Altenessen Rheinisch

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Vorbild Essen-Altenessen Rheinisch

Das Vorbild Essen-Altenessen Rheinisch war ein Übergabebahnhof zwischen der Deutschen Bundesbahn und den Zechenbahnen der Ruhrkohle AG. Von Süden mündete die eingleisige Strecke von Vogelheim ein und endete. Nördlich schlossen die Zechen Emil Emscher und Neuessen, Schacht Fritz Heinrich, an. Dazu kamen einige kleinere Gleisanschlüsse. In Ost-West-Richtung wurde der Bahnhof von der Güterzugstrecke (Osterfeld) - Vogelheim - Katernberg Nord - (Bismarck) auf einer eisernen Fachwerkbrücke überquert. Das Ausziehgleis führte einmal weiter nach Altenessen (CME).

                          ______________18_____           Zeche
                         /                            Emil Emscher
                        . __<<__>>______12________        /
                       / /__<<__>>______11________\      /
                       |/ __<<__>>_______1_________\[Nt]/
Vogelheim              |_/__2a______<<<__2__>>>_____\__/_____Schacht 
_<_>___________________/______   /___<<__3_________/  /      Heinrich
     __Ausziehgleis___/__Berg_\_/____<<__4___________/
                               \  \__<<__5___________
                         [Aess]|\  \_<<__6___________
                               | \___<<__7___________ 
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In dieser Form ist der Bahnhof für den FREMO nur bedingt brauchbar als Schattenbahnhof am Streckenende, Übergabebahnhof für Hafen etc. oder Rangierbahnhof in Kopfform. In den letzten beiden Fällen muß der Bahnhof über einen Abzweigbahnhof, eine Abzweigstelle oder ein Gleisdreieck angebunden werden. Lästiges Kopfmachen und hoher Platzverbrauch sind dabei von Nachteil.

Teufelspring Rbf

Deshalb sollte ein Rangierbahnhof seine eigene Umfahrstrecke mitbringen. Auf der Trasse des Vorbildgleises 18 wurde dazu die beiden Streckengleise 13 und 14 projektiert.

Am Südkopf sind sie parallel zu den beiden vorhandenen Gleisen angeschwenkt, so daß ein Stück viergleisige Trasse mit Profil 4E entsteht. Mit lediglich 4 neuen Weichen ist das ehemals einzige Streckengleis in die beiden neuen Streckengleise eingebunden. Das alte Streckengleis kann benutzt werden, um die Verbindungskurve von Abzw Fuhse in den Rangierbahnhof einzubinden. Sonst ist es Ausziehgleis. Das alte Ausziehgleis hat weiter die Aufgabe als Hauptzerlegegleis. Am anderen Bahnhofskopf laufen die Bahnhofsgleise zunächst nur zu einem 3. Gleis zusammen und werden dann auf den Weichenmodulen, die sonst als Abzw Teufelspring am Eifelturm hängen, mit den Streckengleisen verbunden.

                                     14R06          14R06
                           _____<______:____14__<_____:___              
Abzw                      / _______>___:____13_____>__:__ \                
Okerbrücke           [St]/ / __<<__>>__:____12_<<__>>_:_ \ \ 3E05   2E96  
  3E05       4E06   4E06/ / /__<<__>>__:____11_<<__>>_:_\ \ \_:______:___<___  
___:_<_______:_______:_/ / / __<<__>>__:_____1_<<__>>_:__\ \__:____/_:_____>_
___:___>_____:__\____:__/ /_/__2a______:_<<<_2__>>>___:___\___:__/__   Norden  
  _:_<<_>>___:____\__:___/_Verb_   /___:_<<__3___>>___:_/   /  [Nt]                
 /   _Auszieh:gleis__:__/__Berg_\_/____:_<<__4___>>___:____/        
/                                \  \__:_<<__5________:____                   
Abzw Fuhse                  [Rt] |\  \_:_<<__6________:____    
                                 | \___:_<<__7________:____    
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Damit werden die Teufelspring-Module um vsl. 9,60 m hinausgeschoben und es entsteht "Teufelspring Rbf". Damit sitzt der Rbf mitten im Arrangement und ist als zentraler Umstellbahnhof für Binnenfrachten fahrplantechnisch optimal gelegen. Funktionierenden Ablaufbetrieb mit nur 120 Wagen/h = 2 Wagen/min vorausgesetzt, könnte er die Anforderungen an den Binnen-Rbf für das Jubiläumsarrangement Alsfeld 2006 erfüllen. Auch wenn Teufelspring Rbf bis dann sicher nicht gebaut ist, nehme ich diese Anforderungen als richtungsweisend an.

