Neckarbischofsheim Nord

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Dieser Artikel behandelt Ideen zu einem Anschlussbahnhof für eine Privatbahn oder Kleinbahn an eine Staatsbahnstrecke. Konkret ist an drei Bahnen gedacht:

  • H0PS mit Analogbetrieb
  • DEBG von Martin Schmelter
  • Kleinbahnenstrecken nach DR-Vorbildern

Die WLE um Christoph Riegel baut derzeit einen eigenen Übergabebahnhof "Lipper Tor", der als Endpunkt einer DB-Strecke konzipiert ist. Für die Reichsbahn ist "Weissenberg (Sa)" im Bau. Dennoch scheint mir ein weiterer Anschlussbahnhof sinnvoll, da es weiteren Bedarf gibt.

Vorbild Neckarbischofsheim Nord

Neckarbischofsheim liegt im ehemaligen Großherzogtum Baden, etwa zwischen Heidelberg und Heilbronn.

Eröffnungsdaten

  • Heidelberg - Neckargemünd - Meckesheim - Neckarbsichofsheim - Neckarelz - Mosbach (54,49 km) eröffnet am 23. 10. 1862
  • Meckesheim - Steinsfurt - Bad Rappenau (27,88 km) eröffnet am 25. 06. 1868
  • Neckargemünd - Eberbach - Neckarelz - Jagstfeld (58,48 km) eröffnet am 24. 05. 1879
  • Neckarbischofsheim - Hüffenhardt (FIXME Weiß es jemand?)
  • Brücke bei Neckarelz 1945 zerstört

VOn 1862 bis 1879 ging demnach der gesamte Verkehr von Heidelberg nach Osten durch Neckarbischofsheim. Die Strecke als Hauptbahn gebaut worden, hat aber ab 1879 ihre Bedeutung an die parallel verlaufende Neckartalbahn über Eberbach verloren. Inzwischen ist sie eine Nebenbahn.

Gleispläne

Zustand 1913
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Hüffenhardt                / /____ ====
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.................Trasse.für.zweites.Gleis........
Neckarelz                              Meckesheim

Bei Eröffnung der Großherzoglich Badischen Strecke Meckesheim - Neckarelz lag die Haltestelle Neckarbischofsheim etwas weiter zu Meckesheim hin. Das alte Empfangsgebäude steht noch. Kreuzungen fanden auf den Nachbarbahnhöfen Waibstadt und Helmstadt statt. Zum Bahnhof wurde Neckarbischofsheim erst später, als es zum Anschlussbahnhof für die Privatbahn nach Hüffenhardt umgebaut wurde. Die beschränkte Ausstattung dient nur dieser Aufgabe. Es gibt staatsbahnseitig nur ein Hauptgleis, Zugkreuzungen sind also nur mit Umsetzen auf einen Nebengleis möglich, und das kommt nur für Güterzüge in Frage. Der Bahnhof hat weiterhin keinen örtlichen Güterverkehr, es findet nur die Übergabe von Wagenladungen und Stückgut statt. Dazu dienen die Gleise 1 und 2 bzw. der Stückgutschuppen, durch den zwischen Staatsbahn und Privatbahn umgeladen wird. Die Sicherungsanlage bestand aus je zwei Einfahr- und Ausfahrsignalen, die an ein vor dem EG aufgestellten Kurbelwerk Bauart Bruchsal angeschlossen waren. Die im Hauptgleis 1 Richtung Meckesheim liegende Weichenverbindung war fernbedient, die Richtung Neckarelz liegende Verbindung handgestellt und verriegelt. Die Privatbahn sicherte ihre Weichen wohl durch Handverschlüsse. Der Name des Bahnhofs war "Neckarbischofsheim", der Zusatz "Nord" wurde später hinzugefügt.

Zustand 1962
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Hüffenhardt                / /____ ====
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.................Trasse.für.zweites.Gleis........
Aglasterhausen                         Meckesheim

Im 2. Weltkrieg wurde an der Privatbahn ein Treibstofflager angelegt. Dazu ist eine Weichenverbindung zwischen Gleis 3 und 4 neu eingelegt worden, um die Treibstoffzüge mit Reichsbahnlokomotive durchgehend fahren zu können.

