Spitzkehre Wallhalbinsel

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Problem

Anhand von Premnitz ergab sich die Diskussion, dass der Anschluss der Anschlussbahn in Premnitz bei der Arrangementplanung manchmal schwer anzuschließen ist, weil er zur falschen Seite rausgeht. Thomas Woditsch hat deshalb überlegt, was man dagegen tun kann. Ein alter Miba-Artikel über den Berliner Industriebahnhof Tegelhafen legte eine mögliche Lösung nahe - Tegelhafen ist ein Spitzkehrenbahnhof und einen Betriebsbahnhof braucht die Anschlussbahn eigentlich eh.

Andererseits löst ein großes Trumm von Bahnhof das Problem eigentlich auch nicht. Es ist wiederum eine große starre Konstruktion, um die das Arrangement jedesmal krampfhaft herumgeführt werden muss. Nebenbei ist es eigentlich unumgänglich, in Premnitz auf die Anschlussbahn ausziehen zu können, die Bahnhöfe direkt aneinander zu setzen, geht also nicht.

Eine ganz normale Spitzkehre reicht für den Zweck aber auch völlig aus. Da dafür eigentlich nicht mehr als eine Weiche nötig ist, kann das Ziehgleis mit normalen Streckenmodulen gebildet werden und ist dadurch in seiner Lage sehr flexibel den anderen Streckenästen anzupassen. Nebenbei muss ja auch kein Ziehgleis angeschlossen werden, so dass das Modul auch als Verzweigung eingesetzt werden kann.

Vorbild

Die Lübecker Hafenbahn ist in einer ähnlichen Situation. Ihr Betriebsbahnhof befindet sich nördlich vom Hauptbahnhof, um auf die östliche Seite der Trave zu gelangen, muss ein bisschen hin- und hergesägt werden. In diesem Fall geht es von der Übergabegruppe am nördlichen Ende des Hauptbahnhofs in den Betriebsbahnhof der Hafenbahn, dann wieder rückwärts auf die Wallhalbinsel und dort wird in unserer Spitzkehre ein weiteres Mal gewendet. Was beim Modell den Rangierspaß erhöht, ist im Vorbild sicher ein Ärgernis. Das ist aufgrund der geografischen Gegebenheiten nicht zu ändern - eigentlich genau wie bei unserem Problem.

  • Gleisplan der Lübecker Hafenbahn [1]
  • Google-Maps [2]

Die kombinierte Straße-Schiene-Brücke zwischen Betriebsbahnhof und Wallhalbinsel bietet schon für sich ein interesantes Motiv. Deshalb und weil sie die Nutzung als Ziehgleis für den angeschlossenen Bahnhof behindert, lässt sich das nicht mitumsetzen.

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Die Marienstraße überquert auf einer langen Brücke die nördliche Einfahrt des Hauptbahnhofs und die Spitzkehre. Stadteinwärts ist eigentlich immer Stau. Im Winkel zwischen den Ästen steht eine charmante Imbissbude o. ä. Man beachte besonders den Fernsprecher an der Hauswand. Wie es aussieht, ist außerdem als Zufahrt für den PKW des Wirts der Auslauf des Bahnüberrgangs etwas verlängert.

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In der Gegenrichtung sieht man die Weiche. Besonders interessant ist das Gussherzstück. Ich vermute, dass diese Bauform für die Verlegung im Pflaster gedacht ist. Bei der Lübecker Hafenbahn sind diese Dinger allerdings so ziemlich überall eingebaut...

Modell

Das gewählte Vorbild bietet durch die Außenbogenweiche den Vorteil, die beiden Äste trotz großzügiger Radien schnell seitlich wegführern zu können und einen symmetrischen Aufbau zu erhalten. Aus rein transport- und lagerpraktischen Gründen sowie der einfacheren Konstruktion will ich gerne krumme Winkel vermeiden. Daher kommt an das spitze Ende eigentlich ein F96-Profil. Vielleicht lässt sich der Übergang ja sogar so gestalten, dass durch versetztes Anschrauben ein IH05-Profil angeschlossen werden kann und die Straße auf einer Seite durchläuft. Auf der stumpfen Seite lässt sich Platz sparen, indem die schmale Seite des IH05-Profils zur Mitte weist.