Der Bahnhof gliedert sich in eine dreigleisige Einfahr- und Umspanngruppe 1, 11 und 12, Verkehrsgleis 2 und eine achtgleisige Richtungs- und Ausfahrgleise 3-10. Dem Rangierdienst steht der Ablaufberg mit Ausziehgleis und Rangierstellwerk "Rt" zur Verfügung. Packwagen können auf der Gleisinsel 2a umlaufen oder abgestellt werden. Möglichkeiten für eine Lokbehandlungs- und Abstellanlage (Bw, Lokbf) werden z. Zt. noch untersucht. Die Einfahrgleise sind für 60 Achsen starke Züge bemessen, die Richtungsgleise sind z. T. etwas kürzer.

Um den Aufwand in Grenzen zu halten, ist das Ausziehgleis zunächst nur 240 cm lang geplant, kann aber durch Einfügen von 4E06-Modulen verlängert werden. (Ebenso können die Bahnhofsgleise duch Zwischenmodule verlängert werden, falls das in Zukunft nötig werden sollte.) Züge bis etwa 40 Achsen können ohne Weiteres zerlegt werden. Bei längeren Zügen bleibt ein Rest im Einfahrgleis stehen, der als 2. Schleppfahrt später ggf. mit anderen Wagen vereinigt zerlegt wird.

Es sollen 2 Rangierlok am Berg eingesetzt werden. Während Lok 1 über "Berg" abdrückt, wartet Lok 2 im Verbindungsgleis "Verb", um Ablaufversager aus der Weichenstraße zu schieben oder volle Gleise aufzudrücken. Wenn der Ablauf fast fertig ist, setzt Lok 2 in eines der Einfahrgleise um und schleppt den nächsten Zug auf das Ausziehgleis. Lok 1 drückt die Richtungsgleise auf und stellt sich in die Verbindung. Dann wechseln die Rollen.

120 Wagen/h entsprechen einer Tagesleistung von 2880 Wagen, die viele Ablaufanlagen beim Vorbild bequem erreichten. In zweieinhalb Fahrplanstunden können 300 Wagen behandelt werden, das entspricht 10 ausgelasteten Zügen. Da ausreichend Einfahrgleise vorhanden sind und die 2. Rangierlok kürzere Züge zu Schleppfahrten von voller Ausziehgleislänge zusammenrangieren kann, ist es auch möglich, mehr als 10 kürzere Züge zuzuführen.

In einem Rangiergang können 8 Richtungen ausgeschieden werden. Im Allgemeinen empfiehlt es sich aber, nur 6 Richtungen einzuplanen und je ein Gleis für Leerwagen, Schadwagen etc. und eines als Reserve für überlaufende Richtungen freizuhalten. Bei 6 Zugbildungen kann jede der drei am Eifelturm anschließenden Strecken mit 2 Zugbildungen bedient werden, z. B. eine Dg- und eine Ng-Zugbildung. (Bei den Ng stellt sich aber das Problem, wie das Nachordnen nach Gruppen erfolgen soll.) Bei zweimaliger Abfuhr jeder Zugbildung sind 12 Züge zu bilden. Wegen der Paarigkeit kommen dann auch 12 Züge an. Die 2 Rangierlok und 12 wendenden Zuglok, von denen einige übernachten, definieren die Anforderungen an das nicht zu vermeidende Bw.

