Argenthal

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Wie das immer so ist, wenn man auf etwas wartet, bekommt man in der Wartezeit lauter gute Ideen.

Da ich für mein Projekt Stromberg noch auf die Lieferbarkeit der RST-Stahlschwellenweiche und des Weinert-Gleis warte, kam mir der Gedanke, das noch vorhandene Tillig-Gleismaterial für einen kleinen Landbahnhof zu verwenden. Sinn der Übung ist Erfahrung sammeln im Modul- / Bahnhofsbau, Gleisverlegung, Ausgestaltung etc. ... So könnte ich ggf. ein paar Fehler beim Bau von Stromberg verhindern, die ich sonst zuerst dort machen würde.

Vorbild


Naheliegenderweise habe ich mich einfach ein bißchen auf der Strecke umgeschaut, an der Stromberg liegt und nur ein paar Stationen weiter findet man den Bahnhof Argenthal, der mir vor allem wegen des schönen EGs gut gefällt. Vorbild-Infos zum Bahnhof Argenthal findet man auf der sehr ausführlichen Hunsrückbahn-Homepage von Markus Göttert.

Gleisplan


Hier ein Überblick über die Gleispläne. Es sind 2 Pläne hinterlegt (1935 und 1964). Aus weiteren Informationen auf der genannten Homepage konnte ich die Gleispläne ca. 194x und 1962 ermitteln. Vor 1925 gab es in Höhe der Einfahrt von Ellern eine Verladeanlage mit Schmalspuranschluss (Feldbahn). Um 1900 befand sich eine Verladeanlage (Feldbahn) im Bereich der Ladestraße. In Gleis 3 gab es eine Gleiswaage.

Plan 1935:

                           Gleiswaage                                     GS 
		     |_________|__|______________________________________________|EG
			    /_____________________________________________X___________________________|
_____<__>_(BÜ)_____________/____________________________________________________________________\_______<__>____________
v/n     												             v/n
Ellern                                                                                                               Simmern


Plan 194x: In der Zeit des 2. Weltkriegs gab es ein 3. Durchfahrgleis sowie das neue Gleis 4 mit langer Laderampe, die wohl von der Wehrmacht gebaut wurde. Rechts und Links in Höhe der Einfahrweichen befanden sich kleine Wärterstellwerke.

       								       GS                                      
                       |________|__|___________3________________________________ |EG                
                 _____________/______________<_2_>________________________X________________________|                                  
_____<__>_(BÜ)__/____________________________<_1_>______________________________________________\_______<__>__________
v/n                         \________________<_4_>________________________________________________/                v/n 
Ellern                       \_________________5________________________________|	  		   Simmern	


Plan 1959: Das 3. Durchfahrgleis ist demontiert, man erkennt es aber noch am "freien" Schotterbett. An Gleis 2 gab es rechts noch eine kurze Laderampe, sowie an Gleis 3 links vermutlich noch die kurze Laderampe.

                                                                                                                                
                                                                               GS
                          |_ _ ___|__|___________________________________________|EG                
                 ____________3/__________________________________________X____________________ ___|                                 
_____<__>_(BÜ)_1/__________4___________________________________________________________________\2______<__>__________
v/n                         \
			     \__________________________________________________|	  			v/n
Ellern                                                                                                          Simmern 


Plan 1963: Die Überkreuzanbindung zum Güterschuppen wird im August 1963 rückgebaut. Vermutlich verschwanden zum gleichen Zeitpunkt die Anbindungen der beiden kurzen Laderampen an Gleis 2 und 3.

                                                                                                                                
                                                                               GS
                               ___|__|_________3________________________6________|EG                
                 ____________3/______________<_2_>_______________________\5___________________                                  
_____<__>_(BÜ)_1/__________4_________________<_1_>_____________________________________________\2______<__>__________
v/n                         \
			     \_________________4________________________________|	  			v/n
Ellern                                                                                                          Simmern 


Plan 1964: Die Anbindung zum Güterschuppen gibt es nicht mehr.

                                                                          GS                                              
                               ___|__|________3__________________________       EG                
                 ____________3/______________<_2_>________________________\5____________________                                 
_____<__>_(BÜ)_1/__________4_________________<_1_>______________________________________________\2______<__>__________
v/n                         \
			     \__________________4_______________________________|	  			v/n
Ellern                                                                                                          Simmern  

Betrieb

1957


Diese Züge verkehrten im Jahr 1957 (Sommer) in Argenthal (werktags):

Gleis Uhrzeit Zugnr. Von Nach Zuglok Wagenreihung Modellgarnitur Bemerkung
1 04:14 3807 Simmern Lalo 93.5 Ci Citr Ci Pwi 1
1 05:40 3809 Simmern FBGK 93.5 Ci Ci Citr Ci PwPosti 2
1 6:58/7:21 8120 FBGK Simmern 57.10-40 Ng 5
2 07:11 3812 Lalo Simmern 93.5 Post Pwi Ci Citr Ci 1+Post
1 07:50 3813 Simmern FBGK 93.5 Ci Citr Ci Pwi EK 1 EK=Leig?
1 08:20 13263 Simmern FBGK 57.10-40 Lz (Lpaz*) 5 Lok für Zug 8126
1 10:26 3853 Simmern SBKN Vt95 Vt95 3
1 10:50 3814 SBKN Simmern 93.5 Ci Ci Citr Ci PwPosti EK 2 EK=Leig?
1 11:21 8126 FBGK Simmern 57.10-40 Ng 5
2 12:01/12:07 8124 FBGK Simmern 50 Ng 6
1 12:33 3828 Lalo Simmern Vt95 Vt95 3
2 13:13 3817 Simmern SBKN Vt95 Vt95+Vb 3
1 13:10/13:17 5262 FBGN Trier 93.5 Leig 7
2 13:49/13:55 8129 Simmern FBGK 57.10-40 Ng 5
1 14:38 3816 FBGK Simmern 93.5 Pwi Ci Citr Ci 1
1 16:01 3819 Simmern Lalo Vt98 Vt98+Vb 4
1 16:58 3823 Simmern Stromberg Vt95 Vt95+Vb 8
2 17:59 3818 SBKN Simmern Vt95 Vt95+Vb+Vb+Vt95 3+8
1 17:56/18:20 8119 Simmern FBGK 50 Ng 6
1 18:34 3821 HERM FBGK 93.5 Ci Citr Ci Pwi Post 1+Post
1 18:59 3820 SBKN Simmern Vt98 Vt98+Vb 4
1 21:16 8132 FBGK Simmern 50 Ng 6
1 22:01 15099 Simmern Simmern 57.10-40 ÜG 5 Übergabe (Rückfahrt als Lz nach Sim)
1 22:51 3822 FBGK Simmern 93.5 Pwi Ci Citr Ci 1
2 23:45/0:00 8119 Simmern FBGK 50 Ng 5+6 Mit Schublok 57.10-40 bis Argenthal. Lok zurück nach Simmern
2 00:42/0:45 5261 Trier FBGN 93.5 Leig 7
  • Lpaz = Leer mit Gepäckwagen fahrende Lokomotiven

Lalo= Langenlonsheim FBGK=Bingerbrück (über Lalo) FBGN=Bingen (über Lalo) HERM=Hermeskeil (über Simmern) SBKN=Bad Kreuznach (über Lalo)
Benötigter Fuhrpark:

Garnitur Zuglok Reihung
1 93.5 Ci Citr Ci Pwi
2 93.5 Ci Ci Citr Ci PwPosti (+EK)
3 Vt 95 (+Vb)
4 Vt 98 Vb
5 57.10 Ng/Üg
6 50 Ng
7 93.5 Leig
8 Vt 95 Vb


Loks:

  • 3x 93.5 (1,2,7)
  • 2x Vt95+Vb (3,8)
  • 1x Vt98+Vb (4)
  • 1x BR 57.10 (5)
  • 1x BR 50 (6)*


Wagen (Personenzüge):

  • 5x B3itr von Fleischmann, 5061 ff.
  • 2x Bid (ex Cid 21) von Brawa 45757 und 45757
  • 1x PwPosti von Fleischmann 5060
  • 1x Pwi 31a von Tillig 74804
  • 1x Post3 von Electrotren 6222, Sachsenmodelle 74698 (Heimatbhf. Trier) oder Brawa 45004


  • *:Wie Augenzeugen (nämlich der Fahrdienstleiter Ende der 50er Jahre) berichten, wurde in den Plänen der BR 50 vom Bw Bingerbrück aus auch die BR 56.2 eingesetzt, um die 50er als Reserve für die schweren Züge an Rhein und Nahe vorzuhalten. Die 56.2 kam leidlich klar. Wenn es mal einen etwas schwereren Zug gab, kam es vor, daß die 56.2 den Anstieg von Simmern nach Argenthal nicht schaffte. Dann wurde ein Teil des Zuges abgekuppelt und erst am folgenden Tag mitgenommen.

Umsetzung ins Modell


Der Bahnhof hat im Vorbild eine Länge von ca. 500m von Einfahrweiche zu Einfahrweiche, was in H0 auf ca. 5,7m Länge käme. Die Weichen sind laut dem Plan von 1935 alle 1:9er.


Ich habe zu den Gleisen, Schwellen und Weichen folgende Infos erhalten, die für den Zustand Ende der 50er / Anfang der 60er Jahre zutreffen:

Weiche 1 Holzschwellen 500 1:12
Weiche 2 Stahlschwellen 300 1:9
Weichen 3 - 5 Stahlschwellen 190 1:9
Gleis 1 Reichsbahn-Oberbau K mit S49-Gleisprofilen, ausschließlich Stahl-Breitschwellen!
Gleis 2 Reichsbahn-Oberbau K mit S49-Gleisprofilen, mit Stahlschwellen und Stahl-Breitschwellen
Gleis 3 Stahlschwellen preuß. Oberbau F6
Gleis 4 Holzschwellen preuß. Oberbau F6


Als Weichen kommen die Tillig EW6 zum Einsatz, da ich diese noch liegen habe. Sie waren ursprünglich für den Bau von Stromberg beschafft worden. Da ich dort aber maßstäblich mit RST und Weinert bauen werde, sind die Tillig-Gleise übrig. Außerdem habe ich noch eine 300 1:9 von "Weichen-Walter" Völklein, die als Einfahrweiche zum Einsatz kommen wird. Die Tillig-Weichen werden so umgebaut, daß sie Doppelschwellen haben.
Daraus ergibt sich die Verwendung folgender Modellweichen:

Weiche 1 Holzschwellen 300 1:9 (Selbstbau / Walter Völklein)
Weiche 2 - 6 Holzschwellen 190 1:9 (Tillig EW6, Umbau auf Doppelschwellen)
Gleis 1 - 3 Tillig Flexgleis Code83 mit Stahlschwellenrost
Gleis 4 Tillig Flexgleis Code83 mit Holzschwellenrost


Da Gleis 1 komplett und Gleis 2 zum Teil aus (Reichsbahn-) Stahl-Doppelschwellen besteht (wurden vermutlich aus einer Hauptstrecke ausgebaut und im Hunsrück wieder eingebaut), werde ich dazu Tillig-Stahlschwellenroste in einzelne Schwellen zerlegen und diese jeweils paarig zu einer Doppelschwelle verbinden. Wozu mir leider noch keine gut umsetzbare Lösung eingefallen ist, ist die darstellung der preuß. Stahlschwellen. Diese unterscheiden sich in der Optik ein wenig von den Reichsbahn-Stahlschwellen durch einen schmalen umlaufenden "Rand". Der Schwellenabstand beträgt (nachgemessene) 90cm bei den Doppelschwellen in Gleis 1. Ich gehe davon aus, daß es in Gleis 2 genauso war. Die Weiche 2 wurde vor vielen Jahren ausgebaut und an der Stelle liegen jetzt Einzel-Schwellen mit einem Abstand von 73cm. Dieser Abstand kommt mir ungewöhnlich hoch vor, so daß ich davon ausgehe, daß der Schwellenabstand im Bahnhof dem in Stromberg entspricht: 67cm. Auf der Strecke scheint es auf der Hunsrückbahn üblicherweise einen Schwellenabstand von 63cm zu geben.


Für die Gleise 3 und 4 hatte ich zunächst überlegt, den preuß. Oberbau durch Verwendung von flacheren Gleisprofilen darzustellen. Hier wäre max. Code75 möglich, um noch NEM-kompatibel zu bleiben. Da man den Unterschied aber sowieso kaum sieht, werde ich stattdessen den Schwellenabstand vergrößern, wie es in Nebengleisen (Gleise 2./3. Ordnung) häufig der Fall war.

So paßt es ganz gut mit dem vorhandenen Material (4x W6 plus die 300er; 2x EW6 werden beschafft).


Da 5,7m für einen solchen Bahnhof schon recht lang sind, werde ich ihn etwas verkürzen. Nachdem ich das ganze mal mit einem CAD-Programm gezeichnet habe, komme ich jetzt auf 1 Modul mit 15° Winkel für die linke Einfahrt in der Kurve und anschließend 4 geraden Kästen mit 1m Länge. Die 2 noch vorhandenen EW5 werde ich doch nicht benutzen. Ich hatte vor, diese so umzubauen, daß sie zu einer 190 1:7,5 werden. Aber aus der EW5 kann man eigentlich nur eine 190 1:6 bauen, da der abzweigende Strang einen durchgehenden Radius auch nach dem Herzstück hat. Für eine 190 1:7,5 müßte ich Tilig EW6 umbauen. Da kann ich aber auch gleich dem Vorbild entsprechend alle Weichen als 190 1:9 bauen. Der Bahnhof hat im Original etwa auf Höhe des EG einen ganz leichten "Knick", den ich nicht nachbilden werde. Gerade Kästen sind einfacher zu bauen und wegen einer Kurve mit Winkel 2° und Radius 1000m mache ich mir nicht den Stress mit einem Spezial-Kasten. Was mir allerdings beim nochmaligen Betrachten des Original-Gleisplans von 1935 aufgefallen ist sind die Gleisabstände. Die sind ein wenig anders als von mir angenommen und wegen dem Bahnsteig gibt es eine Verschwenkung, um von 4,95m auf 6,10m Gleisabstand zu kommen. Das habe ich mittlerweile im CAD angepaßt und ich finde, das gibt dem Bahnhof noch ein wenig Charakter. Wird also wahrscheinlich umgesetzt.