Ein erstes Rumspielen mit Skizzen zeigt, dass es möglich ist, das auf einer Modullänge von 850 mm unterzubringen, wenn man einen Gleisradius von 2 Metern anwendet. Ich habe mich entschieden, den Radius der Weiche von 2707 mm durchzuziehen. Die Länge von einem Meter ergibt dann ein gut berechenbares Rastermaß.

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Nach einigen Protesten wird die Planung umgestaltet. Nun soll sich die Kombibrücke wahlweise an den beiden stumpfen Ästen anschließen oder mit einem zusätzlichen Adapter als eigenständiges Modul betreiben lassen. Die dann nicht genutzten Industriestraßenstümpfe können von der Gestaltung her als PKW-Abstellplätze getarnt werden.

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MRoe 09:52, 8. Mai 2009 (CEST)

Modulbau

Obwohl ich das schon vor einem Jahr vorhatte, habe ich zwischenzeitlich nicht geglaubt, dass ich diesen Abschnitt einmal schreiben würde...

Status: Das Modul hat mittlerweile drei Einsätze lang gut funktioniert. Feinheiten wie eine optional einsetzbare Gleissperre und Schutzschienen werden als nächstes montiert, danach kommt die Landschaftsgestaltung endgültig an die Reihe.

Modulkasten

Ein Modulkasten nach IH05-Norm lässt sich mit relativ einfachen Mitteln selbst herstellen - nur an der Flachprofilseite habe ich ein gelasertes Profil von Harald Brosch eingesetzt. Ich habe mich trotz des großen Gewichts für eine vollflächige Deckplatte entschieden, eventuell werde ich noch Ausschnitte reinsetzen, um die Landschaft auch nach unten zu gestalten und gleichzeitig etwas Gewicht einzusparen. Unter der Platte sind eine Längs- und zwei Querversteifungen eingebaut. Auch diese Bretter sind etwas schwerer als nötig - sie fallen aber insgesamt nicht so sehr ins Gewicht ;-) - weil sie über die ganze Höhe des Moduls gehen. Das hat zum einen den Grund, dass der Zuschnitt im Baumarkt sich gerade so bereiterklärt hat, die Mindestschnittbreite von 10 cm um 5 mm zu unterschreiten, und zum anderen bietet die Unterkonstruktion der Deckplatte so mehr Halt, um sie von Verformungen abzuhalten.

Mit einer ordentlichen Kreissäge bekommt man die Spitze für die beiden Abzweige ordentlich auf 2 * 15° gesägt. Etwas schwieriger ist es schon, die Gehrungsschnitte der Seiten und Kopfbretter hinzubekommen. Meine Gehrungssäge (macht sonst eigentlich einen guten Eindruck) hat durch Verbiegungen des Sägeblatts bauchige Schnitte erzeugt. Auf die Höhe von 95 mm war das etwas über 1 mm. Mit einem ausgeliehenen Bandschleifer ließ sich das beheben, allerdings war das handgeführte Arbeiten auch nicht das Gelbe vom Ei. Ein ordentlicher Tellerschleifer müsste beizeiten mal angeschafft werden.

Um die Maßhaltigkeit zu erhöhen, habe ich mir außerdem auch eine Flachdübelfräse ausgeliehen und die Bretter miteinander verdübelt. Beim Zusammensetzen hat sich der Aufwand ausgezahlt, da kein Brett verrutschen konnte und an den Kanten alles sauber anliegt, ohne dass man sich mit 5.000 Schraubzwingen abmühen muss. Apropos: Wenn Heiko der Überzeugung ist, dass man Module nicht schrauben muss, wenn die Leimung schon eine höhere Festigkeit erzielt, als das Holz, gebe ich ihm völlig Recht! Ich schraube trotzdem alles zusammen, weil der Leim dadurch schön gepresst wird, ohne dass man sich mit 5.000 Schraubzwingen abmühen muss...