Die Privatbahn ist in der DEBG aufgegangen. Die Staatsbahnstrecke wird nun von der DB betrieben und ist bis Aglasterhausen verkürzt, weil die Neckarbrücke bei Neckarelz nach Kriegszerstörung nicht wieder aufgebaut wurde. Im Zuge einer Oberbauerneuerung in den sechziger Jahren wurde die DKW aufgelöst. Die DB hat ihr Stückgutladegleis zurückgebaut - nun bedient wohl ein Stückgutkurswagen der DB die Strecke bis Hüffenhardt. Die Stellwerksanlagen sind unverändert.

Zustand 2004
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Hüffenhardt                /       ===
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.................Trasse.für.zweites.Gleis........
Aglasterhausen                         Meckesheim

Die Strecke der DEBG ist auf die SWEG übergegangen. In den achtziger Jahren hat die SWEG auch die DB-Strecke übernommen und Neckarbischofsheim Nord zum Betriebsmittelpunkt ausgebaut. Eine Triebwagenhalle mit zwei Gleisen wurde erbaut. Sie dient auch zur Wartung von Omnibussen, die Gleise im Vorfeld sind deshalb eingeteert. Am Gleis 4 fahren Anschlusstriebwagen nach Hüffenhardt ab, es gibt aber auch von Meckesheim durchlaufende Wagen nach Hüffenhardt. Manche Züge fahren nur bis zum Bahnhof Neckarbischofsheim Stadt. Die Schulen dort sind das wichtigste Ziel im Personenverkehr. Das Stellwerk ist abgebaut und steht in der Ausstellung der DME in Darmstadt-Kranichstein, die SWEG setzt moderne NE-Technik ein.

Ein ideales Vorbild?

Nach Studium vieler Anschlussbahnhöfe von Privatbahnen an DB oder DR hat sich das Anlageschema des Bahnhofs Neckarbischofsheim Nord als besonders günstig erwiesen.

Vorteile:

  • Minimaler Aufwand, da Lokschuppen und Ortsgüteranlage fehlen
  • Staatsbahn und Privatbahn sauber getrennt mit dazwischen liegenden Übergabegleisen auf neutralem Territorium
  • Direkter Übergang von Zügen dennoch leicht möglich
  • Gute Rangiermöglichkeiten
  • Analogelektrik (H0PS) im Privatbahnteil leicht möglich
  • Sicherungstechnisch unabhängige Ausstattung
  • Privatbahnteil einfach, kann im ZLB unbesetzt bleiben
  • Kein Ortsgüterverkehr belastet den Betrieb
  • Stückgutumladung ist eine sehr interessante Spielidee
  • Gefällige Gleisführung in Kurven
  • Insellage des EG
  • Fehlende Umgebungsbebauung - Bf liegt außerorts
  • Könnte seitens der DB als Ausweichanschlussstelle betrieben werden
  • VT-Schuppen und Omnibushalle sind interessante moderne Elemente

Nachteile:

  • Kreuzungsmöglichkeit für Staatsbahn fehlt
  • Große Längenentwicklung
  • Übergabegleise zu kurz, nur etwa 110 m und 200 m
  • Kleines Bw für Dampf- und Diesellok wäre ggf. nötig
  • Je nach Zustand einige DKW

Um eine gewisse Längenentwicklung wird man nicht herum kommen. Sie setzt sich zusammen aus größter Zuglänge der Staatsbahn, Ziehgleislänge und tote Länge in Weichen. Das Ziehgleis mit zweigleisigen Streckenmodulen verlängert werden, wenn man dafür eine Begründung findet. Die tote Länge der Weichen kann minimiert werden. Für die Staatsbahn ist eine Kreuzungslänge von etwa 450 cm erwünscht. Herauslassen eines Zwischenmoduls erlaubt Anpassung an kleine Treffen in engen Räumen.

Die Übergabegleise müssen verlängert und mindestens um eines vermehrt werden. Es wird ein langes Zustellgleis gebraucht, worin die DB zu übergebende Wagen abstellt. Die Privatbahn muss den Wagenausgang in zwei getrennte Abholgleise ausrangieren, damit die DB nach beiden Streckenrichtungen abfahren kann. Inwieweit die Privatbahn Zugbildung für ihre Zwecke betreiben kann, hängt von der Belegung der Gleisspitzen ab.