Das Gleis zum Güterschuppen habe ich in den Plänen von 1962 und 1964 gestrichelt gezeichnet. Es war zu dieser Zeit wohl schon abgebaut. Ich werde es aber trotzdem bauen, weil es einfach typisch für einen kleinen Landbahnhof ist und die Verladung von Stückgut einen höheren Spielwert im Fremo-Betrieb darstellt.

Update 02.11.2011: Wie ich jetzt dank Markus Göttert herausgefunden habe, wurde zunächst im August 1963 nur die Überkreuzanbindung zum Güterschuppen abgebaut. Die Anbindung des Güterschuppens wurde dann erst ca. ein Jahr später (1964) rückgebaut. Somit ist mein Bauzustand vorbildgerecht für die Zeit August 1963 bis 1964.


Das 3. Durchfahrgleis, daß es ab Ende der 30er Jahre bis nach dem Krieg gegeben hat, wäre natürlich für den Betrieb im Fremo hilfreich. Andererseits sieht es auch interessant aus, wenn man nur noch das alte Schotterbett nach dem Abbau dieses Gleises erahnen kann. Und so will ich es umsetzen, also der oben gezeigte Gleisplan von 1964.


Da ich den Zustand in den 50er/60er-Jahren darstellen möchte, werden die beiden Einfahrweichen ferngestellt mit "The Mole" Weichenstellmotoren von Proto87 (erhältlich bei Modellbahn Exklusiv), und die restlichen Weichen mit Handstellvorrichtungen (ggf. mit Schloß und Folgeabhängigkeiten) versehen. Gleissperren nehme ich von Weinert. Da es bis Anfang der 60er-Jahre noch Ein- und Ausfahrsignale gab, werden an passender Stelle Wattenscheider-Schächte eingebaut. In diese kann man dann alternativ Signale oder Trapeztafeln / Blindstücke einsetzen.

Update 02.11.2011: Wie ich dank Markus Göttert herausgefunden habe, gab es Ausfahrsignale nur in Richtung Ellern. In Richtung Simmern gab es das nie. Die Ausfahrsignale waren mit dem BÜ kurz hinter dem Bahnhof gekoppelt, so daß mit einer Ausfahrt automatisch der BÜ eingeschaltet wurde. Außerdem gab es im Bahnhof, noch vor den Ausfahrsignalene, 2 BÜ-Überwachungssignale. Auch dafür werden Wattenscheider Schächte vorgesehen.


Das EG mit Güterschuppen ist ein für die Hunsrückquerbahn typisches Bauwerk, daß als "mittleres Empfangsgebäude" benannt wird. Gebäude nach dem gleichen Bauplan (mit jeweils kleinen Abweichungen) stehen in mehreren Bahnhöfen entlang der Strecken im Hunsrück. Das EG Argenthal existiert noch und befindet sich heute im Privatbesitz. Dieses Gebäude soll im Eigenbau aus Pappe, PS und/oder MDF entstehen. Denkbar wäre, die Wandteile zu lasern oder zu fräsen, was genauer als selbst zurechtschnippeln wird. Knifflig wird die Nachbildung des Schieferdachs und der Schiefer-Wandverkleidungen. Da habe ich noch keine überzeugende Nachbildung auf dem Markt gefunden.


Die Bahnsteiglänge betrug im Original ca. 90m, was in H0 ca. 1m Länge ergibt. Die Bahnsteigkanten dürften, wie im Hunsrück üblich, einfache Betonbahnsteigkanten gewesen sein. Solche wurden im Hunsrück in den 30er Jahren flächendeckend verbaut. Da gibt es was schickes von Vampisol.


Eine nette Idee wäre die Andeutung einer Steigung. Argenthal liegt "oben auf dem Berg" und in beiden Richtungen hat die Strecke ein Gefälle von bis zu ca. 1:40. Es wäre denkbar, dieses Gefälle wie etwa im Bahnhof Epterode von Lars-Christian Uhlig umzusetzen. Das Gefälle beginnt im Original aber nicht direkt im / am Bahnhof, so daß man sich dies auch schenken kann.


Modulbau


Um Gewicht und Transportplatz zu sparen, werden flache Modulkästen gebaut. 4 gerade Kästen mit 1m Länge und 50cm Breite, sowie ein Kasten mit Winkel 15° und einer Länge von ca. 1,25m und 50cm Breite.


Die Seitenwände und Querspanten der Kästen werden aus 9mm Birke Multiplex-Sperrholz gebaut. An den beiden Bahnhofs-Enden (Übergang zur Strecke) setze ich das Fremo-Kopfstück F96 ein. Die Kopfstücke habe ich von Harald Brosch als gelasertes Teil aus 13mm Pappel gekauft. Die Kopfstücke der Bahnhofs-Internen Übergänge werden aus 12mm Birke Multiplex bestehen. Die 4 Bahnhofskästen werden oben mit einem Deckel aus 9mm Birke Multiplex verschlossen. Auch wenn die Kästen dadurch etwas schwerer werden, gewinnt man dadurch nochmal Stabilität. Und in diesem Bereich liegen sowieso 4 (bzw. mit dem abgebauten 3. Durchfahrgleis 5) Gleise nebeneinander, plus EG mit Güterschuppen, Freiladestraße und Laderampe. Ein exakt zugeschnittenes Trassenbrett wäre wohl kaum leichter.


Im CAD sieht das ganze derzeit wie folgt aus, schon mit grob eingezeichneter Sicherungstechnik: Argenthal_CAD_klein.jpg


5.März 2011:


Heute wurden 8 Seitenteile, 8 Kopfstücke, 8 Querstreben und erstmal nur 1 Deckel vorbereitet. Mit einem Oberfräsentisch (billiges China-Teil, Baumarkt-Ware) habe ich Nut-Feder-Verbindungen hergestellt, mit denen die Teile später verbunden werden. Des weiteren wurde an der Oberkante der Teile ebenfalls eine Nut ausgefräst, in die dann der Deckel versenkt eingebaut wird.


Da mir noch ein Fräser fehlt (bestellt, aber nicht rechtzeitig geliefert), konnte ich die Nuten für die Querstreben in den Seitenteilen noch nicht fräsen. Das wird nachgeholt, sobald der Fräser da ist und die Oberfräse wieder funktioniert. Ich hasse China-Kugellager, die fest gehen...

26.März 2011:


Nachdem ich mir eine neue Oberfräse gekauft habe (die alte war dann leider doch mausetot - nicht mehr zu retten), konnte ich heute mit dem Modulbau weitermachen. Da nun auch Fräser mit 5mm Durchmesser da sind, habe ich die Seitenteile für 2 der 4 geraden Module mit Nuten für die Querspanten aus 9mm Birken-Sperrholz versehen. Anschließend noch 2 Deckel aus 9mm Birken-Sperrholz eingepaßt und in den kommenden Tagen kann ich dann diese 2 Kästen schon zusammenbauen.


Bevor ich die Querspanten für die anderen beiden geraden Module einpasse, muß ich zuerst schauen, wo genau die Weichen-Handbetätigungen mit Schlössern hinkommen und deren Platzbedarf berücksichtigen. Sonst ist nachher ein Querspant im Weg. Das heißt, ich sollte mich die Tage mal um die Beschaffung der notwendigen Schlösser kümmern, bevor ich mit Modulbau weiter mache.


Zwischenzeitlich sind auch die bestellten Weichen, Gleise und Gleissperren eingetrudelt.


08.Mai 2011:


Die Pause seit dem letzten Eintrag war etwas länger, da ich bei dem schönen Wetter in den letzten Wochen auch noch andere Dinge zu tun hatte. Aber heute habe ich die beiden geraden Modulkästen der rechten Seite zusammengebaut. Also Einfahrt aus Richtung Simmern und den Kasten links daneben. Die Deckel sind noch nicht eingebaut, da sie noch nicht ganz passen. Da muß an den beiden langen Seiten noch ca. ein halber Milimeter abgeschliffen werden, damit sie sich versenken lassen. Keine große Sache - wird in den nächsten Tagen erledigt.


Als nächstes will ich dann die beiden anderen geraden Modulkästen bauen. Dazu sollte ich jetzt endlich mal die Schlösser bestellen. Immerhin liegt die Liste schon hier vor mir, so daß ich nur noch beim Lieferanten anrufen und meine Wünsche durchgeben muß.
Bevor ich die beiden weiteren Kästen zusammenbauen kann, muß ich zuerst die Position der Handstellvorrichtungen für die Weichen und Gleissperren auf den Seitenteilen anzeichnen und aussägen. Davon hängt dann auch die Position der Querspannten ab. Welche ich evtl. aufgrund des sehr engen Platzangebots ganz weglassen könnte. Die Modulkästen bekommen ja Deckel, so daß sie eigentlich steif genug sein müßten.


21.Mai 2011:


Heute habe ich endlich Zeit gehabt, an den beiden halbfertigen Kästen weiter zu arbeiten. Die Deckel wurden eingepaßt. Dazu mußte ich mit dem Bandschleifer seitlich ein bißchen wegschleifen und mit der Oberfräse noch ein wenig nacharbeiten. Daraufhin haben die Deckel prima reingepaßt und konnten auch gleich verklebt und verschraubt werden. Außerdem wurden noch Löcher mit 50mm Durchmesser in die beiden Querspanten gebohrt (Lochsäge), damit man später beim Aufbau auch die Kabel gut verlegen kann, ohne daß sie unterm Modul blöd herumhängen.


Anschließend wurden die Schraubenlöcher und sonstige kleine Unebenheiten verspachtelt und verschliffen. Morgen sollen die beiden Kästen mit Vorstreichfarbe grundiert werden und nächste Woche kann ich dann den Anstrich mit Bootslack erledigen.


22.Mai 2011:


Heute wurde doch nicht grundiert. Zum einen mußte ich doch noch ein bißchen Schleifarbeit durchführen, damit die Kästen an den Kopfstücken sauber anliegen. Zum anderen ist mir eingefallen, daß es sinnvoller wäre zuerst die Gleisunterlagen auszusägen und aufzukleben. Dann muß ich nicht 2 mal den Pinsel schwingen. Daher habe ich heute nochmal den CAD-Plan durchgeschaut und mit dem Bleistift die Gleismittelachsen auf dem ersten Kasten (Einfahrt aus Richtung Simmern) markiert.


31.Mai 2011:


Am Wochenende habe ich die beiden bereits gebauten, geraden Kästen mal auf die Beine gestellt und probeweise miteinander verbunden, so wie es später vorgesehen ist. Nach ein paar kleineren Anpassungsarbeiten lassen sich die beiden Kästen jetzt gut miteinander verbinden und die kleine Sprungschanze am Übergang habe ich auch in den Griff bekommen.


Als nächstes habe ich jetzt im CAD ermittelt, wie breit die Sperrholz-Unterlagen für die Trassen sein müssen und diese heute im Baumarkt zuschneiden lassen. Diese Platten werden als nächstes so ausgeschnitten, daß nur dort Material übrig bleibt, wo Gleise liegen. Dazu muß ich den Gleisverlauf auf den Platten markieren und mit der Stichsäge aussägen.


Desweiteren habe ich heute die Weichenstellvorrichtungen im CAD konstruiert und gezeichnet. Im Prinzip wie die Outbus-Antriebe, nur halt von mir selbst gebaut. Die Schlösser sollen laut Lieferant noch diese Woche mit der Post kommen. Ich bin gespannt. Jedenfalls kann ich jetzt auf den Seitenteilen der beiden weiteren geraden Kästen die Aussparungen aussägen. Dann kann ich einen Platz für die Querstreben suchen und die dafür nötigen Nuten mit der Oberfräse einbringen.


Und wenn das alles gut geklappt hat, werden die beiden Kästen auch gleich zusammengebaut.


1.Juni 2011:


Heute habe ich kurzentschlossen nochmal Holz gekauft. Ich hatte bei der Planung und Ausführung einen kleinen Denkfehler, der zu einem nicht optimalen Ergebnis bei den beiden ersten Kästen geführt hat. Nichts schlimmes. Ich hatte ursprünglich die Maße so geplant, daß man den Deckel oben auf die Seitenteile auflegt. Zwischenzeitlich kam ich auf die grandiose Idee, daß versenkte Deckel was tolles wären. Dazu hätte ich aber die Seitenteile 9mm höher machen müssen, was ich nicht gemacht habe. Somit sind auf den ersten beiden Kästen jetzt 9mm hohe Trassenunterlagen nötig. Bißchen hoch, näch'?

Heute habe ich daher neue Deckel gekauft, die oben drauf passen. Dazu nochmal Seitenteile und ran ans Werk. Wie gehabt mit der Oberfräse Nut-Feder-Verbindungen für Kopfstücke und Querstreben hergestellt. Der erste Kasten ist schon zusammengebaut. Was noch fehlt ist der Deckel und die Beinhalter.

Morgen wird weiter gemacht und auch der zweite Kasten gebaut. Wenn alles gut läuft, kann ich morgen 4 Kästen probeweise aufbauen.


Außerdem will ich morgen die Grundplatten / Trägerplatten für die Weichenbetätigungen zuschneiden. Bei OBI fand ich gestern beim Möbelzubehör weiße Porzellan-Knäufe, die sehr gut in der Hand liegen. Die will ich für die Betätigung verwenden. Da wo die Grundstellung gedrückt ist, sollen sie wie üblich schwarz sein, was ich mit Porzellan-Farbe von Marabu haltbar bewerkstelligen will.


