbau durchführen.

...auf kleiner Flamme köcheln

Da ich nicht direkt bei meiner Anlage wohnte, habe ich mir die Langeweile erstmal einige Zeit mit dem Sammeln von Stellwerken vertrieben. Als ich alle erhältlichen H0-Großserienmodelle aufgebaut hatte, verging mir irgendwie die Motivation. Ich fand zwar Eisenbahn immernoch toll, aber zum Bauen bin ich nicht mehr gekommen. Ich las in den Ferien gerne in Modellbahnzeitschriften und war weiterhin fasziniert von nicht überladenen Modellbahnen. Mehrfach habe ich mich auch mit dem FREMO beschäftigt, aber irgendwie ebbte das übers Studium alles ein bisschen ab.

Eine neue Hoffnung

Pünktlich zum Studienende lag plötzlich eine Modellbahn unterm Weihnachtsbaum. Meine Freundin hielt es für Sinnvoll meine nun durch geregelte Arbeit eingebüßte Freizeit mit einem Hobby zu füllen. Selber schuld! Wenige Tage später habe ich erstmals die FREMO Website besucht, habe den Berliner Stammtisch besucht, mir ein Treffen angesehen und bin Mitglied geworden. Ich hatte das ja eh schon lange vor. Inzwischen habe ich etwa anderthalb Jahre damit verbracht, verschiedenste Ideen für ein erstes Modul zu planen und dann aus Angst, ein völlig betriebsunfähiges Ergebnis abzuliefern nie angefangen. Dann ging alles ganz schnell - innerhalb eines Monats nannte ich Holz für acht Module mein Eigen - davon sind jetzt nach vier Wochen fünf Kästen aufgebaut und warten auf Gleise und Landschaft.

Interessensbereiche und Aktivitäten

Obwohl ich gebürtiger Westberliner bin und daher immer von DR umgeben war, habe ich die Bahn zuerst in Wessiland wirklich wahrgenommen - das hängt mir bis heute an. Ich finde vor allem das schön, was ich damals gesehen habe - und das war:

DB der achtziger und frühen neunziger Jahre.

Ohne die jeweiligen Vorbilder bisher wirklich erlebt zu haben muss ich feststellen, dass ich einen Faible für vierachsige Triebwagen habe:

- OHE Großraumtriebwagen - VT 627 - ETA 515 etc.

Letzterer hat für mich eine besondere Rolle. Nachdem schon ein Lima-Modell als Prototyp mit Akkupack, CD-Kamera und Videosender ausgerüstet ist, möchte ich dieses Projekt gerne weiterverfolgen:

- Videotriebwagen

Ansonsten finde ich Gefallen am Nachempfinden der spröden Betonarchitektur der Siebziger, die das Bild der DB bis heute entscheidend prägt. Der Betrieb und überhaupt die Treffen beim FREMO machen mir viel Spaß und ich denke in diesem Verein kann einem eigentlich nichts mehr passieren - es sei denn, man entwickelt sich zurück zur kreisförmigen Spielbahn. Nach oben sind die Grenzen anscheinend offen und nach unten gibt es ausreichend Toleranz.