Maywood Jct

Aus Frokelwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Auf der Modulgruppe Maywood Junction eines Berliner Fremokollegen kreuzen sich zwei eingleisige Strecken unter einem Winkel von 30 Grad. Da eine der beiden Strecken als mainline betrieben werden soll, ist zur Sicherung der Kreuzung ein interlocking erforderlich. Das Projekt US Junction hat sich damit erledigt; die Arbeit für Balsine reduziert sich auf den Bau eines Stellwerks.

Gleisplan

Zufällig entspricht die frei erfundene Maywood Jct prinzipiell dem Gleisplan von Stack, Ohio, wo die Pennsylvania Railroad mit der Akron, Canton & Youngstown kreuzte. Das Aufstellen des sicherungstechnischen Lageplans (interlocking diagram) war somit recht einfach.

                                      /
                                     /
                                    /
                       I----*------s                  
                           /      /
                          /  2 / /                      N
              old inter- /    / /                      W+E
              change    /    O /                        S
              I---------      /  Tower
                             /               OO-- 3
-<->------------------------/-------------6------------<->-
           12A --O         /             / L7
                          / O     -------
                         / /     /   -O
                        / / 11  /    12C
                       /       /
                      s--------
                     /                  1 - cutout lever
                    /                   7 - crossing lever
                   /

Signale

Die Signale sind mit den Nummern der Hebel bezeichnet, mit denen sie in einem mechanischen Stellwerk bedient werden.

  • 2, 11 und 12A sind Tomar searchlight signals mit 1 Schirm, der rot oder grün zeigen kann
  • 3 ist ein Tomar searchlight signal, das oben rot oder grün und unten rot oder gelb zeigen kann
  • 12C ist ein Tomar dwarf searchlight signal, das rot oder gelb zeigen kann.

Zum Überqueren der Kreuzung auf dem jeweiligen Hauptgleis zeigt das betreffende Signal grün für clear. Bei Fahrt von rechts in das Verbindungsgleis wird rot über gelb für restricting gezeigt; das bedeutet Fahrt auf Sicht mit höchstens 15 Meilen pro Stunde. Für die Ausfahrt aus dem Verbindungsgleis wird von dem Zwergsignal ebenfalls restricting angezeigt.

Stellwerksausrüstung

Es sind prinzipiell drei Spielarten denkbar. Durch Einbau von Digitaldecodern wird eine Schnittstelle geschaffen, an denen die verschiedenen Techniken später wechselweise angeschlossen werden können.

Mechanical Interlocking

Es wird eine mechanische Hebelbank mit 12 Hebeln aus einem Bausatz des australischen Herstellers Modratec benutzt. Entsprechend der modernen Praxis im Vorbild gehen wir davon aus, daß die Weichen und Signale nicht mehr mechanisch mit Gestänge bedient werden, sondern auf elektrischen Antrieb bzw. Lichtsignale umgebaut sind.

Die Junction muß mit einem operator besetzt sein. Dieser kann zusätzlich train orders aushändigen oder sogar Dispatcher einer der Strecken sein, denn die Bedienung des Hebelwerks allein wäre zu langweilig.

Das Stellwerk soll ausgeschaltbar eingerichtet werden; die Signale einer der mainline zeigen dann grün, während die kreuzende Strecke blockiert ist. Dann bestehen folgende vorbildgerechte Spielmöglichkeiten:

  • Die Zugmannschaft der kreuzenden Strecke schließt das Stellwerk auf, stellt die Signale für ihren Zug um und schaltet nach Überqueren der Kreuzung das Stellwerk wieder aus
  • Das Stellwerk wird nur zeitweise, z. B. nur in der Frühschicht, besetzt.

Centralized Traffic Control

Ein CTC-Bedienkasten enthält 2 Signalknebel, 1 Weichenknebel und Rückmeldeanzeigen. Über Loconet angebunden, kann der Bedienkasten auch der Junction aufgestellt werden, also

  • beim Dispatcher
  • beim Operator eines anderen Stellwerks
  • oder auch bei einem lokalen Operator.

Voraussetzung dafür wäre eine selbsttätige Gleisfreimeldung.

Automatic Interlocking

Ein voll selbsttätiger Betrieb wäre möglich, wenn die Weiche (Hebel 6) auf Handbedienung umgebaut, das Signal 3 verändert würde und Sigmal 12C wegfiele.

Bei einem automatic interlocking fordern die Züge ihr Signal über Annäherungsabschnitte oder von der Zugmannschaft zu bedienende Drucktasten (push-button) an. Die push-button-Lösung ist die einfachste Grundvariante; sollen die Züge nicht anhalten müssen, kann man im Modell Annäherungsabschnitte mit Müllerschen Sensoren nachrüsten.

Wenn ein Zug schon grünes Signal bekommen hat, aber die Kreuzung nicht befährt, kann das Signal über besondere Drucktasten auf Halt gestellt werden. Ein feindliches Signal kann dann nur noch zeitverzögert freigegeben werden. Dieser Vorgang ist gut auf einem Youtube-Viedo von Opelika, Ala. zu erkennen.

Selbsttätige Gleisfreimeldung ist für diese Anwendung unbedingt notwendig. Die Betriebsstelle ist dauerhaft unbesetzt.

Balsine