5.Juni 2011:


In den letzten Tagen ging es weiter vorran. Die beiden neuen Kästen sind gebaut und ich bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Beide Kästen schön gerade und der Deckel oben drauf macht das ganz schön stabil. Gestern und heute wurden die Kästen schon grundiert und lackiert. Das Ensemble der 4 geraden Kästen wurde zur Probe aufgebaut, wie im Modellbahn-Frokler-Blog schon zu lesen war. Hier die Bilder:
Modulkaesten_1-600x450.jpg Modulkaesten_2-600x450.jpg


Heute habe ich das letzte fehlende Modul für die linke Ausfahrt Richtung Ellern angegangen. Da dieses keine 90°-Ecken hat, habe ich die Dreiecke für die Eckversteifung im CAD gezeichnet, ausgedruckt und auf 9mm Sperrholzplatten aufgeklebt. Nachdem ich sie mit der Stichsäge nah am Endmaß ausgesägt habe, wurden sie mit einem falschrum auf den Tisch gespannten Bandschleifer auf Endmaß geschliffen. Das ging erstaunlich gut und schnell. Der Rahmen des Kastens ist fertig. Was jetzt noch fehlt sind die Querspanten und das Trassenbrett. Letzteres hätte ich heute schon eingepaßt, wenn der Obi-Mann dieses auf das gewünschte Maß gesägt hätte. Hat er aber nicht. Ist schon ein paar Wochen her, also zu spät um sich noch zu beschweren. Naja, morgen werde ich also nochmal in den Baumarkt gondeln und mir ein passendes Brett zuschneiden lassen. Bei der Gelegenheit lasse ich mir nochmal einen Deckel für ein gerades Modul sägen. Der 2. gerade Kasten aus der ersten Bauserie ist nicht so toll geworden, so daß ich diesen neu bauen werde. Holz ist noch genug da, nur der Deckel fehlt.


Auch für die Weichenstellmechaniken habe ich am Freitag Material beschafft. Bei Obi fand ich sehr ansprechende Porzellan-Knäufe mit M4-Innengewinde. Diese werden mit 4mm Messingstangen verbunden, um die Weichen und Gleissperren zu bedienen. Wenn die Schlösser endlich mal geliefert werden, kann ich damit loslegen.


10.Juni 2011:


Alle Kästen sind soweit fertig gebaut, grundiert und lackiert (bei zweien muß noch die Innenseite weiß lackiert werden). Somit kann ich die Kästen am Wochenende auf die Beine stellen und nochmals zur Probe zusammenschrauben. Wenn da alles gut aussieht, kann ich die Gleisverläufe anzeichnen und evtl. sogar schonmal alle Gleise und Weichen provisorisch verlegen. Dann werden auch die genauen Positionen der Stellmechaniken und der Stellschwellen-Mechanik von M.Weinert angezeichnet.


Gestern habe ich außerdem einen ersten Prototypen vom Empfangsgebäude (EG) Argenthal lasern lassen. Dazu habe ich 3mm Finnpappe für den Unterbau verwendet. Darüber kommt dann eine äußere Schicht aus PS-Mauerplatten im Erdgeschoß (Kibri-Mauerplatte), Graupappe zur Darstellung der verputzten Wände im 1. Stock und die Schiefer-Verblendung vom 2. Stock und Dach soll aus Foto-Karton entstehen. Erwartungsgemäß gab es natürlich ein paar kleine Fehler in der Konstruktion, die es zu optimieren gilt. Desweiteren wird auch der Stellwerksvorbau und der Güterschuppen in gleicher Bauweise entstehen.


13.Juni 2011:


Die 5 Kästen sind fertig lackiert und wurden heute nochmals zur Probe aufgebaut. Das sieht dann so aus:
Argenthal_Rohbau_fertig_1-600x450.jpg Argenthal_Rohbau_fertig_2-600x450.jpg


Jetzt kann endlich mit dem Gleisbau angefangen werden. Und die Schlösser für die Weichenbetätigungen sollen auch diese Woche kommen (hoffentlich).


Als Vorbereitung habe ich heute schonmal einige Tillig-Stahlschwellenroste in einzelne Schwellen zerschnippelt und die Kleineisenlosen Schwellen aussortiert. Aus den einzelnen Schwellen werde ich jetzt in "Serienproduktion" Doppelschwellen für Gleis1 und 2 herstellen. Und die restlichen Tillig-EW6 wollen noch auf Doppelschwelle umgebaut werden.


26.Juni 2011:


In den letzten Tagen ist nicht allzuviel passiert. Die Gleise liegen noch nicht wie geplant auf den Kästen. Erstmal muß ich die Doppelschwellen für Gleis 1 bauen. Aus den einzelnen Schwellen habe ich immer 2 Stück zu einer Doppelschwelle zusammengeklebt. Dazu müssen beide Schwellen jeweils auf einer Seite mit der Feile durch mehrere Feilenstriche geglättet werden, um eine ebene Klebefläche zuerhalten. Dann fädele ich eine Schwelle auf 2 Schienenprofile auf, bringe auf der zweiten Schwelle Kleber (Ruderer L530) auf und fädele diese ebenfalls auf die Schienenprofile auf. Das ganze wird auf einer Glasplatte aufgelegt und ausgerichtet. Während das Ensemble trocknet, kann man schon das nächste Schwellen-Paar vorbereiten. Das ist jetzt nicht unbedingt eine Arbeit, auf die man sich freut. Aber man macht das ja nicht ewig.


Um die Schwellen dann nachher anständig mit richtigem Abstand ausrichten zu können, habe ich mir einen "Schwellenkamm" aus 3mm Finnpappe auslasern lassen. Das funktioniert sehr gut und evtl. lasse ich das Ding nochmal aus Acryl auslasern.

Hier ein Bild, auf denm man die Doppelschwellen sehen kann.
Doppelschwellen_1.jpg


An dem gelaserten EG habe ich auch weiter gemacht, aber da muß ich noch etwas mehr Arbeit reinstecken. Der zweite Versuch war schon recht erfolgreich. Ich habe noch einen Zwischenboden für den 2. Stock eingezogen, der die Wände stabilisiert. Am Treppenhaus und am Stellwerksvorbau müssen noch ein paar Änderungen und Maßkorrekturen gemacht sowie das Dach des Treppenhauses konstruiert werden. Und der mittlerweile mit dazu konstruierte Güterschuppen hat im ersten Anlauf nicht gepaßt, da sich mehrere gravierende Fehler eingeschlichen haben. Aber auch das ist schon in Überarbeitung und ich hoffe, daß der 3. Versuch dann schon nah am Ziel dran ist.


Das Ergebnis des 2. Versuches sieht so aus:
Versuch2_EG_1.jpg


In den kommenden Tagen bin ich beruflich unterwegs, werde aber abends noch ein paar Doppelschwellen bauen, damit ich spätestens in 2 Wochen endlich den Gleisbau starten kann.


12.Juli 2011:


Zwischenzeitlich ist nicht viel passiert. Momentan fokusieren sich die Aktivitäten voll auf den Doppelschwellenbau. Das braucht natürlich seine Zeit, da eine größere Menge hergestellt werden will. Nebenbei hat das den Schwellenrost-Bestand doch stärker aufgezehrt, als ich dachte. Daher wurden heute nochmal Tillig-Stahlschwellenroste nachbestellt.


Und man glaubt es kaum: Heute kam endlich das Päckchen von der Firma Junie mit den Schlössern. Hat ja nur 2 Monate gedauert, bis sie es hinbekommen haben. Die Leute bei Junie waren jedenfalls sehr verwundert, das beim ersten Sendeversuch mit DPD der DPD-Paketmann das Päckchen nicht in einer DHL-Packstation abgeben konnte. Wer hätte das gedacht...?  ;-)


Gleisbau

13.August 2011:


Diese Woche war es endlich soweit: Gleisbau in Argenthal! Ich hatte mir 3 Tage frei genommen und bekam tatkräftige Unterstützung vom "badischen Gleisbautrupp". Zu zweit geht sowas einfach besser und auch zügiger. So konnten wir in 3 Tagen den größten Teil der Gleise auf den Kästen verlegen.


Angefangen wurde mit Gleis 1, welches aus Doppelschwellen besteht. Dazu hatte ich vorab einen größeren Vorrat aus Tillig-Stahlschwellen-Rosten angefertigt. Schwellenrost in einzelne Schwellen zerschnippelt, die kleinen Nasen abgeknippst, dann je 2 Schwellen auf einer Seite mit der Feile glatt gefeilt und schließlich zusammenkleben.


Gleis 2 ist nur zwischen den Weichen 3 und 5 fertig verlegt. Diesen Abschnitt haben wir mit Tillig-Stahlschwellen ohne Doppelschwellen gebaut. Die Überkreuz-Anbindung zum Güterschuppen ist ja ca. 1963/1964 ausgebaut worden, so daß in dem Abschnitt vermutlich durchgeschweißt wurde. Ergo, keine Doppelschwellen nötig, da keine Stöße vorhanden.


Gleis 3 ist komplett fertig. Hier wurden Tillig-Stahlschwellen mit Doppelschwellen alle 17,2cm (=15m Gleis beim Vorbild) verlegt. Der Schwellenabstand wurde auf eine Vorbildmaß von 67cm vergrößert (Tillig Original entspricht etwa 62cm). Dazu hatte ich mir vor einer Weile einen Gleiskamm gelasert, der auf einer Seite für durchgehend Doppelschwellen (90cm Abstand) und auf der anderen Seite eben mit 67cm Abstand plus Doppelschwelle alle 15 m angefertig wurde.


Gleis 4, das lange Abstellgleis, wurde dann zur Abwechslung mit Tillig-Holzschwellen gebaut. Ebenfalls 67cm Vorbild-Schwellenabstand wie in Gleis 3. Auch hier wieder die gleiche Vorgehensweise wie bei den Doppelschwellen in Gleis 1 und den Stahlschwellen in Gleis 3: 1. Schwellenroste in Einzel-Schwellen zerlegen; 2. Doppelschwellen in ausreichender Anzahl anfertigen; 3. Alle Schwellen in passender Anzahl auffädeln (dazu braucht es Geduld); 4. Gleis aufkleben und Schwellen mit dem Kamm ausrichten.


Die Weichen wurden fürs erste nur provisorisch eingebaut und mit Schrauben plus Unterlegscheiben gesichert. Da muß ich noch die verschiedenen Kabel anbringen Zwecks Polarisierung, Weichenmechanik usw. ... Und ich möchte etwas schöneres als die Tillig-Stellschwellen, welche mich optisch nicht überzeugen können. Da werde ich etwas aus Messing-Profilen und -Draht bauen.


Die Gleise wurden größtenteils schon mit Kabeln versehen, welche momentan unterm Modul unmotiviert rumhängen. Da muß dann in der nächsten Zeit eine "Hauptleitung" gezogen und die einzelnen Adern angeschlossen werden.


Was jetzt noch aussteht sind die Ausfahrt nach Ellern (Gleise sind schon vorbereitet und müssen nur noch befestigt werden) und der Teil von Gleis 2 zwischen den Weichen 2 und 5. Dazu muß ich dann nochmal eine Runde Doppelschwellen bauen, da ich nicht genug vorgefertigt hatte.

Hier dann noch ein paar Fotos vom aktuellen Stand:
Gleisbau_Argenthal_4.JPG
Im folgenden Bild von links nach rechts: Gleis 4 (Holzschwellen, vergrößerter Schwellenabstand), Gleis 1 (Doppelschwellen), Gleis 2 (Tillig-Stahlschwellen) und Gleis 3 (Tillig-Stahlschwellen, vergrößerter Schwellenabstand)
Gleisbau_Argenthal_2.JPG
Gleisbau_Argenthal_3.JPG


Und hier ein Bild vom Gleiskamm:
Gleiskamm.JPG


16.August 2011:


Gestern abend wurden die beiden Gleise der Ausfahrt Richtung Ellern montiert. Die Gleise hatte ich letzte Woche schon grob vorbereitet. Für die Montage mußten sie nur noch ausgerichtet und abgelängt werden. Messingschrauben an den richtigen Stellen eingedreht, Kopf abgetrennt, Gleis drauf gelötet. Die Schwellen wurden wie schon vorher praktiziert mit Patex verklebt und mit dem Gleiskamm ausgerichtet. In diesem Fall hier handelt es sich um Streckengleis, so daß ich die Tillig-Stahlschwellen in Original-Abstand verwendet habe, mit Doppelschwellen alle 17,2cm. Den dazu passenden Gleiskamm habe ich von www.digitalzentrale.de.


Als kleiner Wehrmutstropfen bleibt, daß die 300er Weiche leider keine exakte 300er ist. Ich weiß nicht, nach welchem Bauplan sie gebaut wurde. Aber mit dem mir vorliegenden (und in 1:87 ausgedruckten) Schwellenplan einer 300 1:9 stimmt sie nicht ganz überein. Weder die Schwellenlage noch die Länge (zu kurz) stimmen exakt. Nur so ungefähr. Daher werde ich die Schwellen dann auch so ungefähr passend ausrichten, damit es ein stimmiges Bild gibt. Damit kann ich leben.


22.August 2011:


Am gestrigen Sonntag wurden die noch ausstehenden Gleisbauarbeiten abgeschlossen. Nachdem ich im Laufe der Woche die restlichen, benötigten Doppelschwellen angefertigt hatte, war das Verlegen, Verkleben und Löten des ausstehenden Teils von Gleis 2 dann nur noch Formsache. Die Weiche 2 wurde ebenfalls soweit eingepaßt, daß als nächstes die Stellschwellen für die Weichen nach der Idee von www.noetzel24.de gebaut werden können. Wenn das geschehen ist, kümmere ich mich im nächsten Step um die Verkabelung des Fahrstroms, damit die Probefahrten gestartet werden können.


29.August 2011:


Schon wieder ist ein Bau-Wochenende vorbei.


Ich habe mich vor allem um die Weichen gekümmert. Ich habe an den 4 handgestellten Weichen Stellschwellen nach Vorbild www.noetzel24.de verbaut. Verwendet habe ich dazu 0,4mm Messingdraht. An die Zungen der Tillig-Weichen habe ich ca. 3mm lange Stücke aus Platinen-Material gelötet. Darauf wurden dann kleine Abschnitte von Messing-T-Profil mit 2k-Kleber geklebt. mit dem Messingdraht wurden diese dann miteinander verbunden.


Ich bin nicht sicher, ob diese Konstruktion robust genug ist. Zum einen erscheint mir die Festigkeit des 0,4er Ms-Drahts grenzwertig. Zum anderen sind die Zungenfüße der Tillig-EW6 am Schienenfuß "ausgeklinkt" und nach unten abgewinkelt, um die Zungen in die Tillig-Stellschwellen einzuhängen. Diese ausgeklinkten Stücke habe ich zurückgebogen und verlötet, da an genau dieser Stelle die Platinenstücke angelötet werden mußten. Jetzt hat sich gezeigt, daß dies wie befürchtet eine Schwachstelle ist. An einer Zunge ist diese Stelle bereits abgebrochen.