Ein Bw kann leicht im Verzweigungsdreieck angelegt werden, worauf auch die moderne Triebwagenhalle hinweist. Wenn sich zeigt, dass die anschließenden Privatbahnen bereits Lokbehandlungsanlagen an anderer Stelle haben, ist ein Bw hier unnötig.

Doppelte Kreuzungsweichen werden sich im Interesse optimaler Gleislängen nicht vermeiden lassen. Ihre Anzahl ist jedoch ganz im Sinne der Oberbauerneuerung der sechziger Jahre auf die unbedingt nötige Zahl einzuschränken. Es werden auch leichte betriebliche Mehraufwendungen in Kauf genommen, um dieses Ziel zu erreichen.

Etwas Phantasie

Um einen Lösungsansatz für die Probleme mit dem Vorbildgleisplan zu finden, lassen wir bezüglich der Geschichte des Vorbilds die Phantasie etwas spielen. Nehmen wir zunächst an, die Strecke sei tatsächlich zweigleisig ausgebaut worden, so, wie es die badischen Trassierungsingenieuere vorgesehen hatten. Mit dem vorhandenen Stellwerk wäre folgendes möglich gewesen:

Zustand Phantasie I, etwa 1914
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Hüffenhardt                / /____ ====
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Neckarelz                          ======    Meckesheim

In den Gleisen 1 und 2 je eine stumpf befahrene Weiche, in Gleis 1 eine Kreuzung oder eine stumpf befahrene EKW. Am Gleis 2 wäre ein Außenbahnsteig anzulegen gewesen, der gewiss eine "Schirmhalle" als Unterstand für wartende Reisende bekommen hätte, etwa wie in Oberschefflenz. Der Übergang für die Reisenden wäre vielleicht nicht niveaugleich geblieben, sondern vielleicht später mit einem Fußgängersteg versehen worden. Eine nahegelegene Straßenunterführung bietet sich zwar an, hätte aber eine zweite Bahnsteigsperre erfordert und wäre eine Zumutung für von der Privatbahn umsteigende Reisende, die hier den Hauptanteil ausmachen. Vielleicht ein Rationalisierungspotential, wenn die Fußgängerbrücke wegen Baufälligkeit in den frühen achtziger Jahren abgerissen werden muss?

Nahgüterzüge halten auf Gleis 1 oder 2 an und tauschen Wagen auf den Gleisen 3 und 4 aus. Dabei wird die Strecke einer Fahrtrichtung für die Dauer der Rangierarbeiten durch den stehen gelassenen Zugstamm belegt. Ab einer gewissen Streckenbelastung und einem gewissen Rangieraufkommen ist dieser Zustand untragbar. Man würde ein Überholungsgleis anlegen, in dem der Güterzug aufgestellt werden kann. Vorhandene Gleise können dafür nicht herangezogen werden, aber es ist ja auf einer Seite noch Platz.

Zustand Phantasie II, etwa 1914
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Hüffenhardt                / /____ ====
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Neckarelz                                    Meckesheim

Das Überholungsgleis ist mit Schutzweichen abgesichert, damit der abgestellte Zugteil die Durchfahrten auf Gleis 1 und 2 nicht gefährden kann, wenn er losrollt, weil er nicht richtig festgebremst ist oder Wagen aufgedrückt werden. Ausgezogen wird jeweils auf das abgehende Streckengleis. Zur Bedienung der Weichen und Signale am Neckarelzer Kopf ist ein Stellwerksturm mit Apparat Bruchsal J eingerichtet, der über mechanischen Bahnhofsblock vom Kurbelwerk Bruchsal H am Empfangsgebäude abhängig ist. Dieser Apparat musste zur Bedienung des Weichenkreuzes nur um wenige Weichen- und Riegelhebel verlängert weden, die vier Fahrstraßenlineale reichten aus. Das Ausfahrvorsignal aus Richtung Meckesheim wird elektrisch gestellt.