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MRoe 09. Aug. 2010 (UTC)

Inzwischen ist der Modulkasten lackiert. Mit der Außenfarbe habe ich lange nachgedacht und trotz IH05-Norm das Modul braun lackiert. In meiner Region gibt es kaum graue Modulkästen und ich gehe davon aus, dass das Modul häufig zwischen anderen normalen Streckenmodulen eingesetzt wird. Wenn ich mal dazu komme Industriebahn-Anschlussmodule zu bauen, werden die wohl eher grau werden. Das Innere des Modulkastens ist auch hier schon grau lackiert.

MRoe 20:33, 12. Aug. 2010 (UTC)

Gleise

Der Tillig EW3-Bausatz wird die Tage beim Lieblingsfachhändler eintreffen. Für die Radien will ich eine Schablone anfertigen, damit die Gleise an den Modulübergängen auch richtig ankommen.

MRoe 09. Aug. 2010 (UTC)

Das mit der Schablone habe ich mir wieder ausreden lassen. Mit durchgehenden Schienenprofilen ist das Flexgleis steif genug, um sich mit Reißzwecken knickfrei fixieren zu lassen. Anstelle der Schablone lege ich einen Plot der Gleisachsen und Schienenlagen unter, anhand dessen sich das Glais sauber ausrichten lässt. Freitagnachmittag war leider unser technischer Zeichner schon früh weg - so konnte ich keinen Plot der Gleislage von ihm mehr bekommen. Ein Freund hat mir dankenswerterweise ausgeholfen und di fast A0große Zeichnung geplottet und mitgebracht.

Nun stand dem Gleisbau nichts mehr im Weg. Heute habe ich zuerst den Plot aufgeklebt und dann die Schwellenroste zurechtgeschnitten, das ganze Ypsolon auf Schienen gefädelt und aufgeleimt. Mit reichlich Büchern beschwert wartet das Gleis nun auf das Abbinden des Leims. Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass die nachträglich noch bewusst vorgenommene leicht asymmetrische Verlegung kaum auffällt...

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Als nächster Schritt kommt die Montage der Weiche dran. Der Schwellenrost ist schon mitverlegt, aber bisher nur mit provisorisch eingezogenen Schienenprofilen. Mit der Längsversteifung unter dem Modul habe ich offenbar ganze Arbeit geleistet - bei der geplanten Weichenlage ist das Loch für den Stelldraht exakt dort, wo das Versteifungsbrett gerade zuende ist. Die Drahtbrücken, die Tillig zur Verbindung der Weichenzungen, Flügelschienen und Herzstückspitzen vorsieht habe ich nicht eingebaut, da ich befürchte, dass das nicht dauerhaft guten Kontakt bietet (besonders dann, wenn man noch einen Haufen Weißleim drüberkippt). Anstelle dessen werde ich Versorgungskabel unter die Schienenprofile löten und unter der Grundplatte verschalten.

Ich bin am Überlegen, wie ich das interessante Herzstück vielleicht noch darstellen könnte. Die einfachste Variante scheint mir zu sein, zwei passend zurechtgefeilte Neusilber- oder Messingblechstücke an die Flügelschienen zu löten.

MRoe 20:24, 15. Aug. 2010 (UTC)

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Nachdem die ganzen Schienenprofile jetzt einen Feinschliff erhalten haben, ist die Weiche eigentlich zur Montage bereit. Was auch schon bereitliegt ist ein Weinert-Weichensignal für Außenbogenweichen. Hier hadere ich noch mit mir, ob ich den Kamin auf dem Laternendeckel abfeilen sollte - damit sieht die Laterne irgendwie veraltet aus. Außerdem bin ich mittlerweile der Meinung, die Stellmechanik von der Weichenlaterne schon zu über 40 % verstanden zu haben.

