Awanst Berg/Scheber

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Bis jetzt nur ne fixe Idee: wie aus zwei Anschließern an einer eingleisigen Strecke eine Awanst an einer zweigleisigen wurde. Allerdings verdichtet sich das Ganze allmählich zu einem ernstzunehmenden Projekt, was bei mir (Ermel) indes nicht viel heißen mag ...

Szenerie

scheberberg-2-sm.jpg

Bild 1: Die Module als Skizze. Größere Zeichnungen: ca. 1100 Pixel breit oder ca. 1800 Pixel breit.

Die beiden Anschlußstellen Felix Scheber (Tiernahrung) und Paul Heinrich Berg (Schrotthandel) lagen ursprünglich an einer eingleisigen Strecke, deren Verlauf die rote Linie in Bild 2 zeigt:

scheberberg-altestrecke.jpg

Bild 2: Ursprünglicher Streckenverlauf

Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke wurde der alte Streckenverlauf ebenso unterbrochen wie die alte Landstraße östlich des Scheber-Geländes. Das ehemalige Streckengleis wurde als Anschlußstammgleis an die neue Strecke angebunden. Die Anschlußweiche Berg wurde entfernt, die Strecke von dort nach Westen einschließlich der alten Kanalbrücke zurückgebaut und ein neues Umfahrgleis südlich des alten Streckengleises eingebaut. Die unterbrochene Landstraße wurde durch einen neugebauten Abschnitt ersetzt, der auf einem eigens angeschütteten Damm Höhe gewinnt, um die neue Bahnstrecke auf einer Straßenbrücke weiter östlich zu überqueren.

Das Gelände des Schrottplatzes fällt zum Kanal hin ab; am Ufer ist ein Schiffsanlegeplatz zum Ver- und auch Entladen von Schrott. Allgemein steigt das Gelände von Süden nach Norden hin an, am stärksten in der Mitte des dargestellten Abschnitts, an seinen Enden jedoch nicht (was den Übergangsprofilen geschuldet ist: Dammprofil am West-Ende, Flachprofil am Ost-Ende).


Gestaltung

Grundsätzliches

Von Thomas Woditsch kam die Idee, links eine Kanalbrücke einzubauen. Abgesehen davon, daß Bahn und Schiff sich immer gut vertragen, hat das mehrere Vorteile:

  • Man hat einen Grund, warum der östliche Anschluß des alten Strecken- und neuen Stammgleises an das neue Streckengleis realisiert wurde: der westliche wäre angesichts des begrenzten Platzes bis zur Brücke einfach zu eng geworden.
  • Man hat einen Grund, warum Berg auf so wenig Länge untergebracht ist (zwischen der Landstraße und dem Kanal) und sich trotzdem genau hier angesiedelt hat:
  • Berg bekommt eine Spundwand und zwei Festmachpoller drauf und kann dann auch Schiffe be- oder entladen, also tatsächlich einen schwunghaften Handel mit Schrott aufmachen. Also nicht nur lokal Schrott sammeln und per Bahn abfahren, sondern auch Schrott von umliegenden Schrottern ohne Wasserstraßenanbindung aufkaufen (und per Bahn geliefert bekommen) und dann schiffsladungweise verkaufen. Oder ne Schiffsladung hochwertigen Schrotts kaufen und dann portionsweise an örtliche Gießereien und kleine Stahlwerke weiterverkaufen (und per Bahn verfrachten).


Details Berg

scheberberg-berg.jpg

Bild 3: Schrottverwertung Paul Heinrich Berg

Der Schrottplatz ist gedachtermaßen sehr viel größer als der dargestellte Bereich, er erstreckt sich am Kanal entlang noch mehrere 100 Meter nach Süden. Das erklärt die Notwendigkeit eines großen Portalkrans und einer Wagendrehscheibe, mit der die O-Wagen auf das Kaigleis unter dem Kran gelangen. Rangiert wird dort angenommenermaßen mit einer Spillanlage; im Modell wird das alles aber nicht funktionsfähig. Um aber trotzdem größere Wagenmengen in den Anschluß zu kriegen, gibt es zwei Gleise; das nördliche dient eigentlich eher dem Zerlegen zu verschrottender Eisenbahnfahrzeuge und dem Verladen von schweren oder sperrigen Lasten auf Drehgestellwagen oder lange R-Wagen, die nicht auf die Drehscheibe passen. Außerdem werden hier gelegentlich Betriebsstoffe, etwa Gas für die Schneidbrenner oder Dieselkraftstoff für die Krane, entladen.