Zustand Phantasie III, etwa 1943
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Hüffenhardt                / /____ ====
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Neckarelz                                    Meckesheim

Im 2. Weltkrieg ist wegen des geheimen WIFO-Tanklagers an der Privatbahn die "Hitler-Verbindung" zwischen den Gleisen 5 und 6 hinzugekommen. Die in Gleis 1 vormals vorhandene Kreuzung wurde in eine EKW mit Schlüsselabhängigkeit zum Kurbelwerk und Riegel im Drahtzug des Einfahrsignals umgebaut. Aus Richtung Neckarelz wurden die badische EKW nach Erreichen ihrer Liegedauer bereits aufgelöst, das war ohne Vermehrung der Riegelhebel auf dem Wärterstellwerk möglich. An Stelle der Schutzweiche finden wir ein Hauptsperrsignal.

Zustand Phantasie IV, etwa 1959
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Hüffenhardt                / /____ ====
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Neckarelz                                    Meckesheim

Die inzwischen gesunkene Bedeutung der Strecke führte zum abschnittsweisen Rückbau des 2. Streckengleises, als Oberbauerneuerungen anstanden. Dem folgten interessante Änderungen der Gleispläne und Sicherungsanlagen. Gleis 2 ist nun Durchfahrgleis in beiden Richtungen. Gleis 1 ist Kreuzungsgleis für Personenzüge, wird aber auch für Güterzüge nach Meckesheim benutzt, die so günstig nach Gleis 4 und 5 rangieren können. Das Überholungsgleis benutzen nur noch Güterzüge nach Neckarelz, man kann aber auch als Rangierfahrt Züge nach Neckarelz von Gleis 2 nach Gleis 3 zurückdrücken. Der Bahnof ist also auf Linksverkehr umgekrempelt. Das ehemalige Neckarelzer Ausfahrgleis dient nur noch als Ziehgleis von stattlicher Länge.

Die Signalausstattung ist wie folgt:

  • Gleis 1: nach Neckarelz kein Signal, nach Meckesheim Hp0/2 und Sh0/1
  • Gleis 2: nach beiden Richtungen Hp0/1
  • Gleis 3: nach Neckarelz Hp0/2 und Sh0/1, nach Meckesheim Sh0/1

Der Güterverkehr der Privatbahn hat dank neuer Anschlussgleise gut entwickelt. Die DB hat die Zahl der Nahgüterzüge reduziert. Deshalb reichen die Längen der Gleise 4 und 5 oft nicht mehr aus, um die Wagen zur Übergabe aufzustellen. Oft muss die Privatbahn abgehende Wagen nach Gleis 3 stellen, womit dieses für Zugfahrten ausfällt. Außerdem beabsichtigt die DB eine Modernisierung der Signalanlagen in Dr-Technik mit der Absicht, eine Knotenfernsteuerung einzurichten.

Die günstigste signaltechnische Lösung ist ein DrS2-Stellwerk, das aber, wie die alte mechanische Anlage auch, nur 4 mal 2 Fahrstraßen beherrscht. Wegen der betrieblichen Wünsche nach mehr Übergabegleisen und um einen signaltechnisch klaren Spurplan zu bekommen, wird nochmals umgebaut.

Zustand Phantasie V, etwa 1968
              | Korn             ._7__  ___
              | haus        ____/__6___/
Hüffenhardt   .            / /____ ====
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          /_________5___\__/_  GS   EG
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Neckarelz                                    Meckesheim

Gleis 1 wird zum neuen Übergabegleis 3. Die beiden verbleibenden Hauptgleise 1 und 2 werden am Bahnsteigende auf die alten Gleise 2 und 3 angeschwenkt, man sieht das deutlich an den Oberbauformen vor und hinter der Verschwenkung. Die Einmündung nach Gleis 1 wird mit schlüsselabhängiher Handweiche und Gleissperre ausgeführt. Die Verbindung auf das Ausziehgleis ist ferngestellt.