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Die Frage mit dem Gussherzstück ist noch immer nicht zuende geklärt. Selberfeilen ist mir irgendwie zu fummelig - am besten fänd ich ja, das Teil einfach per Rapid Prototyping herzustellen, aber an eine Metall-Laserschmelzmaschine komme ich gerade nicht spontan ran. Wenn mir bis Ende der Woche keine sinnvolle und einfache Lösung eingefallen ist, werde ich das Herzstück wohl einfach so montieren, wie es von Tillig geliefert wird.

Eine weitere Überlegung ist, was ich mit der Stellschwelle mache. Mir ist noch in Erinnerung, dass die Plastikdinger mit eingeklipsten Weichenzungen früher oder später kaputtgehen. Nun hat Tillig zwar ein etwas stabileres Exemplar mit Nachbildungen von Stellstangen beigelegt, aber sollte man vielleicht trotzdem lieber gleich Pertinax nehmen? Dann könnte man auch noch schauen, ob sich eine einfache Mechanik hinfummeln lässt, die die Bewegung wie bei einem Klammerspitzenverschluss nachbildet. Als einfachste Variante schwebt mir vor, die Weichenzungen einzeln anzutreiben und zwei Stelldrähte einzusetzen, die etwas unterschiedlich nach rechts und links vorgespannt sind. Etwas komplizierter wäre es, den Klammerspitzenverschluss mit Pertinaxsttreifen nachzubilden und im Schwellenfach unter den Zungen laufen zu lassen - das verhakt sich dann aber bestimmt dauernd. Was definitiv ausfällt, ist die Extremistenvariante der maßstäblichen Nachbildung (obwohl es sowas durchaus bei Bahnsinn zu kaufen gibt).

MRoe 13:39, 18. Aug. 2010 (UTC)

Nun funktioniert alles. Die Stellmechanik der Weiche ist eine Hybridbauform. Die Handgriffe sitzen in Taschen versenkt, wobei die Griffe mit ihrem zylindrischen Schaft selbst in einer Senkung geführt sind. Die Griffe sind durch einen durchgehenden Gewindedraht verbunden, der in der Modulmitte noch einmal im Längsversteifungsbrett gelatert ist. An den Lagerstellen sind Aluminiumrohrabschnitte über den Gewindedraht geschoben, um einen weicheren Lauf zu ermöglichen. Dazwischen sind Lüsterklemmen aufgefädelt, die den Polarisierungsschalter betätigen und die Stellmechanik zur Weiche auskoppeln. Der Polarisierungsschalter ist nach bekanntem Prinzip in einen Winkel eingeschraubt und ragt mit seinem Knebel in die offene Schraubhülse der Losterklemme. Für die Stellmechanik ist ein 2,5 mm Messingdraht an einer Lüsterklemme befestigt, der flach unter der Weiche entlanggeführt und in kleinen Winkeln gelagert ist. Letzteres ist nötig, weil der Weichenanfang sehr nah an am Stirnprofil liegt. Daher sollte ein gewisser Abstand eingehalten werden und die Mechanik sollte möglichst flach bauen, um beim Zusammenschrauben der Module nicht zu stören bzw. abgerissen zu werden. Außerdem sollte Platz für die Nachrüstung eines Weichenschlosses gelassen werden. An dem Stab sind wiederum Lüsterklemmen angebracht, die die Stelldrähte für die Weiche (1 mm Federstahl) und die Weichenalterne (0,8 mm) halten.

