Döllstädt

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Auch wenn er klein ist - besser als eine Abzweigweiche allein ist ein Trennungsbahnhof schon, und mit 5 1/2 Modulkästen zu 1,20 x 50 cm ist er durchaus kofferraumtauglich: eine Modellumsetzung von Döllstädt. An der Nebenbahn (Erfurt) - Kühnhausen - Bad Langensalza gelegen und Anschlußbahnhof für die Nebenbahn nach Bad Tennstädt - Straußfurt. Mit Bahnsteigunterführung und ohne Ausfahrsignale bis heute. (Und auch ohne Nebenbahn nach Bad Tennstädt - die ist zurückgebaut)

UDST-Model.jpg

Ich habe das Ding mal in AutoCAD mit Roco Line 10° Weichen durchgearbeitet. Bei einigen Weichen ist der Zweiggleisbogen hinter dem Herzstück verkürzt angenommen, die Endneigung ist dann 8.5°. Das sind die Weichen, die keinen "Schwalbenschwanz" haben. Die Kreuzung ist mit 30° in Standardteil vomn Roco. Man braucht 3 Linksweichen, 7 Rechtsweichen, die DKW und eben die Kreuzung. So ein Döllstädt (UDST) wäre ein würdiger Ersatz für Leomünster.

        ___4_____      | Bad Tennstädt
       /      _5__\    |
      /____3_______\__/|  Erfurt
_____/_____2_____\__/__|______
Bad    \___1_______/   |
Langen-  EG  _8_/      |
salza             __9_/

Gleis Verwendung Nutzlänge
Gleis 1 Aufstellgleis für Güterwagen 320 cm / 217 cm
Gleise 2,3,4 Hauptgleise mit je ca. 280 cm
Gleis 5 Abstellgleis für Personenwagen, Triebwagen etc. 82 cm
Gleis 8 Ladestrasse, Kopf- und Seitenrampe 74 cm
Gleis 9 Ladestrasse 125 cm

Der Stückgutschuppen neben dem EG liegt an Gleis 1. Er kann durch Stückgutkurswagen oder zeitweise in Gleis 1 stehende Wagen bedient werden. Hauptsächlich soll Gleis 1 aber als Sammelgleis für Güterwagen dienen, die hier auf andere Züge übergehen. Zum Beispiel im Eckverkehr: Die Strecken nach Erfurt und Bad Tennstädt werden angenommenermaßen durch je ein Ng-Paar bedient. Der von Erfurt kommende Zug schiebt Bad Tennstädter Wagen von links nach Gleis 1. Der nach Bad Tennstädt fahrende Zug nimmt sie von rechts wieder auf. Die Wagengruppe wird dabei so aufgestellt, dass der Stückgutkurswagen Erfurt - Bad Tennstädt einige Zeit vor dem Güterschuppen zu stehen kommt. Es ist also gar nicht so dumm, Aufstellgleis und Güterschuppengleis zusammenzulegen.

Die nach Osten fahrenden Züge rangieren die Ladegleise 8 und 9 aus. Dazu wird auf der Tennstädter Strecke, da ist weniger los, ausgezogen. Um mal schnell einige Wagen zwischen 1 und 2/3 auszuwechseln, kann auch Richtung Erfurt ausgezogen werden - da sollte aber das Esig noch auf dem letzten Modul stehen.

Im Personenverkehr sind dank Bahnsteigunterführung und passend platzierte H-Tafeln gleichzeitige Einfahrten z. B. von Bad Langensalza nach 1, von Erfurt nach 2 und von Bad Tennstädt nach 3 möglich. Im Vorbild wurde auf der Tennstädter Strecke gependelt. Die Lok umläuft also durch Gleis 2, bevor oder nachdem dieses Gleis vom Zug Erfurt - Bad Langensalza benutzt wurde. Die Loks waren in Tennstädt stationiert, da gab es einen zweiständigen Lokschuppen. Da wir im FREMO genügend Bahnhöfe mit überkandidelten Lokschuppen haben, brauchen wir hier keinen. Und Lz- oder Lpaz-Fahrten sind ja auch mal was Interessantes. - Man könnte auch auf der Erfurter Strecke pendeln, wenn der FREMO-Betrieb das erfordert. Es ist sogar denkbar, die Durchgangsrelation Erfurt - Bad Tennstädt zu wählen und von Langensalza nach Gleis 4 zu pendeln. Dann wäre es aber extrem sinnvoll, Gleis 1 als Lokfahrgleis freizuhalten.

Bei kleinem Verkehr könnte Döllstedt auch Anschlußbahnhof im Güterverkehr sein. Nach Bad Tennstädt übergehende Wagen werden in 1 gesammelt. Sk-Behandlung wie beschrieben. Die Lok kommt von Bad Tennstädt mit Personenzug. Wenn es wenige Wagen sind, kann ein Gmp gebildet werden. Lohnt sich ein extra Güterzug, so werden die Personenwagen in 5 abgestellt. Wenn nicht der Personenzug-Packwagen verwendet wird, steht der Pwg in 5 bereit. Beim Ausrangieren des Gleises 1 werden die Gleise 8 und 9 mitbedient. Zum Reihen des Ng werden die Gleisspitzen benutzt - bei einer kurzen Stichstrecke gibt's da aber wenig zu tun, allenfalls müssen Wagen für eine unterwegs liegende Haltestelle ausgesondert werden.

Ich komme also zum Schluß, dass ein Leomünster oder Döllstädt schon allerhand Möglichkeiten bietet. Und als Vorbahnhof ein Wega oder Brebeck-Hohentor zu entlasten imstande ist, weil hier Wagenübergänge möglich sind.

Balsine