Ich werde also wohl neue Zungen selbst anfertigen und die Verbindungsstange / Stellschwelle aus etwas dickerem Material anfertigen (0,5 mm Messingdraht). Fürs erste nur an der defekten Weiche. Die anderen 3 funktionieren zufriedenstellend und bekommen eine Chance.


An den 4 handgestellten Weichen habe ich die neuen mechanischen Weichenantriebe von Fritz Senn verbaut. Die Teile lassen sich sehr schnell zusammenbauen und funktionieren hervorragend. Absolut zu empfehlen.


Ich habe mich auch um die Weiche 2 gekümmert, welche eine der beiden ferngestellten Einfahrweichen ist. Da habe ich zunächste testweise eine Stellmechanik für die Zungen eingebaut, die ein nacheinander erfolgendes Umlaufen ermöglicht. Leider funktioniert das im Moment mit dem verbauten "The Mole" Weichenstellmotor nicht. Evtl. werde ich hier stattdessen entweder auf einen Tortoise wechseln, oder aber die Stellmechanik durch einfache Stelldrähte wie im oben genannten Link von noetzel24.de umbauen und auf das nacheinander erfolgende Umlaufen verzichten.


Die Weichen wurden jetzt auch verkabelt (Fahrstrom und Herzstückpolarisierung), ebenso die restlichen noch ausstehenden Gleisabschnitte.


Bei den ersten "trockenen" Testfahrten mit ein paar Güterwagen hat sich auch noch gezeigt, daß die Tillig-Weichenzungen mit ihrer scharfen Kante an 2 Weichen für ein leichtes Aufsteigen der Radsätze sorgen. Das passiert sowohl mit NEM- als auch mit RP25-Radsätzen. An der Weiche von Walter Völklein passiert dies jedoch überhaupt nicht, was ich auf die abgerundete Zungenspitze zurückführe. Daher werde ich an der Tillig-Weiche, für die ich neue Zungen schleifen muß (da defekt - siehe oben) probeweise die Zungenspitzen abrunden, da ich denke, daß dadurch die Radsätze etwas "sanfter" auflaufen werden. Versuch macht kluch!


Außerdem habe ich mir zwischenzeitlich Gedanken zur weiteren Verkabelung gemacht. Irgendwie müssen die einzelnen Gleisabschnitte ja an die Zentralleitung angeschlossen werden. Einfaches abisolieren und anlöten würde zwar prinzipiell funktionieren, ist aber viel Arbeit und eher keine saubere Lösung. Ein Freund hat mich auf Anschlußklemmen von Wago aufmerksam gemacht, die es in verschiedenen Polzahlen gibt. Davon werde ich mal probeweise welche besorgen und ausprobieren. Die Dinger sind so beschaffen, daß man sie einfach festschrauben kann.


Erfreulicherweise haben sich aber abgesehen von dem erwähnten, teilweisen Aufsteigen an 2 Weichen sonst keinerlei Probleme bei den bisher durchgeführten Probefahrten gezeigt, was die Gleislage betrifft. Das stimmt optimistisch.

18.September 2011:


Nur damit hier nicht der Eindruck entsteht, es würde nichts mehr passieren - hier ein kurzes Update. :-)


So wahnsinnig viel ist nicht passiert seit dem letzten Eintrag, aber ich hatte wenig Zeit und mußte auch noch auf die Lieferung der bestellten Anschlußklemmen, Stecker etc. warten.


Die 2 Weichen, die bei den ersten Tests Ärger machten, haben jetzt neue, selbst angefertigte Weichenzungen verpaßt bekommen. Das geht erstaunlich einfach. Die ersten 2 Zungen waren schon nicht schlecht, aber ein paar Details an der Zungenspitze waren nicht zu meiner Zufriedenheit. Aber jetzt läufts und ich kann Zungen im Schlaf schleifen. ;-)


An einer der beiden Weichen habe ich die Stellschwelle dieses mal aus gerichtetem 0,5er Messingdraht gefertigt. Das ist kaum dicker als die 0,4er Drähte, aber deutlich robuster.


Bei den beiden ferngestellten Weichen werde ich fürs erste nicht die "Noetzel24-Stellschwellen" verbauen. Die Weiche von Walter Völklein hat eine Stellschwelle aus einem durchgehenden Pertinax-Streifen. Nicht schön, aber absolut funktionssicher. Die andere Einfahrweiche bekommt jetzt einfach eine Tillig-Stellschwelle der neusten Bauform. Das kann mich in beiden Fällen optisch nicht so richtig überzeugen, funktioniert aber gut. Und ich möchte den Bahnhof langsam aber sicher einsatzfähig bekommen. Verbesserungen kann ich in diesem Bereich auch noch später vornehmen.


Für die Verkabelung liegt jetzt alles griffbereit. Die besagten Wago-Anschlußklemmen waren eine gute Idee und ich habe nach einem Probeversuch mit diesen Teilen gleich eine ausreichende Anzahl bei einem der einschlägigen Elektronik-Versender bestellt.


Für die Ansteuerung der Weichenantriebe sowie der Ruflampen an den Trapeztafeln verwende ich eine 8-polige Leitung, die mit Steckern von Phoenix-Contact verbunden werden. Dazu habe ich auch alles besorgt (Kabel, Stecker, Buchsen, Steckergehäuse...). Das gibt dann eine schöne Steuerleitung, die sich bestens zusammenstecken und wieder trennen läßt, ohne daß die Stecker/Buchsen nach 4 Einsätzen ausgeleiert sind. Industriequalität eben. :-) Die Idee ist übrigens nicht von mir, sondern wurde hier entdeckt.


Jetzt muß ich endlich mal Zeit finden und die ganzen Strippen ziehen. Das wird leider erst in knapp 2 Wochen sein, da ich davor erstmal 10 Tage beruflich im Ausland unterwegs bin. Demnächst also mehr aus diesem Kino.


Elektrik

03.Oktober 2011:


Ich mache mal ein neues Kapitel auf - "Elektrik". Der Gleisbau ist zwischenzeitlich abgeschlossen, alle Weichen eingebaut und funktionstüchtig (auch die ferngestellten mit "The Mole" Antrieben. Sogar Weichenlaternen (von Weinert) habe ich montiert.


Daher konnte ich mich am langen Wochenende endlich um die Elektrik kümmern. 4 von 5 Modulen sind fast fertig verkabelt, was den Fahrstrom angeht. Jeder Gleisabschnitt und die Weichen haben Anschluß an die Hauptleitung. Nur die Herzstückpolarisierungen müssen noch angeschlossen werden. Das 5. Modul will ich mir morgen vornehmen, dann gibts vielleicht auch mal Fotos vom Kabelsalat.


Die Wago-Anschlußklemmen waren eine super Idee. Damit kann man einfach und schnell alles anschließen und die Sache bleibt übersichtlich. Was jetzt noch fehlt, um wirklich Ordnung unter den Modulen zu halten, sind Montagesockel für Kabelbinder, da ich eine Kabelbefestigung etwa mit Tackerklammern oder Heißkleber nicht leiden kann. Soll ja länger als von 12 bis Mittag halten und ein bißchen Anspruch an die Optik habe ich auch.

Ich werde morgen mal dem nächstbesten Baumarkt einen Besuch abstatten und schauen, was die so da haben. Am liebsten wären mir selbstklebende Sockel. Aber falls nicht, kann man die auch mit Montagekleber befestigen.


06.Oktober 2011:


Gestern konnte ich wider erwarten weiter verkabeln, so daß auch das letzte Modul weitgehend fertig verkabelt ist. Was jetzt noch fehlt sind die letzten Herzstück-Polarisierungen. Die Kabel dazu liegen schon und müssen nur noch korrekt angeschlossen werden.


Für die Befestigung der Kabel habe ich selbstklebende, seitlich offene Halteklemmen bei Conrad gefunden. Es gibt sicherlich preiswertere Bezugsquellen, aber da ich nun mal sowieso dort war, um die Hirschmann-Stecker und -Buchsen für den Anschluß an die Fremo-Welt zu beschaffen. Diese müssen jetzt noch an die Anschlußkabel an den Modulenden an den beiden Bahnhofsköpfen angelötet werden.

Das gleiche gilt für die Goldkontakt-Stecker aus dem RC-Car-Bereich (Tipp von Patrick Völker / Projekt Bhf. Ondrup). Diese werde ich beim nächsten Projekt wohl nicht mehr verwenden, da sich zumindest meine Exemplare von Conrad sehr schlecht zusammenbauen lassen. Zusammenstecken und trennen geht auch nicht so toll, so daß es für mich wohl nicht nochmal in Frage kommt.


Sobald die letzten, oben genannten Punkte der Elektrik abgearbeitet sind, geht es mit den mechanischen Stellvorrichtungen inkl. der dazu gehörenden Schlösser weiter. Da ich dazu schon alles vorab geplant und gezeichnet habe, sollte sich dies hoffentlich als Fleisarbeit erweisen. Ich werde berichten...


Zum Schluß des heutigen Beitrags dann noch 2 Bilder, die einen Blick auf die Verkabelung unter einem der Module erlauben. Verkabelung_Argenthal_1.jpg Verkabelung_Argenthal_2.jpg


09.Oktober 2011:


Das Wochenende wurde genutzt, um die Elektrik fertig zu verkabeln und einem Funktionstest zu unterziehen. Erste Testfahrten wurden auch unternommen - es funktioniert!

Alle Kabel sind jetzt mit selbstklebenden Kabelhaltern befestigt. An den beiden Endsegmenten sind Hirschmann-Stecker und -Buchsen angebracht, so daß der Einbau in ein Fremo-Arrangement problemlos möglich ist. Die Herzstückpolarisierung klappt auch wie gewünscht und ein Kurzschluß aufgrund zweier verpolt angeschlossener Kabel konnte auch mit einem Handgriff behoben werden.


Außerdem wurden jetzt auch endlich die beiden Gleissperren eingebaut. Verwendet wurde die Gleissperre von Weinert, die ich jedoch nicht mit der mitgelieferten Mimik antreibe. Stattdessen verwende ich - wie schon bei den Weichen - die Antriebe von Fritz Senn, was sehr gut funktioniert inkl. der 90°-Drehung der Laterne.


Begonnen habe ich mit der Herstellung der Outbus-ähnlichen Weichenstellvorrichtungen mit Schlössern. Leider habe ich keine passenden Schrauben im Haus, so daß ich die Mechaniken noch nicht zusammenbauen konnte. Das wird dann am kommenden Wochenende passieren. Aber das Stellen der Weichen und Gleissperren ist auch so jetzt schon möglich.


Einbau der Sicherungstechnik

18.Oktober 2011:


In den letzten beiden Tagen wurde endlich ein spürbarer Fortschritt beim Bau der Sicherungstechnik erzielt. Am Wochenende habe ich Stelleinrichtungen mit Schlössern, dazu passenden codierten Riegeln aus Aluminium und Stellstangen gebaut. Im Prinzip sehr ähnlich den Produkten von Outbus, aber halt selbst gebaut und nicht so präzise. Ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, daß ich bei meinem nächsten Projekt einfach fertige Outbus-Stelleinrichtungen kaufen werde. Oder ich müßte ein paar Teile lasern lassen, das wäre auch eine Möglichkeit.

Jedenfalls funktionieren die Dinger jetzt erstmal und es muß sich im Betrieb zeigen, ob es da langfristig Probleme und somit Nachbesserungs-Bedarf gibt.

Der Einbau ist an sich kein Hexenwerk. Mit einer Lochsäge wurden passende Löcher in die Modulseitenwände gesägt und dann mit einer Stichsäge die beiden Öffnungen zu einer verlängert. Die Stelleinrichtungen wurden dann von hinten mit 3x25mm Spax-Schrauben an die Modulwand geschraubt. Was noch fehlt, sind die Verbindungen in Form von Stellstangen zwischen den Stelleinrichtungen und den Weichenmechaniken. Dazu werde ich 4mm Rund-Messing (Vollmaterial) verwenden. Das liegt schon in ausreichender Menge rum und muß "nur noch" abgelängt, gebogen und eingebaut werden.


Wenn das passiert ist, muß ich natürlich noch ein Schloßbrett bauen, mit dem sich die Abhängigkeiten ergeben. Das wäre dann der letzte Schritt, der vor dem ersten Einsazu beim Fremo-Treffen in Mannheim akut erledigt werden sollte.


24.Oktober 2011:


Am Wochenende habe ich nochmal 2 Tage Vollzeit weiter gearbeitet, damit Argenthal am kommenden Wochenende beim Fremo-Treffen in Mannheim seinen ersten Einsatz bestreiten kann.


Damit man die Weichen und Gleissperren auch bedienen kann, habe ich die Stellstangen angefertigt und eingebaut. Dazu mußten die 4mm-Rund-Messing-Stangen passend gebogen und abgelängt werden, was eine ziemlich nervige Arbeit ist. Fummelig war auch die Justierung des Stellwegs, was nicht immer auf Anhieb gelang. So zeigte sich bei den abschließenden Testfahrten, daß W4 zwar mechanisch umschaltete, der Kippschalter für die Herzstückpolarisierung in der Fritz-Senn-Mechanik aber nicht komplett umsprang - Kurzschluß. Aber auch das konnte leicht durch nachjustieren behoben werden.


Natürlich wurde auch das Schloßbrett gebaut. Herz dieses Schloßbretts ist der Riegelschieber, den ich aus einer Alustange 10 x 20 mm angefertigt habe. Die "Codierung" habe ich zusammen mit Martin Balser ausgearbeitet und per Fräse in die Alustange eingefräst. Die Schlösser wurden mittels einer Schraube so modifiziert, daß man den Schlüssel max. 270° drehen kann und somit nach Betätigung nicht mehr abziehen kann. Die Schlösser habe ich auf der offenen Oberseite mit Kunststoff-Platten aus dem Bastelbedarf (ähnlich Guttaglis) abgedeckt (blau für Weichen und Gleissperren, grün für den Zugführerschlüssel = Fahrweg, rot für die Ruflampe). Leider blieb keine Zeit mehr, um die Schlüssel mit einer authentischen Reide zu versehen, so daß ich erstmal mit Schlüsselanhängern Vorlieb nehmen muß.