Fuhse Rbf

Im Bereich des Stellwerks "St" sind die meisten Zugfahrten zu bewältigen. Die auf den Gleisen 13 und 14 nach "Nt" durchlaufenden Personnezüge usw. stören kaum. Aber nach obenstehendem Programm sind 4 Güterzugpaare v/n Abzw Fuhse, 4 Güterzugpaare v/n Abzw Okerbrücke, etwa 20 Schleppfahrten und 32 umsetzende Lok zu bewältigen. Dabei kreuzen sich die ein- und ausfahrenden Züge in der Weichenstraße, weil der Bahnhof aus Sicht von "St" Linksverkehr hat. Eine doppelte Weichenstraße ist zwecklos, es ist immer nur eine Güterzugfahrt zur Zeit möglich. Bei "Nt" wäre die doppelte Weichenstraße möglich, nützt aber kaum etwas, weil dort nur 4 Güterzugpaare in den Bahnhof einbrechen.

Spiegelt man "Teufelspring Rbf" an der Längsachse, so erhält man "Fuhse Rbf". Nun liegen die Gleise von "St" gesehen richtig.

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                                / ___<<__9___________ 
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                               | / __<<__6___________        
Abzw Teufelspring         [Rt] |/ /__<<__5___________       
\    __Ausziehgleis______Berg__/_/___<<__4____>>_____       
 \_<<_>>_____________\___Verb_/ \____<<__3____>>__   \  [Nt]             
____<____________/___ \_____2a___\__<<<__2_>>>____\___\______       
______>___________/_ \_\ \__<<__>>_______1_<<_>>____/ _____\___<____
Abzw Okerbrücke     \ \ \___<<__>>______11_<<_>>___/ / ______\___>__ 
                [St] \ \ \__<<__>>______12_<<_>>__/ / /       Norden
                      \ \____<__________13__<______/ /               
                       \________>_______14_____>____/             

Die Weichenstraße erlaubt nun gleichzeitige Fahrten:

  • von Ok nach 11 oder 12 und von Ts nach 1 sowie von 1-10 nach Ok oder Ts
  • aus 11 oder 12 nach Ok und von Ts nach 1 sowie von 1-10 nach Ts

Das ist allerdings mehr ein optischer als ein betrieblicher Gewinn, denn es kommen lt. Programm nur 2 Gz von Ok, für sich ein Vorteil ergäbe. Für Gleiswechselbetrieb nach Ok muß die Ausfahrstraße noch um eine Weichenverbindung verlängert werden, und z. B. nach Bickburg über Ok ausfahrende Gz blockieren alle anderen Fahrten.

Der entscheidende Grund aber, "Fuhse Rbf" zu verwerfen, ist die fest zum Eifelturm gehörige Weichenverbindung der Abzw Fuhse. Das Einfügen des Rbf ist somit nur noch auf dem Teufelspring-Ast möglich.

Varianten Teufelspring

Teufelspring Rbf wird in mehreren Stufen ausgebaut. Gegenüber der ersten Baustufe kommen zwar nur noch wenig Weichen hinzu, die Zahl der Module verdoppelt sich aber.

Baustufe 1

Halbes Altenessen Rheinsch als Schattenbahnhof

  • 4 Module zu 120 cm, zusammen 4*120 cm = 480 cm
  • 16 Weicheneinheiten
                                     14R06               
                           ............:..............                  
                          . ...........:..............                     
                     [St]. . __<<__>>__:____12_<<__>>_                    
                   2E/4E. . /__<<__>>__:____11_<<__>>_                         
                     :.. . / __<<__>>__:_____1_<<__>>_                        
  E/2E      2E       :... /_/__2a______:_<<<_2__>>>___                         
___:__<_>____:_______:___/_Verb_   /___:_<<__3___>>___                             
   :__Auszieh:gleis__:__/__Berg_\_/____:_<<__4___>>___                    
                                 \  \__:_<<__5________                        
     Streckenmodule         [Rt] |\  \_:_<<__6________         
     beliebiger Besitzer         | \___:_<<__7________         
                                 |\ \__:_<<__8________                    
                                 \ \___:_<<__9________        
                                  \____:_<<_10________        

Bei der eingleisigen Anbindung stört der Linksverkehr bei Ein/Ausfahrt natürlich nicht.

