160 012

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Einleitung

Durch einen Bekannten, der in 1:1 an diesen Loks geschraubt hat, wurde ich auf diese Baureihe aufmerksam. Irgendwie gefiel mir die urige Anmutung mit Schrägstangenantrieb, also legte ich mir solch eine gebrauchte Lok zu, da sie schon lange nicht mehr neu zu bekommen war.

Bestandsaufnahme

Die Lok war nicht sehr teuer und auch fast vollständig, aber hatte ein paar Haken:

  • die Fahreigenschaften des verwendeten Motors sind nicht die Besten
  • Es ist kein schöner Platz für einen Decoder vorhanden (nur sichtbar im Führerstand)
  • der Stromabnehmer ist eine für die Zeit falsche Bauart - SBS9 mit Doppeltem Schleifstück statt SBS10/54
  • der Stromabnehmer passt mechanisch nicht aufs Modell - Sommerfeldt hat die Isolatoren am Stromabnehmer, Roco am Dach
  • Die Kraftübertragung erfolgt nur über die Treib- und Kuppelstangen (ein gestanztes und geprägtes Blechteil)
  • Die Stromaufnahme erfolgt nur von zwei Achsen.

Umbauten

SB-Umbau

Als erstes kaufte ich einen neuen Motor von SB-Modellbau. Ich hatte gehofft, dass durch den neuen Motor ausreichend Platz entstehen würde, um den Decoder seitlich am Motor unterzubringen. Leider ist der Lokpilot 4 zu dick dafür. Dafür besitzt dieser Motor eine gute Laufkultur.

Den Motor habe ich weitgehend nach Anleitung eingebaut, nur habe ich die Ausfräsung nicht auf einmal 1,5mm tief gemacht, sondern in 0,5mm Schritten die jeweils benötigte Tiefe. So liegt der Motor stärker am Rahmen an.

Decodereinbau

Da durch den SB-Umbau kein ausreichender Platz für den Decoder geschaffen war, benötigte ich zusätzlich noch eine zusätzliche Ausfräsung. Diese wurde an der Stelle, an der mal die Lokplatine saß, 4mm tief eingearbeitet.

Die alte Platine wurde durch den Decoder ersetzt. Bei der Gelegenheit wurde die Lok auch komplett neu verkabelt.

Zusätzliche Radschleifer

Beim Umbau habe ich die mittlere Achse auch gleich mit Radschleifern versehen. Die Radschleifer wurden aus 1mm Phosphorbronze (PB1M) von Albion Alloys gebogen. Die vielen feinen Sachen von Albion Alloys sind leider selten zu bekommen, aber Schuhmann hat sowas. Die neuen Radschleifer habe ich auf die alten gelötet. Damit der Kunststoff nicht schmilzt, muss man schnell arbeiten und die richtige Technik verwenden. Erst müssen alle Teile ausreichend dick verzinnt werden, dann legt man alles zusammen und geht kurz mit der heißen Lötspitze (ich habe eine 7er Magnastat verwendet, sprich ca. 370°C ) dran. Im Idealfall braucht man dazu unter einer halben Sekunde.

Beleuchtung

Die Beleuchtung kam normal an die Decoderausgänge. Aus dem alten Kontaktblech für den Oberleitungsbetrieb habe ich ein Anschlussblech für den Decoder-Pluspol gebaut (einfach den Niet mit 2,5mm aufgebohrt und das Blech passend zugeschnitten) Dieses wird an der alten Stelle angelötet. Der weiße und der grüne Draht sowie der gelbe und der violette wurden jeweils auf einer Kontaktplatte angeschlossen. Der Pluspol kommt an den Rahmen.

Stromabnehmer

Die richtige Bauart für die 160 012-1 in den 80ern wäre ein umgebauter SBS 10 mit dem Schleifstück des DBS 54. Sommerfeld behauptet zwar, so einen Stromabnehmer zu verkaufen, aber die Isolatoren entsprechen eher der Bauart SBS 9 (gab es auch umgebaut). Aber da die Isolatoren hier mechanisch auch nicht so richtig passen müsste ich sie sowieso absägen...

Einstellungen des Decoders

Die Lichtfunktionen der Lokpilot 4 Decoder per Hand mit einer normalen Zentrale einzustellen macht nur begrenzt Spaß. Man braucht dafür auf jeden Fall eine Zentrale, die den vollen Adressraum programmieren kann. Ich war so verrückt und hatte es trotzdem getan. Die Motoreinstellungen habe ich den Decoder automatisch ermitteln lassen, dazu wird einfach CV #54 auf 0 gestellt und danach die Lok auf ein freies Gleis gestellt und F1 eingeschaltet. Die Lok schießt los und ermittelt dabei automatisch die Sprungantwort des Motors. Die .esux-Datei dazu werde ich hier noch veröffentlichen.