Die beiden ferngestellten Weichen werden über einfache Kippschalter bedient. Damit man diese auch entsprechend der Abhängigkeiten bedienen und blockieren kann, habe ich die Schalter in einem Kästchen eingebaut. Beidseitig wurde dann je ein Schloß so verbaut, daß die Schalter vom Schloßriegel jeweils in einer ihrer beiden möglichen Stellungen blockiert werden. Schließt man das entsprechende Schloß auf, kann man die Schalter umlegen.

Als Stromversorgung verwende ich ein einfaches 12V-Netzteil von Voltcraft. Die Kabel dazu werden fürs erste "fliegend" unter den Modulen verlegt - das wird später schön gemacht... ;-)

Beim abschließenden Testbetrieb wollte W1 dann plötzlich nicht mehr in abzweigende Stellung umlaufen. Ich hatte bereits leichte Probleme dieser Art beim Einbau des "The Mole" Antriebs. Letztlich zeigte sich, daß der Stelldraht aus 0,5mm Federstahldraht wohl doch etwas zu nachgiebig ist und nicht genug Kraft ausüben kann. Daher wurde er gegen einen neuen Draht aus 0,8mm Federstahl ersetzt. Bei W2 hat der originale Draht jedoch keinerlei Probleme, so daß er bleiben durfte.


Somit ist Argenthal jetzt für den ersten Einsatz beim Fremo-Treffen in Mannheim nächstes Wochenende bereit. Zum Abschluß wurden die Segmente abgebaut und zu 2 Doppeldeckern verpackt und testweise in den Kofferraum geladen. Paßt. :-)


2.November 2011:


Der erste Einsatz von Argenthal fand am vergangenen, langen Wochenende in Mannheim statt und ist insgesamt sehr erfolgreich verlaufen. Die Sicherungstechnik hat gut funktioniert, auch wenn es da noch ein bißchen Nacharbeit erfordert (Leichtgängigkeit der Stellstangen, Schloß der Gleissperre 1 auf dem Schloßbrett blockiert manchmal). Es traten keine unerwarteten Probleme auf. Was vorher absehbar war, sind kleine Probleme mit den Tillig-Weichenzungen an Weiche 3 und 4. Das werde ich schnellstmöglich durch den Einbau von selbst geschliffenen Zungen beheben. Dies hatte ich ja wegen der gleichen Probleme schon bei Weiche 5 und 6 gemacht und stellt daher nur eine Fleißarbeit dar.

Zusätzlich zu den genannten, nötigen Verbesserungen werde ich als nächstes ein paar Wattenscheider Schächte einbauen, um mir die Möglichkeit des Einsatzes als besetzter Bahnhof offen zu halten. Bis 1962 war Argenthal mit Fahrdienstleiter besetzt. Es gab Einfahrsignale auf beiden Seiten, Ausfahrsignale nur in Richtung Ellern. Zusätzlich kommen 2 Wattenscheider Schächte in die Ausfahrt Richtung Ellern, da dort beim Vorbild 2 Bahnübergangs-Blinklicht-Überwachungssignale standen. Eines meiner im Bau befindlichen Streckenmodul wird daher einen BÜ bekommen, so daß man diese Details ggf. bei einem Treffen einbauen kann.

Ansonsten muß noch die Verkabelung der ferngestellten Weichen verbessert werden sowie das provisorische Schaltkästchen mit den Schlössern für die beiden ferngestellten Einfahrweichen neu gebaut werden (ggf. mit richtigen Hebeln einer Hebelbank).

Eine 44er wartet in Argenthal auf den nächsten Einsatz:
Argenthal1.jpg

Klassisches Motiv - Ein Vt98 hält vor dem EG:
Argenthal2.jpg

Gesamtübersicht aus Richtung Ellern (Langenlonsheim):
Argenthal3.jpg

Eine 56.2 des Bw Bingerbrück leistet ihrer Schwestermaschine Vorspann:
Argenthal4.jpg


Ausgestaltung

08.November 2011:


Das erste Treffen ist vorbei und soweit gut verlaufen. Es gibt keine ernsthafen Beanstandungen. Nur Bedarf für ein paar kleine Verbesserungen und Verfeinerungen.

Die Weiche 3 hat am Wochenende schon neue, selbst geschliffene Zungen bekommen und funktioniert nach ein wenig Ärger beim Zusammenbau jetzt sehr gut. Weiche 4 wird die gleichen Anpassungen in Form neuer Zungen erhalten. Auch die Verbindungsstange von der Stellmechanik in der Modulseitenwand verlangt noch ein wenig Verfeinerung, damit sie einwandfrei funktioniert und zuverlässig den vollen Stellweg umsetzt.


Da ich ja unverhofft zu einem weiteren Bild aus Argenthal von 1959 gekommen bin (zu finden im EJ-Sonderheft "DB-Dampf Pur - Teil 1"), weiß ich jetzt relativ gut bescheid, wie der östliche Bahnhofsteil damals aussah. So konnte ich erkennen, daß im Bereich der Güteranlage entlang Gleis 4 mehrere Holzmastleuchten standen. Und genau diese gibt es von Weinert. Natürlich sind diese schon bestellt. Ich habe die unbeleuchtete Version genommen und werde selbst versuchen, sie mit LEDs auszustatten. Kann ja nicht so schwer sein.  ;-)

Außerdem standen am Bahnsteig Betonmast-Leuchten mit einem flachen "Deckel" oben drauf. Diese gibt es leider nicht als Modell, so daß ich mir hier Gedanken machen muß, wie ich diese einfach und authentisch nachbauen kann. Im Moment denke ich darüber nach, den konischen Beton-Mast aus Pinselstielen herzustellen. Den Deckel müßte ich ggf. aus einem dünnen Blech auf einer Matrize biegen. Den Blendschirm kann man aus einem Stück weißen Polystyrol-Rohr anfertigen. Mal sehen, was daraus wird. Es ist ja im Moment noch kein aktuell wichtiges Teil.


Für den geplanten Bahnübergang auf einem Streckenmodul brauche ich ja wie weiter oben schon gesagt BÜ-Überwachungssignale. Da kommt für meinen Bauzustand (ca. 1963) nur die alte Bauform 1958 in Frage. Es gibt dieses zwar von Viessmann, aber die Ausführung und der Preis sind leider alles andere als akzeptabel. Da mit eine gute Detail-Zeichnung vorliegt, werde ich auch hier mal abklopfen, was im Selbstbau geht. Könnte ja sonst langweilig werden...


Was aktuell aber noch gebraucht wird, sind die 2 Prellböcke. Eine eingehende Recherche hat mir genug Infos hervorgebracht, so daß ich jetzt weiß, welche Bauform in Argenthal stand. Auf Bildern von Argenthal kann man nur wenig erkennen, aber zumindest ist klar, daß es sich um aus gebogenen und geknickten Schienenprofilen auf sehr simple Weise hergestellte Prellböcke handelte. Die Stoßfläche ist eine alte Holzschwelle. Dank der Mithilfe (wieder einmal) von Markus Göttert fanden wir ein recht gutes Foto aus dem Nachbarbahnhof Sohren, auf dem man alles wesentliche erkennen konnte.

Natürlich gibt es auch davon kein brauchbares Modell zu kaufen. Okay, Faller hat genau so einen Bock aus Plastik in einem Ausgestaltungsset, aber das Ding ist so grob... Das geht gar nicht! Aber immerhin kann dieser als Muster für die Abmessungen dienen. Die sind nämlich recht gut getroffen. Leider ist hier mit "eben mal ein Stück Schiene biegen" nichts zu machen. Der Schienenkopf knickt seitlich aus und man bekommt keinen anständigen Bogen hin. Ich werde daher versuchen, mit einer Hilfsvorrichtung Tillig-Profil zu biegen. Ggf. wird der Schienenkopf mit einer sehr feinen Uhrmacherlaubsäge mehrfach eingesägt, so daß er weniger Ärger macht beim biegen.

Der Plan ist jetzt also:


- Prellböcke bauen
- Bahnsteig bauen
- Laderampe bauen
- EG+GS weiter konstruieren und lasern, so daß dieser wichtige Teil weiter kommt
- weitere Einsätze, um die Technik ausgiebiger zu testen und bei Bedarf zu verfeinern


Wenn das gemacht ist, kann ich langsam ans Schottern denken...


11.Dezember 2011:


Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update. Ich habe mich schon vor 3 Wochen um den Bau eines ersten Prellbocks gekümmert. Dazu habe ich Gleisprofile mehrfach eingesägt, damit man sie ohne Ausknicken des Schienenkopfes sauber in einen Bogen biegen kann. Dazu habe ich mir aus einer Schraube M8, 2 Unterlegscheiben und einer Mutter eine "Biegelehre" gebaut, um das Profil darüber reproduzierbar zu biegen. Das hat gut funktioniert und die Sägeschnitte wurden anschließend mit Lötzinn verschloßen. Die Abstützung auf der Rückseite besteht ebenfalls aus Schienenprofil, daß 2x um 45° geknickt ist. Auch dazu wurde das Profil eingesägt, damit es sich knicken läßt. Im Moment habe ich davon keine brauchbaren Fotos, werde diese aber sobald als möglich nachliefern. Was jetzt noch bleibt, ist die 4 Teile zusammen zu löten und eine Pufferbohle aus einem passenden Stück Lindenholz anzufertigen. Beim Vorbild wurden alte Holzschwellen dazu verwendet, so daß ich eine entsprechende Lindenholz-Leiste gräulich beizen werde, um verwittertes Holz darzustellen.


Die Laternen von Weinert wurden geliefert, aber bis ich diese verbauen kann, wird noch etwas Zeit und Arbeit vergehen. Aber ich wurde auf ein weiteres Foto aus Argenthal aufmerksam gemacht, daß wiederum eine 93.5 des Bw Simmern im Jahr 1959 in Argenthal zeigt. Viel ist darauf nicht zu erkennen, aber jedes kleine Detail zählt und hilft in diesem Fall beim Positionieren der Bahnsteigleuchten, der Übergänge vom Hausbahnsteig zum Inselbahnsteig und auch das Aussehen der Laderampe an Gleis 4 ist nochmals besser zu erkennen. Das Bild findet man im Eisenbahn-Journal 5/1988 in einem Beitrag zum Bw Hermeskeil.


In den kommenden Tagen will ich aus Styrodur die Kerne für die Laderampe und die Bahnsteige herstellen. Vielleicht verbaue ich dann auch schon die Beton-Bahnsteigkanten von Vampisol.


Was noch gemacht wurde ist der Umbau der Betätigung von W5. Diese hatte ich fälschlicherweise mit folgeabhängigen Schlössern gebaut. Richtig wäre aber eine Schlüsselfestlegeschloß, was heute berichtigt wurde.

Außerdem hakte das Schloß für die Gleissperre I auf dem Schloßbrett, so daß ich dieses ein wenig bearbeitet habe, damit diese Probleme in Zukunft nicht mehr auftreten.


26.Januar 2012:


Argenthal hat den zweiten Einsatz beim Fremo-Treffen in Groß-Brunsrode hinter sich gebracht. Beim Aufbau zeigten sich ein paar Transportschäden in Form von Schienenprofilen, deren Lötung sich von den Messingschrauben am Modulende gelöst hatte. Das war mit dem Lötkolben glücklicherweise schnell gelöst.


Ärgerlicher war da schon eher die Tatsache, daß die Betätigung von Weiche 4 klemmte und man diese fast nicht mehr bedienen konnte. Nach ein wenig Nacharbeit und Neueinstellung ging das dann wieder soweit, daß es während dem Treffen funktionierte (leider schwergängig).

Da Martin Meiburg mit seinen Outbus-Produkten vor Ort war, konnte ich da gute Tipps mitnehmen und auch mal seine Outbus-Betätigungen beäugen. Ich denke, daß ich meine Betätigungen nochmal überarbeiten werde. Mehr dazu zu gegebener Zeit.


Weitere "Kleinigkeiten", die während des Treffens auftraten, waren zeitweise Kurzschlüsse bei 2 Weichen. Da hatte sich das (polarisierte) Herzstück leicht verschoben und so Kontakt mit einer der Schienen des Abzweigenden Strangs geschlossen - Kurzschluß. Da sollte ich also zur Isolierung etwas unternehmen.

Das Schlossbrett hat soweit relativ gut funktioniert. Aber optisch ist es nicht besonders ansehnlich, so daß ich auch da eine Verbesserung anstrebe. Zumal das Kästchen mit den 2 Kippschaltern für die fernbedienten Weichen 1 und 2 nur ein Provisorium darstellt und dringend verbessert werden muß.


Die Weiche 1 (EW300 oder sowas in der Art) hat bisher nur ein paar verlötete Pertinax-Schwellen zur Spurführung. Die weiteren Schwellen sollten eigentlich aus Tillig-Kleineisen und Holzschwellen (Lindenholz-Streifen) gebaut werden. Im Original war diese Weiche zwar eine Holzschwellenweiche. Die anderen Weichen waren Stahlschwellenweichen, wurden aber jetzt mit Holzschwellen gebaut, da Tillig nur solche Weichen im Programm hat.

Jetzt kam mir der Gedanke, daß ich doch auch Tillig-Stahlschwellen zerschnippeln und passend zusammensetzen könnte. Das probiere ich demnächst mal aus. Wenn es klappt, wird man es bald hier lesen können. Wenn nicht, dann wird der ursprüngliche Plan umgesetzt.

Als nächster Einsatz ist die Fremo-Jahrestagung in Rastede Ende März geplant. Bis dahin möchte ich die aufgeführten Punkte - insbesondere die Weichenbetätigungen - abgearbeitet haben, so daß ich erneut Betriebserfahrung sammeln kann.


Zwischenzeitlich habe ich erneut ein super Foto vom Ostkopf des Bahnhofs Argenthal erhalten. Dort gab es eine Gleiswaage. Mal sehen, ob ich auch diese umsetzen kann. Am besten funktionsfähig. ;-)

Auf dem Foto kann man auch sehr gut die Laderampe an Gleis 4 erkennen, welche ich wohl aus Vampisol "Eterno" Betonplatten bauen werde. Auch gut zu erkennen ist der Bahnsteig an Gleis 1, so daß jetzt klar ist, wie weit er sich erstreckte. Noch was blödes, die Weichenlaterne der W6 habe ich auf die falsche Seite gebaut. Also werde ich den Weichenantrieb drehen. Keine große Sache.