Die Büro-Bude (an der Einfahrt) ist höhergelegt, um einen Überblick über das Gelände zu ermöglichen. Ich denke da an einen alten Zirkuswagen oder sowas, aufgeständert auf eine aus irgendwelchen altbrauchbaren Stahlprofilen zusammengeschwartete Konstruktion. Der Raum unter ebenjener ist mit Zaunteilen oder sonstigen Metallgittern zum Hof hin abgetrennt und dient tagsüber als Hundezwinger. Daß die Bestien den Besuchern, die direkt daneben über eine Stahltreppe das Büro erreichen wollen, Angst und Schrecken einjagen, ist durchaus nicht unerwünscht -- so hat der Alte mehr Ruhe da in seinem Kabuff.

Auch noch in der Ecke sind die Bude mit den Gasbuddeln, der Dieseltank (vielleicht der Aufbau eines alten Kesselwagens?) und das Häuschen mit dem Herz zu finden. Weiter entlang der Mauer sind dann mit Bretterwänden Bansen abgeteilt, in denen besonders hochwertiger Schrott (Edelstahl, Buntmetalle, Batterien) und zu trennende Abfälle (Reifen, Kunststoffe) getrennt gelagert werden. Wie, wer sagte da gerade "Sondermüll"? Wir schreiben hier 1960, da war der Sondermüll noch nicht erfunden. Alles, was flüssig ist und brennt, geht eh in den Werkstatt-Ofen.

Die Werkstatt befindet sich am Modulrand etwa mittig und ist angeschnitten dargestellt. Hier werden Werkzeuge gelagert und gepflegt, Fahrzeuge gewartet und repariert, bestimmt gelegentlich auch mal ein Schrottauto besonders kostbarer Teile entledigt oder die Kreidler des Gesellen frisiert, alles was halt so an Kleinkram anfällt. Ansonsten bildet die Werkstatt aber auch die optische Trennung zwischen dem Schrottumschlag zum Kanal hin und dem eher beschaulichen Autofriedhof auf der anderen Seite.

Das Berg-Anschlußgleis ist am Tor bereits eingepflastert, so daß das Tor auch dem Lastwagen- und Fuhrwerksverkehr dienen kann. Kollisionen zwischen Straßen- und Schienenverkehr wird hier durch die althergebrachte Methode "langsam fahren und laut tröten" vorgebeugt. Die Weiche ist im Zungenbereich nicht eingepflastert, weil das zu schnell voll Dreck ist und im Winter auch gerne festfriert. Damit da kein Pferd reinstolpert und sich das Bein bricht (und dann zu den Nachbarn gebracht werden muß ;-), ist der Bereich durch schön scharfkantige, irgendwann mal gelb angemalt gewesene Eisenprofile, die man an den Ecken eingerammt hat, "gesichert".

Der große Schrottkran ist ein auf Schienen längs der Kaiwand verfahrbarer Portalkran (Modell vsl. von Kibri), dessen Aktionsradius logischerwiese bis übers Schiff und entsprechend weit landeinwärts reicht. Um die Wagen auf dem Nordgleis vernünftig be- oder entladen zu können, ist aber ein zweiter, mobiler Kran nötig. Den liefert dann wohl O & K (über den Großhändler Weinert, oder so ähnlich). Er hat einen ziemlich beeindruckenden Hochausleger und somit auch eine ordentliche Reichweite, aber mangels Strom keinen Hubmagneten, sondern einen Peiner Greifer. Wenn wirklich mal Wagen mit Greiferschrott auf dem Nordgleis be- oder entladen werden müssen, wird der Schrott dann mit dem Mobilkran zwischen den Wagen auf dem Nordgleis und einem Haufen zwischen den Gleisen, wo er in Reichweite des großen Krans liegt, bewegt.