Die Privatbahn baut Gleis 7 zum Aufstellgleis für Triebwagenanhänger zurück. Fallweises Umlaufen ist nach Zurückdrücken über die "Hitler-Verbindung" möglich, wo es sogar mehr Nutzlänge gibt. Der Güterschuppenstumpf wird verlängert, um zwei Stückgutwagen aufzustellen. Die Ladebühne wird dafür umgebaut und erlaubt auch die Beladung von kleinen Lastwagen im Flächenverteilerdienst. Die Privatbahn ist ein wichtiger Kooperationspartner im Stückgutverkehr der DB. Die Weichenstraße am Ziehgleis wird verschoben, um etwas mehr Nutzlänge zu bekommen. Neu ist der Anschluss zum Kornhaus.

Die Staatsbahn stellt zu übergebende Wagen in Gleis 3 auf. Güterzüge Neckarelz - Meckesheim fahren dazu zweckmäßig nach Gleis 1 ein, um mit der Zuglok von der Spitze rangieren zu können. Die Privatbahn sortiert die Wagen in den Spitzen der Gleise 3-5, ggf. auch 6 und Kornhaus, unter Benutzung des Ausziehgleises. Zur Abfahrt nach Hüffenhardt wird der Zug nach Gleis 6 geschoben, nach Verschließen aller Weichen kann er abfahren.

Die von der Privatbahn ankommenden Güterzüge fahren bis an den Bahnsteig vor und werden nach Gleis 4 und 5 zurückgedrückt. Dabei werden die Wagen nach Ausgangsrichtungen sortiert, etwa: Gleis 4 nach Meckesheim, Gleis 5 nach Neckarelz. Der Packwagen wird in der "Hitler-Verbindung" umlaufen.

Details des DrS2-Stellwerks

 
                               GsI 
       ...--14--...          ...-/-      EG           A/n    a
             \          <O[]-- N1  \  =========    <OO%--  %--
-<->----------15-14 ----------1-----2-----<->----1--------<->-
--%   --%OO>      \ <OO[]-- N2        P1 --[]O> /   
f     F/p          -----------2-----------<->---
                               ========= --[]OO> P2
f     F/p                                      

Die Ausfahrsignale N1 und N1 sind soweit von den Grenzzeichen der Weichen 14 bzw. 1 abgerückt, dass gleichzeitige Einfahrten a/1 und f/2 möglich sind. Die Die Fußgängerbrücke ist auch weiterhin nötig, weil man den Bahnof fernsteuern möchte, sobald die Gleisfreimeldeanlagen vervollständigt sind. Der Bahnsteig an Gleis 2 ist zurückverlegt, damit die Züge vor Signal P2 an den Bahnsteig passen. Güterzüge fahren vorzugsweise auf den Fahrstraßen a/2 und f/1 ein, dann können sie die volle Gleislänge ausnutzten. Die Signale P1 und N2 stehen dicht an den Grenzzeichen.

Dieser Gleisplan ist auch EZMG-tauglich, durch Austausch der Signale (Wattenscheider Schächte) ist leicht DR-Ambiente zu schaffen.

Weitere Ideen

Die bei der Privatbahn verbliebene DKW wird mit 4 einfachen Weichenlaternen bzw. Blechwinkeln ausgestattet (Beispiel: Bahnhof Bad Orb der Kreiswerke Gelnhausen).

Im Grunde ist es egal, ob die Privatbahn am Streckengleis Hüffenhardt anschließt oder hinter dem Prellbock des Bahnsteiggleises. Man kann das für flexiblen Aufbau ausnutzen oder den Anschlussbahnhof als Berührungsbahnhof betreiben. Mit Rücksicht auf die Zugbildungsmöglichkeiten etc. soll aber kein vollwertiger zweiter Privatbahnast angeschlossen werden, sondern nur eine kurze Stichstrecke zum "Stadtbahnhof" der Privatbahn. (Situationen wie Kirchberg bei Jülich DB/JKB oder Braunschweig Ost BLE/BSE). Zumindest bei der DR-Kleinbahnfraktion gibt es genug Endbahnhöfe dafür.

Sollte sich die Lösung mit 2 Hauptgleisen nicht bewähren, könnte noch ein komplett neu trassiertes Überholungsgleis dazugebaut werden - bei EZMG kein Problem. Dann entstünde sogar ein kleiner Inselbahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 (neu). Die Modulplanung soll diese Möglichkeit berücksichtigen.

Balsine