05.Februar 2012:


Da es ja Probleme mit der Leichtgängigkeit und teils auch mit der Funktion der Stellstangen gab, habe ich jetzt an 2 Wochenenden daran gearbeitet, diesen Missstand zu beheben. Bisher leider mit nur mäßigem Erfolg.

Ich habe jetzt erstmal dafür gesorgt, daß die Stellstange in 2 Lagerungen läuft. Vorher war die Stange nur an der Durchführung durch die Modulseitenwand gelagert. Da habe ich jetzt noch eine zweite Lagerstelle in ca. 5cm Abstand hinter der Modulseitenwand hinzugenommen. Das läuft schon deutlich besser und soll an weiteren Betätigungen so umgesetzt werden.

Das zweite Problem ist leider noch nicht gelöst. Aus verschiedenen Gründen konnte ich die Betätigung nicht in der Flucht mit der Weichenstellschwelle einbauen. So muß ich teilweise zwischen 5 bis 10cm "um die Ecke". Das hatte ich anfangs mit entsprechend gebogenen Messing-Rundstangen (4mm) gemacht. Das federt aber doch zuviel und sorgt wegen der seitlichen Ausknickung für erhöhte Reibung.

Ich hatte einen Versuch mit einem "Dreieck" unternommen, daß die beiden jeweils doppelt gelagerten Axialstangen an Betätigung und Weichenantrieb verbinden sollte. Aber auch das verbiegt sich zu viel.

Daher verfolge ich jetzt 2 neue Ansätze:

  • Bowdenzüge
  • Umlenkhebel

Beides ist aus dem RC-Modellbau bekannt und da werde ich in den nächsten Wochen mal Material beschaffen und damit experimentieren.

Im Zuge der Überlegungen ist mir auch noch etwas eingefallen, was Sinn machen würde. Momentan ist die Grundstellung der Stellstangen teils gezogen, teils gedrückt. Das hat nebenbei zur Folge, daß die gezogenen Stellstangen seitlich ein wenig über die Modulseitenwand herausstehen. Da ist ein Transportschaden langfristig vorprogrammiert.

Daher denke ich darüber nach, alle Betätigungen so umzubauen, daß sie alle in Grundstellung gedrückt sind. Das würde auch die Bedienbarkeit logischer und leichter verständlich machen.


12.Februar 2012:


Nachdem ich mich mit LCU unterhalten habe, der mit Bowdenzügen eher schlechte Erfahrungen gemacht hat, habe ich eine von ihm empfohlene (und auch erfolgreich umgesetzte) Variante ausprobiert.

Dazu habe ich die Stellstangen erstmal an der Betätigung doppelt gelagert, wie schon weiter oben geschrieben. Die Stellstange wurde jetzt fast über die komplette Modulbreite verlängert und am Ende unter dem Modul mit einem einfachen Blechwinkel aus dem Baumarkt zusätzlich gelagert.

Daran wurde dann mit 2 Lüsterklemmen ein Verbindungs-Trapez aus 3mm Schweißdraht befestigt, das dann an der Stellstange des Weichenantriebs auf gleiche Weise befestigt wurde. Das funktioniert schonmal deutlich besser als meine erste Variante mit "um die Ecke" gebogenen Messingstangen. Diese Bauform habe ich jetzt zum testen an 2 Betätigungen umgesetzt und warte mal ab, wie sich das beim nächsten Einsatz Ende März bewährt.


Das ganze Konstrukt sieht wie folgt aus und wird ggf. noch ein bißchen schöner gebogen. Der 2. Antrieb bleibt erstmal mit der um die Ecke gebogenen Rundstange im Einsatz, da zumindest dieser zufriedenstellend funktioniert.


120209__Weichenantrieb_1.jpg


120209__Weichenantrieb_2.jpg

Die Idee mit der "gleichsinnigen" Betätigung (Grundstellung gedrückt) habe ich jetzt doch erstmal verworfen, weil die optische Rückmeldung wohl besser funktioniert. Also der Bediener schaut, wie die Weichenzunge liegt und weiß dann schon, ob er drücken oder ziehen muß. Bleibt also erstmal alles wie gehabt.


04.März 2012:


Die Weiche 1 (auf dem Kurvenmodul mit der Einfahrt aus Richtung Ellern) hat jetzt Schwellen bekommen. Für den Zungenbereich habe ich einen Schwellenrost aus einem Tillig-EW5-Bausatz geschlachtet. Der Rest wurde mit Tillig-Kleineisen und Schwellen aus Lindenholzstreifen bestückt. Im Moment ist nur alles provisorisch ausgerichtet und muß noch zusammen geklebt werden.

Außerdem habe ich endlich den 1. Prellbock fertig gebaut. Die Bauteile hatte ich ja schon Ende letzten Jahres aus Tillig-Gleisprofil gebogen bzw. geknickt und verlötet. Diese Bauteile wurden jetzt miteinander verlötet und haben eine Pufferbohle aus einem Stück Lindenholzprofil erhalten. Jetzt fehlen nur noch ein paar kleine Details, die die Verschraubung der Pufferbohle mit den Gleisprofil-Trägern darstellen werden.


Das Schaltkästchen, mit dem die ferngestellten Weichen 1 und 2 bedient werden, war bisher nur ein schlechtes Provisorium. Daher habe ich jetzt mit einem neuen, größeren Kästchen das ganze besser aufgebaut. Die Schlösser liegen jetzt plan auf dem Deckel auf. Die Kabel sind steckbar mit 2 5-poligen Buchsen, so daß man beim Transport des Schloßbretts nicht die ganzen Kabel im Weg hat (mit der Gefahr, diese abzureißen). Ganz fertig ist das Kästchen noch nicht. Es fehlt noch die Anschlußbuchse für die 12-Volt-Stromversorgung sowie die Abdeckungen der Schlösser.


Wofür ich noch keine so richtig zufriedenstellende Lösung gefunden habe sind die Knöpfe / Knäufe an den Weichenbetätigungen. Bisher habe ich da zum Teil Möbelknöpfe aus Porzelan, und zum anderen aus Holz verbaut. Mit beiden gibt es Probleme. Die Porzelan-Knöpfe sind haben die richtige Höhe, sind aber viel zu dick im Durchmesser. So lassen sie sich nicht gut greifen. Die Holz-Knöpfe sind dünner, was sich viel besser benutzen läßt. Dafür sind sie viel zu lang und stehen an der Modul-Seitenwand zu weit über. Dadurch sind Beschädigungen beim Transport vorprogrammiert (schon geschehen beim letzten Treffen in Großbrunsrode).

Im Moment suche ich nach Knöpfen aus Alu oder sowas. Bei Reichelt und Conrad gibt es Potentiometer-Knöpfe, die evtl. in Frage kommen. Oder ich finde jemanden, der mir aus Alu-Rundmaterial was auf der Drehbank anfertigen kann.


15.Mai 2012:


Es ist mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen. Seit dem letzten Beitrag hat sich ein bißchen was getan. Anfang April habe ich mit Argenthal an der Fremo-Jahrestagung in Rastede mit Argenthal teilgenommen. Im großen und ganzen lief das recht gut und hat wieder viel Spaß gemacht.

Dennoch hat sich auch an Weiche 2 gezeigt, daß die Tillig-Weichenzungen zu Problemen führen. Diese sind ab Werk deutlich nach oben gebogen, was ich durch nachbiegen leider nicht in den Griff bekommen habe. Resultat waren auffallend häufige Entgleisungen von einfahrenden Zügen - besonders Dampfloks mit Vorlaufachse fanden sich häufig im Schotter wieder.

Um diesem Problem abzuhelfen habe ich jetzt auch für W2 neue Zungen selbst geschliffen. Ein bißchen Feinarbeit steht noch aus, sollte aber in den kommenden Tagen abgeschlossen sein. Bald sollen die beiden Einfahrweichen auch noch die momentan noch fehlenden Weichenlaternen erhalten. Dazu will ich mir solche bei Kotol bestellen. Ich hatte sie in Rastede im Bahnhof Bülthausen im Einsatz erlebt und das sah für mich sehr gut aus.


An Weiche 5 und 6 hatte ich beim Einbau der Weichenantriebe leider noch nicht die Vorbild-Fotos gekannt. Natürlich habe ich zielsicher die Weichenlaternen auf der falschen Seite verbaut. Deswegen habe ich gestern damit angefangen, die Weichenantriebe so umzubauen, daß sich die Laternen auf der vorbildrichtigen Seite befinden. Eigentlich keine große Sache.


Damit sich auch gestalterisch endlich etwas tut habe ich begonnen, die Laderampe an Gleis 4 und den Schüttbahnsteig zwischen Gleis 1 und Gleis 2 aus Styrodurkernen zu bauen. Für den Hausbahnsteig inkl. Bahnhofsvorplatz sowie die Freiladestraße habe ich Holzunterlagen verwendet.

Für die Bahnsteigkanten verwende ich die Betonkanten von Vampisol. Die Laderampe an Gleis 4 wird mit eine Betonmauer aus einer Silikonform von Langmesser gegossen. Ein erster Probeabguss sieht vielversprechend aus. Da die Mauer viel zu hoch ist, werde ich sie in Streifen mit passender Höhe schneiden / zusägen und die Stoßfugen verspachteln.


Auch für Gleis 3 ist ein Element in Planung. Dort befand sich die Gleiswaage. Leider gibt es dazu so gut wie keine Vorbild-Informationen. Man kann lediglich auf einem Bild die dazugehörige Wellblechhütte erkenne, welche ich aus Messing-Wellblech bauen möchte. Für die Waagenbrücke halte ich mich an eine Bauidee von LCU unter Verwendung von Auhagen-Untersuchungsgruben sowie Riffelblech-Abdeckplatten von Weinert. Dazu vielleicht demnächst mehr.


Bestellt sind auch Laternen-Bausätze von Faller. Mit Bauteilen aus diesem Bausatz werden die Bahnsteiglampen entstehen. Für die Gütergleise wurden bereits die passenden Laternen von Weinert beschafft.


In ein paar Tagen kann ich hoffentlich auch ein paar Bilder von den "Neubauten" zeigen.


28.Mai 2012:


Das lange Wochenende habe ich gut ausgenutzt und weiter gebaut.

Die Laderampe an Gleis 4 ist in weiten Teilen im Rohbau fertig. Es fehlt lediglich noch ein kurzes Stück auf dem mittleren Segmentkasten. Es wurden also Alu-L-Profile auf passende Länge gebracht und an der Seite der Kästen bündig festgeschraubt. An den Segment-Übergängen wurde ebenfalls ein Stück L-Profil eingepaßt, damit an dieser Stelle beim Transport oder Auf-/Abbau nicht zu Beschädigungen kommt.

Die Styrodurkerne wurden größtenteils schon verklebt. Dazu verwende ich Styrodur-Platten mit 15mm Höhe, auf die nochmals 3mm dicke Platten aufgeklebt sind. Damit stimmt die Höhe der Laderampenkante über der Schienenoberkante.

Für die Stützmauer wurden mehrere Abgüsse mit der Langmesser-Silikonform gemacht und auf der Tischkreissäge in passender Höhe zugeschnitten. Dabei hat sich gezeigt, daß man die Gipsplatten am besten relativ zeitnah nach dem Ausformen sägen sollte. Dann bricht an der Sägekante nichts aus und die Streifen brechen auch an sich nicht durch. Mit Platten, die bereits ein paar Tage ausgehärtet waren, habe ich fast nur Bruch produziert - bei gleicher Vorgehensweise.

Die Betonplatten habe ich nur probeweise vor die Rampe gestellt. In den nächsten Tagen sollen die Platten verklebt werden, auch wenn ich noch nicht ganz sicher bin, womit. Ich hatte bisher Montagekleber im Sinn, mit dem ich auch die Styrodur-Stücke immer verklebe. In den Langmesser-Publikationen wird dagegen immer Alleskleber verwendet.

Der Probeaufbau sieht momentan so aus:
Laderampe_1.jpg

Für die Decksteine an der Rampenkante, die beim Vorbild ebenfalls aus Beton waren, will ich ein Polystyrol-L-Profil aufkleben. Das momentan testweise vorliegende Profil mit den Maßen 2,5 x 2,5 mm erscheint mir etwas zu schmal. Ggf. werde ich stattdessen ein L-Profil mit ungleichen Seitenlängen verwenden. 2,5 x 5 mm käme in Frage.



Ein weiteres Detail, daß in die Kategorie Gleisbau gehört, hatte ich bereits im Herbst begonnen (siehe weiter oben - Eintrag vom 08.November 2011) und dann erstmal liegen gelassen: die Prellböcke.

Die Arbeiten wurden jetzt wieder aufgenommen und zunächst der Prellbock an Gleis 4 gebaut. Nachdem das gut geklappt hat, habe ich auch direkt noch den 2. für das Stumpfgleis am Güterschuppen gebaut. Dazu gibt es einen gesonderten Baubericht und hier ein Foto:


Prellbock_2.jpg


Auch die Weiche 2 ist jetzt wieder funktionstüchtig, nachdem ich 2 Drähte an die Zungen angelötet und diese damit in die Stellschwelle eingehängt habe. Bei der Gelegenheit habe ich auch den Weichenantriebs-Abdeckkasten verbaut, der den Tillig-Weichen beiliegt.


Heute wurde dann noch die Stellmechanik bzw. das Gestänge der Weiche 5 umgebaut, da es nicht so richtig die Kraft übertragen wollte. Hier habe ich die gleiche Konstruktion mit einem Trapez aus Messing-Stange und Schweißdraht angewendet, wie bei den vorher schon so modifizierten Stellmechaniken. Das Prinzip hat sich bewährt und funktioniert leichtgängig & zuverlässig. So soll es sein.


In den kommenden Tagen will ich die Laderampe weiter bauen und auch die Bahnsteige sollen im Rohbau inkl. Bahnsteikanten fertig werden.

20.Juni 2012:


Mittlerweile ist eine weitere Treffen-Teilnahme mit Argenthal vorrüber, die insgesamt erfolgreich verlief. Von ein paar kleineren Problemen abgesehen hat alles gut funktioniert.