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Die Montage des Weichenlaternenantriebs war am Ende einfacher, als ich dachte. Trotzdem gab es zwei kleine Tiefschläge. Zum einen hatte ich den Federdraht falschrum gebogen. Beim Versuch das zu korrigeren, brach er konsequent an der Stelle, wo er abgewinkelt sein musste. Erst danach fiel mir auf, dass man den Draht auch einfach von der anderen Seite einstecken kann. Nun ist er halt etwas kürzer, funktioniert aber auch. Als ich dann soweit war, die Mechanik einzubauen, fiel mir auf, dass sie trotz genauestem Markieren der Bohrungsmitte fast zwei Millimeter zu nah am Gleis saß (und das bei nur 5 mm Bohrungsdurchmesser). Nun ist die Borhrung etwas größer und länglicher geworden und die Spalten sind mit Spachtel aufgefüllt.

spitzkehre_wallhalbinsel_modulbau_12.jpg [FOTO Weichenlaternenantrieb, kommt noch]

Zum Schluss kam die Elektrik dran. Zuerst wurden die Zuführungsbohrungen gebohrt. Die Schienenprofile wurden an den Modulenden auf Messingschrauben aufgelötet, danach wurden die Kabel von unten an den Schienenfuß gelötet. Mit einer Weiche hat man doch einigen Mehraufwand an Gleiszuführungen... Die Zuführungskabel sind an den beiden (bzw. drei) Modulenden zusammen mit der durchgehenden Leitung (Lautsprecherkabel mit reichlich Querschnitt) um Schrauben gewickelt und verlötet. Am Abzweigende sind logischerweise zwei Buchsen und zwei Steckerkabel angebracht.

Einige offene Fragen sind vorerst beantwortet: Der Deckel der Weichenlaterne hat jetzt keinen Kamin mehr - der ist sauber abgesägt und gefeilt. Die Weiche ist jetzt erstmal mit dem Originalherzstück ausgerüstet. Für alle Gussherzstück-Überlegungen wurde mir die Zeit bis zum Ersteinsatz zu knapp. Die Stellschwelle habe ich auch starr ausgeführt, aber aus einem Pertinaxstreifen neu gebaut (da ich in Erinnerung hatte, dass die beigelegten Plastikteile von Tillig zumindest in der alten Ausführung nicht sehr lange halten. Ob das bei der neuen Version auch noch ein Problem ist, weiß ich nicht - der Pertinaxstreifen ist jedenfalls vielfach erprobt und standfest). Anfangs hat die Sache dabei noch ein bisschen gehakt, weil die Weichenzungen durch ihre Länge die Stellschwelle gegen die erste Weichenschwelle gedrückt haben. Nachdem der Pertinaxstreifen jetzt etwas schmaler geschliffen ist, funktioniert alles bestens.

Die Arbeiten an der Stellmechanik haben sich insgesamt über mehrere Tage hingezogen. Das lag unter anderem daran, dass einfach nicht alles nötige Material da war und ich außerdem im Prozess noch Ideen hatte, wie ich den Aufbau vereinfachen kann (wozu ich erstmal neues Material kaufen musste). Die Griffe der Stellstange haben ein M4-Innengewinde. Ursprünglich dachte ich, die Stellstange aus 2,5 mm Messingrundmaterial zu machen, die Befestigungsschrauben der Griffe abzusägen und mit Schraubklemmen an der Stange zu befestigen. Das hätte allergings den Stellweg zu stark eingeschränkt, weshalb ich nochmal los bin, um Gewindedraht zu kaufen. Dann habe ich mich entschieden, den Gewindedraht einfach gleich als durchgehende Stange zu verwenden. Allerdings wollte ich das unangenehme Ratschen vermeiden, das das Gewinde beim Bewegen in den Lagerungen erzeugt. Im Baumarkt hatte ich vorher schon von einem Rohr d 6 mm x 1 mm gestanden und nicht mitgenommen... Also nochmal hin, das Rohr geholt. Als nächstes fiel mir auf, dass ich selbst mit der Kleinbohrmaschine nicht mehr zwischen Modulseitenwand und Längsversteifung kam, um die Durchführungs- und Lagerungsbohrung zu machen. Da hatte ich doch bei einem meiner Einkäufe einen 90°-Winkelbohrvorsatz für acht Euro gesehen - das muss Baumarkt b) gewesen sein. War er aber nicht. Da gab es eine Ausführung für 32 Euro (gut, die hätte wohl auch einige Vorteile in ihrer Qualität und Lebenserwartung, aber ich brauchte nur EINE Bohrung). Also nochmal nachgedacht - war wohl doch beim Elektronikkaufhaus. Also das Ding geholt...