Und last but not least hat Berg auch noch einen dritten Schrottkran, einen Fuchs 301. Der ist für Kleinkram zuständig, vorzugsweise in der südöstlichen "Auto-Ecke". Hier ist das Leben ruhiger, manch Wrack hatte durchaus Gelegenheit, ein wenig in den Boden einzusinken und pittoresk zu verunkrauten. Auch das Stapeln von Autowracks ist noch nicht sehr üblich. Zeittypisch liegt der Schwerpunkt hier bei Autos der Vorkriegs- und frühen Nachkriegszeit, die es auch eher zufällig hier anspült -- das große Geschäft mit den Unfallwagen machen inzwischen stadtnähere Betriebe, die dann u.U. mal gelegentlich einen Lastzug voll gepreßter Wracks zum Tonnenpreis an Berg verkaufen. Daß Berg überhaupt den Platz für eine Auto-Ecke hat, liegt darin begründet, daß er erstens Autofan ist und zweitens sein großer Portalkran eh nicht bis hierhin reicht.

Wenn Berg selber mal ein ausgebeintes Auto loswerden will, passiert das folgerichtig auf die eher rustikale Weise -- eine Schrottpresse lohnt nicht. Also wird, so noch vorhanden, der Motorblock per Fuchsbagger mit Schrottgreifer entfernt (die Älteren werden sich an entsprechende Szenen aus dem Vorspann der "Sesamstraße" erinnern) und der Rest dann mit einem schönen großen schweren flachen Eisenteil unter Zuhilfenahme des großen Schrottkrans und der Erdbeschleunigung komprimiert. Die so verflachten Karossen kommen dann mit auf den großen Blechschrottberg.

Der Junior wartet aber schon auf den Tag, an dem der Alte in Rente geht und er diesen ganzen ollen Gammel endlich in einer konzertierten Aktion plattmachen und verhökern kann, um auf dem gewonnenen Platz zum einen den dringend nötigen Werkstatt-Anbau hochziehen und zweitens ins Geschäft mit der Containervermietung einsteigen zu können. Jahrelang irgendwelche alten Autos im Freien vergammeln zu lassen ist doch romantischer Irrsinn! Aber noch ist es gottseidank nicht soweit ...

Details Scheber

scheberberg-scheber.jpg

Bild 4: Tiernahrungsfabrik Felix Scheber

Ursprünglich war das Werk des Herrn Scheber eine Tierkörperverwertung. Das erklärt nebenbei auch, warum sie hier draußen, abseits eines Bahnhofs, angesiedelt ist: würdest Du sowas in der Nachbarschaft wollen?

Das älteste Gebäude ist dasjenige links am Ladegleis. Früher wurden an seiner Bahnseite die Produkte verladen und an der Rückseite (die heute zur neuen Strecke zeigt) die Kadaver Rohstoffe angeliefert. Heute verwertet man keine frischen Tierkörper mehr, das Erdgeschoß dieses Gebäudes dient allein dem Versand und dem Empfang von Verpackungsmaterial: vorn Bahn, hinten Straße. Die Produktion befindet sich teils im 1. Stock, teils in dem westlich angebauten Flügel. Der war früher ein ganzes Stück länger, wurde aber im Zuge des Baus der neuen Bahnstrecke gekappt. Außer weiteren Verarbeitungsräumen sind hier auch die Sozialräume untergebracht; früher war das auch das Verwaltungsgebäude, und entsprechend pompös ist auch sein Eingang an der westlichen Grundstücksgrenze zum Parkplatz hin.