Vor dem Treffen konnte ich wie geplant zumindest die Laderampe fertig bauen und auch schon die Betonstützmauer fertig stellen. Die vorab passend zugeschnittenen und bereits farblich gestalteten Langmesser-Betonmauer-Teile wurden vor den Styrodurkern geklebt. Dazu habe ich auf der Rückseite Montagekleber verwendet, der sehr gut die Löcher verfüllt. Die Gipsteile untereinander und zum Holz des Modulkastens wurden dagegen mit Alleskleber verklebt, wie von Herrn Langmesser empfohlen.

Das hat danke sauber abgeschliffener Endkanten an den einzelnen Mauerstücken so gut geklappt, daß man die Stoßkanten nur schwerlich von den Verschalungskanten unterscheiden kann. So ergibt sich ein recht harmonisches Bild einer durchgehenden Stützwand.

Die obere Kante wurde mit einem L-förmigen PS-Profil mit den Maßen 2,5 x 5 mm abgedeckt. In das Profil wurden vorher in zu der Stützwand passendem Abstand Fugen eingeritzt. Verklebt wurde wiederrum mit Alleskleber. Anschließend habe ich das Profil und die fertige Mauer nochmals mit Valejo-Farben eingefärbt. Bis auf das PS-Profil bin ich damit schon sehr zufrieden und zumindest an der Mauer fehlt nur noch etwas Moos, welches mit grüner Farbe dargestellt werden soll.

Das PS-Profil muß ich wohl doch noch mit Schleifpapier etwas aufrauen, damit es nicht mehr nach PS aussieht - da hatte ich bei der Farbe zu viel Verschleierungs-Vermögen vermutet. Natürlich muß ich es dann nach dem Schleifen nochmal erneut einfärben.


Die Bahnsteige sind leider nicht mehr fertig geworden. So wurden nur die Kerne aus braun eingefärbtem (Abtönfarbe) Styrodur angefertig und aufgeklebt. Da müßte dann als nächstes mit dem Einpassen der Beton-Bahnsteigkanten von Vampisol weiter gemacht werden. Danach soll die endgültige Form des Schüttbahnsteigs hergestellt werden. Da überlege ich noch, ob ich das mit Fliesenkleber mache, oder ein Gemisch aus Quarzsand, Weißleim und etwas passender Farbe verwende. Dazu will ich vielleicht mal ein paar Teststücke bauen und die Methoden ausprobieren. Vieleicht zeigt sich ein Favorit.


Leider gab es nochmal Ärger mit einer Weiche. Die Weiche 3 ließ sich nach dem Aufbau auf dem Fremo-Treffen nicht mehr richtig in die Endstellungen bringen. Nach einer genaueren Untersuchung zeigte sich, daß die selbst gelötete Stellschwelle aus Messing-Draht und Messing-Rohr (Methode "Nötzel") nicht mehr in Ordnung war. Da hatte sich die Verlötung des Messingrohrs gelöst, so daß dieses auf dem Draht hin und her rutschte. Das konnte vor Ort mit einem Lötkolben temporär wieder hingepfuscht werden, aber das ist keine Dauerlösung.

Passenderweise habe ich kurz vor dem Treffen die neuen Weinert-Stellschwellen geliefert bekommen und will demnächst mal ausprobieren diese zu installieren. Der Einbau erscheint mir nicht ganz trivial, da man sehr präzise arbeiten muß. Aber ich werde es versuchen und darüber berichten.

Ein weiteres Weinert-Zubehör-Teil aus dem "Mein Gleis" Programm sind die Radlenker, welche sich grundsätzlich auch für die Tillig-Weichen verwenden lassen. Ein Test-Einbau zeigte, daß man dabei aber beachten muß, daß der Radlenker so weit wie möglich in Richtung Backenschiene gerückt werden muß, damit die Rillenweite in Ordnung ist. Beachtet man das nicht, ist die Rillenweite deutlich zu groß. Auch hier mehr zu gegebener Zeit.


Und diese Woche habe ich endlich eine wahrscheinlich finale Lösung für mein Stellknauf-Problem an den Weichenmechaniken gefunden. Da die Möbelknäufe ja teilweise über die Seitenwand überstehen und auch zu groß sind, um sie gut greifen zu können, hatte ich ja nach einer Alternative gesucht. Die hat sich jetzt in Form von Rändelmuttern aus Edelstahl gefunden.

Hier ein Schnappschuss der Laderampe vom Fremo-Treffen in Bonn-Oberkassel:
Argenthal_Laderampe.jpg

Weitere Fotos werde ich noch nachreichen, da ich bis jetzt noch keine brauchbaren gemacht habe. Wird also nachgeliefert.


05.Oktober 2012:


Über den Sommer ist so gut wie nichts passiert. Lediglich die defekte Stellschwelle der W3 wurde wie angekündigt gegen eine solche von Weinert getauscht. Das ist eigentlich eine einfache Sache, sofern man die Bohrungen zum einhaken der Stellschwelle in die Zungen richtig setzt. Wenn man das nicht macht, darf man ggf. neue Zungen schleifen...


Für die Laderampe wurden von Kibri Kopfsteinpflaster-Platten beschafft. Da die Rampe früher eine Panzer-Rampe war, gehe ich von einer Kopfsteinpflaster-Decke aus. Diese soll bald aufgebracht werden. Mehr dazu, wenn es soweit ist.


Die Idee mit den Edelstahl-Rändelmuttern für die Stellknäufe war prima und ist jetzt vollständig umgesetzt.


05.November 2012:


Und wieder ist ein Einsatz auf einem Fremo-Treffen vorbei. Argenthal war beim Regional-Treffen in Mannheim mit dabei. Jetzt gab es Probleme mit Weiche 4, die noch die originalen Tillig-Zungen (Bausatzweiche) hat. Die haben sich auch bei dieser Weiche wie bei den anderen vorher nicht bewährt und werden gegen selbst geschliffene ausgetauscht, dann inkl. Weinert-Stellschwelle. Letztere hat bis jetzt bei W3 gut funktioniert.


In Mannheim kamen auch zum ersten mal die Prototypen meiner Trapeztafeln mit Ruflampe zum Einsatz, was allgemein gut funktioniert hat (bis auf eine durchgebrannte LED). Mit der Gestaltung der Lampe bin ich noch nicht zufrieden und werde da noch etwas Weiterentwicklung betreiben.

Und ich bin guter Dinge, daß ich bald auch mit der Ausgestaltung ein wenig weiter komme. Zwischenzeitlich habe ich noch 2 Weichenlaternen von Kotol erhalten, die an den beiden Einfahrweichen verbaut werden. Die Gleiswaage wird jetzt wohl doch nicht selbst gebaut, sondern mit einem Ätzteile-Bausatz von Udo Böhnlein.

Leider wird das alles nicht so schnell passieren, da ich bis auf weiteres sehr wenig Zeit haben werde. Aber irgendwann geht es weiter und ich werde berichten.


10.Juni 2013:


Seit dem letzten Eintrag sind gut 7 Monate vergangen. Passiert ist in der Zeit wenig, oder besser gesagt eigentlich so gut wie gar nichts. Dennoch habe ich mit Argenthal am letzten Mai-Wochenende am Fremo-Regioanltreffen Köln-Bonn teilgenommen. Es war ein tolles Treffen mit vielen netten Leuten, sehr gut organisiert, vielseitiger Fahrplan.

Wenigstens habe ich eine neue Trapeztafel mit Ruflampe gebaut, da mir eine der beiden "Prototypen" in Mannheim abgeraucht ist. Da war die LED durch meine Unachtsamkeit durchgebrannt und überhaupt war dieses Exemplar nicht sonderlich schön gebaut. Jetzt haben beide Ruflampen das Treffen unbeschadet überstanden. Dennoch fiel während des Treffens auf, daß die LED nur sehr schwach leuchtet, so daß es recht schwierig zu erkennen ist, ob das Licht aus oder an ist. Eine Untersuchung vor Ort ergab, daß mir der gute Mann in der Conrad-Filiale einen Widerstand mit 470k ohm rausgesucht hat statt 470 ohm. Daher wurde vor Ort ein wenig mit Widerständen herumprobiert und der Zwischenstand ist jetzt so hell, daß man denjenigen, der vor der Trapeztafel wartet, damit schön "geblitzdingsen" kann. Der bekommt Sonnenbrand. Zuhause habe ich jetzt ein kleines Potentiometer dem Widerstand vorgeschaltet, so daß man die Helligkeit einstellen kann. Das ist schon viel besser.

Außerdem experimentiere ich als kleine Spielerei mit einer kleinen Schaltung, die die LED leicht verzögert ein- und ausschalten läßt, so daß man in etwa das Verhalten einer Glühlampe beim ein- und ausschalten bekommt.

Und da es mich selbst nervt, daß so lange nichts passiert ist, habe ich mir noch während des Treffens eine To-Do-Liste geschrieben, was in welcher Reihenfolge gemacht werden muß, damit es weiter geht. Da die Liste recht lang ist und einige Punkte hier schon genannt wurden, erspare ich mir, die Liste hier einzufügen. Vielleicht gibt es bald neues zu berichten.


03.Oktober 2013:


Nach längerer Bastelabstinenz geht jetzt mit dem Ende des Sommers die Bastelzeit wieder los. In den letzten Tagen ist endlich mal wieder etwas passiert an Argenthal.


Zunächst konnte ich den Gleisbau abschließen. An den Modulübergängen wurden die noch fehlenden Schwellen ergänzt. Alle Weichen außer den beiden Einfahrweichen wurden auf Weinert-Stellschwellen umgerüstet und es wurden - wo noch nicht geschehen - selbstgeschliffene Zungen verbaut. Im Zuge der Umrüstung wurden auch noch jene Fritz Senn Weichenantriebe, die noch den Laternendrehstab aus Carbon hatten, auf die neuere, abknicksichere Variante mit Laternendrehstab aus 0,8mm Stahldraht bzw. Stahlrohr umgerüstet. An zwei Weichen muß jetzt nochmal die Stellstange neu justiert werden, da die Antriebe teilweise nicht ganz sauber bewegt werden. Feinjustierung, kommt die Tage ...

Nachdem das alles erledigt war, wurden die Gleise mit Email-Farben von Revell per Airbrush lackiert. Verwendet habe ich für die Stahlschwellen Revell Rost Nr. 83(?), teilweise mit kleiner Zugabe von Revell Ziegelrot Nr 37(?) und/oder etwas Braun 84 oder 85(?).

Die Holzschwellen des langen Abstellgleises 4 wurden zunächst mit einer Mischung aus Revell Nr. 75(?) und Rost Nr. 83 in einem relativ hellen graubraun lackiert, so wie alte, ausgeblichene Schwellen üblicherweise aussehen. Danach wurde aus Schmincke Ölfarben grün und grau mit Feuerzeugbenzin eine Lasur angemischt, die mit dem Pinsel aufgetragen wurde. Danach kam noch eine Lasur aus Schmincke braun, verdünnt mit Feuerzeugbenzin auf die Schwellen. Dies gibt schöne, ungleichmäßige Verläufe.

Die Holzschwellen der Weichen habe ich mit Revell braun Nr. 85(?) lackiert.

Einen Teil von Gleis 2, genauer zwischen Weiche 4 und 5, habe ich mit einer hellen orange-gelben Rostfarbe aus Revell 83 Rost mit etwas Ziegelrot 37 und viel Gelb 15 lackiert, um ein Stück neu verlegtes Stahlschwellengleis darzustellen. Ob dieses Teilstück nach Ausbau des Hosenträgers zum Güterschuppen wirklich erneuert wurde, ist nur eine Mutmaßung meinerseits und nicht belegt. Mit gefiel die Idee für dieses Detail. :-)

Nachdem das alles erledigt war, habe ich die Kleineisen und Gleisprofile aller Gleise und Weichen mit einer Mischung aus Revell Rost 83 und 37 Ziegelrot lackiert. Hier habe ich das Mischungsverhältnis in kleinen Nuancen variiert, um es nicht zu eintönig erscheinen zu lassen.


Und wie das aussieht, kann man auf den folgenden Bildern sehen:
Gleise_lackiert_01.jpg
Gleise_lackiert_02.jpg


Danach wurden bis jetzt drei der fünf Modulkästen geschottert. Ich habe den Schotter MobalitPur H0 verwendet. Nur für das neue Stück Gleis (siehe oben) habe ich von Koemo die Sorte Diabas H0 natur verwendet. Der Unterschied ist gering, aber dennoch bei genauer Betrachtung erkennbar.

Wenn die Schotterarbeiten abgeschlossen sind, will ich die Gleise und das Schotterbett noch weiter Altern. Wie ich das genau mache, steht noch nicht fest. Denkbar ist, dies teilweise mit der Airbrush zu machen. Übernebeln mit Rostrot, im Hauptgleis ggf. noch dort, wo viel gefahren und gebremst wird, mit Brauntönen, um Bremsstaub darzustellen. Fett im Bereich der Weichenzungen (schwarze, glänzende Farbe oder Gunze "Öl"). Auch Staubfarben sind denkbar. Da ich mit der Alterung des Schotterbettes noch keine Erfahrung habe, werde ich dazu einige Versuche an Teststücken durchführen, bevor ich mir den Bahnhof versaue ... ;-)


Hier 2 Fotos von den ersten geschotterten Abschnitten:
Gleise_mit_Schotter_01.jpg
Gleise_mit_Schotter_02.jpg


Auf Modul Nr. 4 bin ich noch nicht zum Schottern gekommen. Das liegt vor allem daran, daß ich dort erstmal noch die Gleiswaage in Gleis 3 einbauen mußte. Dazu habe ich die Ätzteile von Udo Böhnlein für eine Spurkranz-Gleiswaage verwendet und außerdem noch eine Idee aufgegriffen, die LCU schonmal im H0-Modellbahnforum gezeigt hat Link. Dort wurde allerdings der Bau einer Brückenwaage gezeigt - bei mir ist es eine Spurkranzwaage.

Ich habe das Betonfundament wie dort beschrieben aus Teilen der Auhagen Untersuchungsgruben gebaut. Die Grube also weggesägt und nur die flachen Teile mit den Kleineisen verwendet. Die Kleineisen auf der Innenseite mußten weichen und wurden deshalb mit einem Flachstichel (Größe 8) abgeschabt. Dann habe ich eine 0,5mm dicke PS-Platte, die genau zwischen die Schienenfüße paßt, aufgeklebt. Auf diese kam eine weitere, etwas breitere 0,3mm PS-Platte, die über den Schienenfuß greift und somit die Funktion der Kleineisen mit übernimmt. Darauf wurden dann die - zuvor brünierten - Neusilber-Ätzteile mit Riffelblechnachbildung der Klappen aufgeklebt. (Foto?) Das Betonfundament wurde mit Vallejo-Farben zunächst in grau gestrichen und dann mit den Washes "schwarz" und "sepia" schön dreckig eingesaut.