Baustufe 2

Altenessen Rheinisch als Übergabebahnhof

  • + 2 Module zu 120 cm, zusammen 6*120 cm = 720 cm
  • + 5 Weicheneinheiten, zusammen 16+5 = 21 WE
                                     14R06          14R06
                           ............:..............:...              
                          . ...........:..............:.. .                
                     [St]. . __<<__>>__:____12_<<__>>_:_ . .3E/E          
                   2E/4E. . /__<<__>>__:____11_<<__>>_:_\ . ..:                
                     :.. . / __<<__>>__:_____1_<<__>>_:__\ ...:               
  E/2E      2E       :... /_/__2a______:_<<<_2__>>>___:___\___:___<<<_>>>_     
___:__<_>____:_______:___/_Verb_   /___:_<<__3___>>___:_/   /        Hafen         
   :__Auszieh:gleis__:__/__Berg_\_/____:_<<__4___>>___:____/         o. ä.
                                 \  \__:_<<__5________:____                   
     Streckenmodule         [Rt] |\  \_:_<<__6________:____    
     beliebiger Besitzer         | \___:_<<__7________:____    
                                 |\ \__:_<<__8________:____               
                                 \ \___:_<<__9________:____  
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Ein Einsatz als Übergabebahnhof ist sinngemäß auch in Stufe 3 möglich.

Baustufe 3

Vollausbau Teufelspring Rbf als Durchgangsbahnhof

  • + 2 Module zu 120 cm, zusammen 8*120 cm = 960 cm
  • + 4 Weicheneinheiten, zusammen 21+4 = 25 WE
  • Einsatz zusammen mit dem Eifelturm
                                     14R06          14R06
                           _____<______:____14__<_____:___              
Abzw                      / _______>___:____13_____>__:__ \                
Okerbrücke           [St]/ / __<<__>>__:____12_<<__>>_:_ \ \ 3E05   2E96  
  3E05       4E06   4E06/ / /__<<__>>__:____11_<<__>>_:_\ \ \_:______:___<___  
___:_<_______:_______:_/ / / __<<__>>__:_____1_<<__>>_:__\ \__:____/_:_____>_
___:___>_____:__\____:__/ /_/__2a______:_<<<_2__>>>___:___\___:__/__   Norden  
  _:_<<_>>___:____\__:___/_Verb_   /___:_<<__3___>>___:_/   /  [Nt]                
 /   _Auszieh:gleis__:__/__Berg_\_/____:_<<__4___>>___:____/        
/                                \  \__:_<<__5________:____                   
Abzw Fuhse                  [Rt] |\  \_:_<<__6________:____    
                                 | \___:_<<__7________:____    
                                 |\ \__:_<<__8________:____               
                                 \ \___:_<<__9________:____  
                                  \____:_<<_10________:____  

(Rück-)Baustufe 4

Teilaufbau Teufelspring Rbf als Schattenbahnhof

                                     14R06                 
                           _____<______:____14________:__<___ eventuell
Abzw                      / _______>___:____13________:____>_ Personen-Sbf
Okerbrücke           [St]/ / __<<__>>__:____12________ Lok                
  3E05       4E06   4E06/ / /__<<__>>__:____11________ umsetzen                
___:_<_______:_______:_/ / / __<<__>>__:_____1________ mit                      
___:___>_____:__\____:__/ /_/__2a______:_<<<_2________ Peco                    
  _:_<<_>>___:____\__:___/_Verb_   /___:_<<__3________ Loklift                     
 /   _Auszieh:gleis__:__/__Berg_\_/____:_<<__4________              
/                                \  \__:_<<__5________                        
Abzw Fuhse                  [Rt] |\  \_:_<<__6________         
                                 | \___:_<<__7________         
                                 |\ \__:_<<__8________                    
                                 \ \___:_<<__9________       
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Hier ist die Kreuzung der Ein- und Ausfahrt bei "St" besonders bedauerlich, weil kein ersichtlicher Zwangsgrund dafür vorliegt gegenüber der Variante "Fuhse Rbf".

Balsine