Wie auch immer, nach erster gründlicher Gleisreinigung (mit starkem Rubberverschleiß) fahren Rocos 50er als vielachsige Lok und die kleine zweiachsige Postlok von Dingler ohne Probleme. Warten wir also gespannt den Ersteinsatz ab.

MRoe 10:39, 23. Aug. 2010 (UTC)

Damit entgleiste Radsätze nicht den knapp am Lichtraumprofil stehenden Brückenpfeiler beschädigen (und damit den reibungslosen Ablauf der Schenker-Stinnes-Logistik gefährden), müssen unter der Brücke Schutzschienen eingebaut werden. Freundlicherweise hat mir Heiko dafür ein Stück Peco Code75-Flexgleis gegeben - so sind die Schutzschienen etwas flacher als die Laufschienen und behalten vielleicht trotz gelegentlicher Gleisreinigung ihre Rostfarbe. Leider fehlt die Farbe gerade noch, aber einen ersten Eindruck können die Bilder hoffentlich vermitteln.

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MRoe 21:46, 7. Feb. 2011 (UTC)

Landschaft

Eins nach dem anderen - erstmal darf das Ding seinen Ersteinsatz überstehen, dann wird begrünt...

MRoe 09. Aug. 2010 (UTC)

Schon am Dienstagabend hatte ich ein einfaches Papiermodell der Marienbrücke für eine Stellprobe auf dem Modulkastenrohbau gebastelt. Obwohl eine exakt maßstäbliche Umsetzung nicht möglich war, habe ich versucht den Eindruck von Bildern aus dem Internet zu treffen. Die Proportionen gefallen mir ausgesprochen gut:

spitzkehre_wallhalbinsel_modulbau_3.jpg

Die Bauweise der Brücke lässt sich wunderbar mit gelasertem 4mm-Sperrholz nachempfinden. Die Zeichnungen dafür sind schon fast fertig, das Rohbaumodell kann also vielleicht zum Ersteinsatz Mitte September schon gezeigt werden.

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MRoe 20:24, 15. Aug. 2010 (UTC)

Ging dann mit der Zeichnung und dem Lasern doch nicht so schnell - der Ersteinsatz war erstmal wichtiger und dann wurde das Ding gleich schon für ein Treffen in Thyrow wieder eingeplant, ohne dass ich in der Zwischenzeit was machen konnte. Kurz vor Weihnachten hatte ich die gelaserten Brückenteile auf dem Küchentisch. Da der Tisch erstmal anderweitig gebraucht wurde, kam der Bausatz vorrübergehend ins Regal.

spitzkehre_wallhalbinsel_modulbau_11.jpg

Jetzt bin ich dazu gekommen, die Brücke provisorisch zusammenzustecken (Stellprobe weiter oben bei den Schutzschienen). Dazu mussten die Nuten in den Pfeilerlängsseiten ein bisschen befeilt werden, das war eine ordentliche Presspassung. Zusammengesteckt zeigte sich, dass das Holz sich ein kleines bisschen verzogen hat. Beim ersten Begutachten war mir das nicht aufgefallen - vielleicht hat dem dünnen Sperrholz die Heizungsluft einfach nicht gutgetan. Es ist aber nicht besonders viel und ich denke, dass sich das geradeziehen lässt, wenn es mit der Fahrbahnplatte verleimt wird.

MRoe 21:46, 7. Feb. 2011 (UTC)