Um den abrißbedingten Raumverlust auszugleichen, wurde das Werksgelände im Osten erweitert. Hier standen zuvor ein paar kleinere Baracken, was weiß ich. Nach der Erweiterung wurde hier auf dem per Stützmauer zur Bahn hin befestigten neuen Grundstück ein brandneues zweigeschossiges Kühlhaus in Betonbauweise errichtet, wo die Schlachtabfälle Rohstoffe nunmehr mit Kühlwagen angeliefert werden -- fast alles per Bahn, aber eine kleine Kühllastwagen-Rampe an der Ecke neben dem Gleis gibt's auch. Nach einer ebenfalls hier durchgeführten Vorverarbeitung (erforderlichenfalls Zerkleinern etc.) werden die Leichenteile Rohstoffe dann vermittels einer im Werksslang sogenannten "Gulasch-Hängebahn" in natürlich geschlossenen Behältern zur Weiterverarbeitung ins Obergeschoß des Altbaus verfrachtet.

Hinter dem Kühlhaus steht dann noch das Werks-Kraftwerkchen, für das gelegentlich mal ein Kesselwagen mit Heizöl angeliefert werden muß.

Und in der Mitte des Hofes hat man erst vor einigen Jahren endlich die neue Verwaltung errichtet: mit immerhin drei Stockwerken das höchste Gebäude auf dem Hof, mit recht viel Glas im Stil der Neuzeit und ein deutlicher Kontrast zu den alten Ziegel- und inzwischen auch schon wieder recht schäbigen Betonbauten aus zweierlei Vorkriegszeiten.

Bloß Platz ist knapp bei Scheber, auf dem Hof parken können nur ein paar hohe Tiere (gleich rechts hinter dem Werkstor). Wegen der etwas verkorksten Gleisanlagen gibt es insgesamt drei Tore: das mittlere für die Lastwagen (und Limousinen), links eines fürs Ladegleis am Altbau und rechts fürs Kühlwagengleis ein Schiebetor quer über die Weiche, in der für dessen Stützrad eine entsprechende Laufbahn gepflastert ist.

Vermischtes

Neue Änderungen zum gezeichneten Plan

Hier sammeln sich die Änderungsideen solange, bis es genug werden, um die nächste Generation des Plans zu zeichnen. Wer Ideen einbringen will, den bitte ich, das in diesem Abschnitt zu tun und nicht unbedingt irgendwo im Fließtext, damit ich nicht den Überblick verliere. Danke!

Straßenverlauf

Zur Benennung: die Straße südlich von Scheber und östlich von Berg heißt im Folgenden "Scheberweg", die senkrecht verlaufende unterbrochene alte Landstraße östlich von Scheber heißt "Nord-Süd-Straße", und die neue östlich davon heißt einfach "die Bundesstraße". Früher war natürlich die Nord-Süd-Straße auch gleichzeitig Bundesstraße, logisch.

Die Idee ist, den Scheberweg nicht wie gezeichnet bei Scheber nach Süden vom Modul laufen zu lassen, sondern ihn entlang der Gleise weiterzuführen und in die Nord-Süd-Straße münden zu lassen. Bevor die Nord-Süd-Straße unterbrochen wurde, war das eigentlich der logische Verlauf: man kommt angenommenermaßen aus Richtung Norden daher, überquert die (alte) Bahnstrecke und biegt dann direkt Richtung Scheber und Berg in den Scheberweg ab.

Seit dem Bau der neuen Strecke ist das kniffliger, denn wenn man die auf der Bundesstraße überquert hat, befindet man sich ja noch in luftiger Höhe auf dem Straßendamm. Es hilft nix: man muß da noch ein paar hundert Meter weiterfahren, bis die Bundesstraße sich mit der Nord-Süd-Straße vereint, dann hartrechts in letztere abbiegen, die paar hundert Meter zurückfahren und dann nach links in den Scheberweg einbiegen. Daß das nicht optimal ist, weiß jeder; besonders Berg beschwert sich darüber auch regelmäßig beim Gemeinderat, aber für kostspielige Neutrassierungen des Scheberwegs fehlt eben schlicht das Geld.

Und warum das Ganze? Weil ich so eine Ausrede habe, warum die Nord-Süd-Straße überhaupt noch (teilweise) vorhanden ist und nicht längst im Zuge des Neubaus als Flächenausgleich der Landwirtschaft zum Unterpflügen überlassen wurde. Auf einen Naturschutz für Alleebäume kann ich mich 1960 ja nicht rausreden ...