Seitlich geht in Bühnenmitte noch der Schacht zum Wiegehäuschen weg. Letzteres fehlt im Moment noch. Davon habe ich nur ein Bild von 1959, wo man es im Hintergrund von der Seite erkennen kann, mit Spitzdach. Da muß ich in Anlehnung an bekannte Häuschen demnächst etwas selbst erfinden (ich werde berichten).


Hier ein (schlechtes) Foto von der Gleiswaage im aktuellen Zustand:
Gleiswaage_01.jpg


Die Weinert-Weichenlaterne an W6 hatte sich vor einer Weile verabschiedet, da der Carbon-Laternendrehstab abgebrochen war. Zwischenzeitlich hatte ich eine Packung Weichenlaternen-Attrappen von Auhagen gekauft. Interessanterweise mußte ich feststellen, daß diese in den Abmessungen eine exakte Verkleinerung des Vorbilds darstellen, währen die Weinert-Laternen tatsächlich etwas zu groß sind. Also habe ich jetzt erstmal nur an W5 und W6 die Auhagen-Teile verbaut. Das ergibt natürlich einen Mischmasch, aber wahrscheinlich fällt es nachher nach Alterung gar nicht mehr auf. Die Auhagen-Teile sind preislich im Vergleich zu den Weinert-Teilen durchaus sehr attraktiv, sind maßhaltig und die Detailierung ist praktisch genauso gut. Und bewegt werden sie ja vom Fritz Senn Weichenantrieb (Auhagen-Laterne muß dazu von unten aufgebohrt werden), so daß die Weinert-Mimik nicht gebraucht wird. Ich hoffe, bis zum nächsten Einsatz beim Fremo-Treffen in Mannheim Ende Oktober mit dem Schottern fertig zu werden. Vielleicht schaffe ich auch noch die Bahnsteigkanten und die Kante der Freiladestraße, was ja schon seit einem Jahr auf der To-Do-Liste steht. Es wäre schön, wenn ich das endlich mal abhaken könnte ...


06.November 2013:


Am letzen Wochenende fand das Fremo-Treffen in Mannheim statt und ich war mit Argenthal und ein paar Streckenmodulen mit dabei. Das Treffen hat unterm Strich wieder viel Spaß gemacht, nicht zuletzt dank der guten Organisation und lauter netten Fremoikanern.


Leider bin ich mit meiner eigenen "performance" nicht besonders zufrieden, da es einige Probleme gab. Vor allem hatte ich mir im Vorfeld zu viel vorgenommen und konnte leider nicht alle geplanten Punkte abarbeiten. So bin ich mit dem Einschottern der Gleise nicht fertig geworden - zwei Segmente sind noch praktisch Schotterfrei.

Der Bau eines neuen Schlüsselwerks inkl. einer kleinen Hebelbank für die beiden ferngestellten Einfahrweichen 1 und 2 konnte leider nicht abgeschlossen werden. Dies ist aber ein Punkt, der ziemlich weit oben auf der To-Do-Liste steht. Das alte Schlüsselwerk hat jetzt auch Probleme gemacht. So klemmt mittlerweile aus unerfindlichen Gründen das Schloß für W1+/W2+. Und der Schlüssel für W1-/W2- ist einfach abgebrochen (Reide aus dem Schlüsselhals ausgebrochen). Das Stellgestänge von Weiche 3 hat knapp drei Jahre lang problemlos funktioniert und klemmt jetzt richtig heftig. Also auch hier gibt es Arbeit.

Weitere Probleme, die aber wahrscheinlich recht einfach zu beheben sind, betreffen die Weichen 4 und 6. Dort gibt es im abzweigenden Ast eine Spurverengung, die zu Entgleisungen führt. Ursache ist eine Biegung der äußeren Zunge in Richtung Gleismitte. Wahrscheinlich läßt sich das durch ein wenig nachbiegen aber dauerhaft beheben.

Und mittlerweile hat sich ein Gleisversatz in Gleis 4 zwischen Segment 2 und 3 eingestellt. Dieser Abschnitt ist schon geschottert, so dass eine Behebung nicht ganz einfach wird. Dieser Gleisversatz hat sich schleichend eingestellt. Auf dem Treffen in Bonn war mir ein leichter Versatz bereits aufgefallen, der aber noch im Rahmen war. Jetzt ist der Versatz schon grenzwertig. Mal sehen, wie ich das hin bekomme.

Als ob die genannten Punkte nicht reichen würden, so gibt es auch ein Problem mit der erst kürzlich verbauten Gleiswaage. Die Riffelblechauflage aus geätztem Neusilber kann unter ungünstigen Umständen mit bestimmten Lokomotiven zu Kurzschlüssen führen. Wie ich dies im Detail lösen kann / werde, weiß ich noch nicht. Erstmal messen und überlegen. Vielleicht muß ich die Gleiswaage auch wieder rausreißen, auch wenn mir dies schwer fallen würde.


Neben den sowieso schon auf der Arbeitsliste stehenden Punkten zur weiteren Ausgestaltung haben sich jetzt also einige Arbeitspunkte mit hoher Priorität dazugesellt....


13.Dezember 2015:


Lange ist es ruhig gewesen. Ist ja auch nix passiert seitdem, Bahnhof stand sozusagen auf "z". Das lag an verschiedenen Dingen. Motivation, Frust, andere Prioritäten. Manchmal ist eine Pause nötig. Und irgendwann ist diese dann auch wieder zu Ende und es geht weiter.


Im Sommer hatte ich mich mal ein wenig mit den nervenden weil klemmenden Stellstangen beschäftigt. Ich hatte vor die gleiche Konstruktion wie T.Meyer in seiner Wimeba zu verwenden. Robuste Stellstangen die in hochwertigen Industrie-Kunstoffgleitlagern laufen. Aber da die Erfahrung gezeigt hat, daß robuste Stellstangen die Grobmotoriker nicht davon abhalten, noch größere Kraft walten zu lassen, bin ich von diesem Plan wieder abgekommen.


Stattdessen werden jetzt alle Weichen auf elektrische Antriebe umgerüstet. Dazu werden wie auch schon bei den beiden (ferngestellten) Einfahrweichen "The Mole" Elektro-Antriebe Verwendung finden. Für die beiden Gleissperren versuche ich erstmal noch eine mechanische Variante mit Bowdenzügen. Sollte sich das nicht bewähren, muß da dann leider auch ein elektrischer Antrieb her.


Im Zuge dieser Umbauten will ich auch die Stelleinrichtungen mit den Schlössern etwas überarbeiten. Einerseits aus optischen, andererseits auch aus funktionalen Gründen. Evtl. geht es in Richtung Outbus No3. Da bin ich aber noch am schauen, was machbar ist.


04.Januar 2018:


Auch wenn es hier weiterhin ruhig war, so ist doch etwas passiert im vergangenen Jahr 2017. Ich habe im Frühjahr Outbus No3 bestellt und im August erhalten. Im November habe ich mich um die Anpassungen der Modulseitenwände gekümmert. Da mußte ich zum Teil neue Holzstücke einkleben, da die alten Ausschnitte nicht mit den neuen zusammen gepaßt hätten. Und in die Luft fräst es sich schlechter als in Holz. ;-) Außerdem wurde die Geländeerhöhung für das Freiladegleis - bisher aus 6mm Styrodur - nochmal abgerissen und stattdessen mit Sperrholz ausgeführt. Ist einfach robuster.


Der aktuelle Stand ist, daß die Seitenwände fertig bearbeitet sind, inkl. ausfräsen, spachteln, schleifen und lackieren. Somit kann ich im nächsten Schritt die Outbusse einbauen. Darauf wird dann der Neubau der Verbindungsstangen zu den Weichenantrieben erfolgen.


Wenn es was neues gibt, werde ich wieder berichten, ggf. auch mit Fotos und dann mit Hinweis im Blog.


04.Februar 2018:


Der Umbau der Stelltechnik ist in vollem Gange. Es sind jetzt die Outbus-No3 verbaut. Die beiden Gleissperren werden weiterhin mit Stellstangen und den mech. Antrieben von Fritz Senn gestellt. Die Weichen konnte ich leider immer noch nicht zufriedenstellend mit mech. Stellstangen stellen. Die Winkel und der Versatz bereiten da einfach zu viel Probleme und Störkräfte. Deswegen werden jetzt die bisher mech. gestellten Weichen W3 bis W6 alle mit einem "The Mole" Weichenantrieb gestellt, wie es schon seit anbeginn bei den beiden Einfahrweichen der Fall ist.


Die Outbus-Betätigungen bedienen jetzt also nur einen kleinen, mit einem Stuhlwinkel befestigten Kippschalter, welcher den Weichenmotor bestromt und umpolt. Die Verkabelung wurde auch schon größtenteils abgeschlossen. Fotos dazu folgen in Kürze.


Als nächstes werde ich mich dann um das neue Schlüsselwerk und die Hebelbank kümmern. Und nach der langen Pause sind natürlich Probefahrten nötig, um zu prüfen ob der Fahrweg / Oberbau in Ordnung ist.

09.März 2019:


Letztes Jahr gab es im April eine Teilnahme von Argenthal beim Fremo-Treffen in Petersberg. Die neue Hebelbank und das neue Schlüsselwerk funktionierten soweit ganz gut. Ebenso die nun elektrischen Weichenantriebe. Kleinere Probleme gab es noch am Gleisbau. Eine neu entstandene Spurverengung ließ sich aber schnell vor Ort beheben und seitdem gibt es keine Probleme mehr.


Nach dem Treffen habe ich an verschiedenen Punkten weiter gearbeitet. Mittlerweile ist die alte, aufgelassene Laderampe an der Ausfahrt Richtung Ellern im werden. Die Mauern wurden aus Gips gegossen, mit Vallejo Farben grundgefärbt und auf dem Modul verbaut. Der Kern der Rampe wurde aus Styrodur-Klötzen zusammen gepuzzelt, ein paar Lücken müssen noch verfüllt werden. Dann kann das Juweela-Kopfsteinpflaster aufgeklebt und verfugt werden. Dies ist auch als Test gedacht, da ich auch die Zufahrt zum Empfangsgebäude und den Vorplatz damit gestalten möchte.


An der Ausfahrt Richtung Simmern ging mir ein bißchen der Platz aus, so daß ich dort die Gestaltung nicht wie gedacht ausführen konnte. Das ist aber kein echtes Problem und ich habe deshalb ein 50cm langes Modul zur Verlängerung gebaut. Dann paßt alles drauf und 50cm mehr schaden ja nicht, da ich damit dann schon ein Stück Strecke mit dabei habe.


Ich habe auch endlich wieder die CAD-Zeichnung vom EG heraus gekramt und werde da noch ein paar nötige Änderungen vornehmen. Wenn das geschehen ist kann ich einen erneuten Versuch starten. Allerdings wird das Grundgerüst dieses mal aus Polystyrol statt Finnpappe entstehen.


Last but not least soll jetzt noch eine neue Hebelbank gebaut werden, um den Bahnhof auch mit Einfahrsignalen und besetzt nutzen zu können. Die Weichen- und Signal-Hebel von RST habe ich schon. Da es die Fahrstraßenhebel noch nicht so bald geben wird, muß ich mir da selbst was bauen. Auch da gab es schon erste Versuche die Hoffnung machen. Für die Einfahrsignale sind 2 Module mit 25cm im Bau (F96-Profil mit Wattenscheider).

08.Juli 2019:


Seit dem letzten Beitrag ist noch ein wenig passiert. So hat die Ausfahrt in der Kurve eine Überarbeitung der Landschaft erhalten und der Damm mit Styrodur fertig gestaltet. Außerdem wurde in den Damm eine Straßenunterführung eingebaut. Die Straße wurde mit Asphalt-Paste von AK-Interactive gestaltet. Die Unterführung wurde aus Auhagen Mauerplatten mit Betonoptik handgeschnitzt. Oben drauf kam ein Geländer aus verlöteten Messingteilen von Heki, daß ich mit Gunze-Farbe "dark iron" lackiert habe. Die Landschaftshaut wurde wieder in bewährter Art und Weise mit Fliesenkleber gespachtelt, mit Abtönfarbe Umbra gestrichen und darauf kam noch ein Belag mit gesiebter Erde.


Im Bahnhof wurde weiter geschottert. Auch das alte, demontierte Gleis an der alten Laderampe am Bahnhofskopf Richtung Ellern wurde geschottert. Dazu hatte ich dort Schwellenroste hingelegt, den Schotter verteilt und dann vor dem Verkleben die Schwellenroste wieder heraus genommen. Auch die Laufwege und Randwege wurden weiter geschottert. Nachdem ich zunächst Basalt-Split von Jeweha verwendet hatte, war mir das zu fein und zu dunkel. Daher verwende ich jetzt Koemo-Schotter DD (Spur Z). Das gefällt mir besser.


Die 50cm lange Verlängerung an der Ausfahrt Richtung Simmern ist nur als befahrbarer Modulrohbau vorhanden. Da muß ich nochmal eine Überarbeitung dieses Bahnhofskopfes angehen, da das Geländeniveau dort zu niedrig liegt. Evtl. muß ich dazu das Modul nochmal länger bauen, evtl. 75cm oder 1m.


Anfang Juli war Argenthal dann beim Fremo IIIa Hunsrück-Treffen im Einsatz. Die Hebelbank wurde auf RST-Hebel umgestellt, die sich sehr gut bewährt haben. Die Weiche 4 machte wieder Probleme wie letztes Jahr in Petersberg, so daß ich diese jetzt ausbauen und durch eine Weinert-Weiche ersetzen werde.


Das Bahnhofs-EG habe ich leider noch nicht gebaut, aber ich habe das jetzt sehr weit oben auf der Liste, damit der Bahnhof endlich mal ein "Gesicht bekommt".


--Loki (Diskussion) 12:00, 8. Jul. 2019 (CEST)