Die Alleebäume bleiben so aber natürlich stehen, die Straßendecke endet aber an der ehemaligen Einmündung und heutigen Kurve. Das aufgenommene Straßenpflaster hat man einfach als Haufen auf die ehemalige Trasse gekippt, damit eventuelle Kurven-Überseher, die da des Nachts entlangbrettern, es möglichst nicht bis auf die Bahngleise schaffen. Und auf der Nordseite fehlt die Fahrbahn ganz, die Bäume hat der Landwirt aber als Windbrecher stehenlassen.

Und noch 'ne Straße

Wo wir schon mal dabei sind: Die Einmündung westlich von Scheber, heute Parkplatz, könnte auch mal eine Straße, oder vielmehr ein befestigter Feldweg, gewesen sein. Das muß ja dann nur auf der Nordseite ggf. irgendwie angedeutet werden; vielleicht steht an der Einmündung zum Scheberweg auch noch ein vergessenes Straßennamensschild "An der Gulasch" oder so herum ;-)

Weitere Anschließer

Es bietet sich geradezu an, das Schutzgleis ganz im Osten zu verlängern und dort einen weiteren Anschließer an die Awanst anzuklöppeln, oder? Natürlich nur optional, ein kleines Modülchen mit einem Prellbock als Schutzgleis-Ende ist ja als Alternative kein Problem. Der Anschließer, der mir da vorschwebt, ist das (beim Vorbild gleisanschlußfreie) Kalkwerk Wendessen. Nix Großartiges: Eine Weiche, zwei Stumpfgleise unter dem Landabsatz, ein herrlich verwahrlostes Gebäude für denselben, fertig. Hier sind ein paar Vorbildfotos vom Gebäude, das mittlerweile leider nicht mehr existiert -- aber immerhin bin ich ausnahmsweise mal rechtzeitig dagewesen!

Und noch viel vielleichter wird noch viel irgendwanner ;-) dann auch das Faguswerk noch zwischen dem gezeichneten Teil und dem Kalkwerk eingestoppelt werden. Spätestens dann reicht auch die Arbeit für einen Breuer-Traktor, den sich dann Kalk- und Faguswerk als Rangiergerät teilen werden.

Epoche

Sowohl der Schrott auf Bergs Gelände als auch die zahlreichen Baustile bei Scheber verwurzeln das Modul recht fest in der Epoche 3. Für Epoche 4 dürfte es aber trotz der dann schon sehr alten Autowracks auch brauchbar sein.

Sicherungstechnik und Gleise

Anschluß- und Schutzweiche sind verschlossen. Weitere Sicherungstechnik gibt es nicht, im Anschluß wird auf Sicht gefahren. Alle Weichen sind handgestellt. Die Weichen im Anschluß stammen von Tillig (lange Pilz-Elite), die Anschlußweiche ist eine maßstäbliche EW 300-1:9, die Schutzweiche eine EW 190-1:9. Die angenommenermaßen altpreußischen Tillig-Weichen ohne Doppelschwellen haben hier nur überlebt, weil es sich eben nicht mehr um ein von Zügen befahrenes Gleis handelt, in dem sie liegen. Insbesondere im Scheber-Anschluß, wo die Weichen ja auch noch zu IBW verbogen sind, gibt das schon ein mörderisches Gequietsche, aber wen interessiert's?

Alles, was aus alter Zeit stammt, liegt auf Stahlschwellen -- bis auf die verbogenen Weichen, die liegen auf Holz, weil man das leichter anpassen konnte beim Einbau. Die ehemalige Berg-Anschlußweiche mußte man nur um 180° drehen, um damit das neue Umfahrgleis anzubinden; die östliche Umfahrgleis-Weiche stammt als altbrauchbare Weiche von anderswo und könnte deshalb auch, wie das Umfahrgleis selber, auf Holzschwellen liegen.

Danke...

... an Balsine, Thomas Woditsch, Frank Wieduwilt und alle anderen, die ich hiermit schon genervt habe, für viele kluge Ideen und konstruktive Kritik.

Ermel