Bäckerei Weinzheimer

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Vorbild

Als Ergänzung zum Projekt Bhf Stromberg ist der Anschluß der Bäckerei Weinzheimer in Stromberg/Hunsrück ein interessantes Projekt. Dieser Anschluß liegt an der KBS607a, knapp außerhalb von Stromberg, auf Höhe des Einfahr-Vorsignals aus Richtung Langenlonsheim/Schweppenhausen. Diese alteingesessene Großbäckerei wurde um 1900 gegründet (und zum 30. September 2011 geschlossen) und lieferte schon damals überregional das “Original Hunsrücker Brot”. Das Rohmaterial wurde größtenteils mit der Bahn angeliefert, und die fertigen Produkte wurden postwendend mit der Bahn per Nachtexpress bis ins Rheinland und Ruhrgebiet geliefert. Die Bäckerei verfügte sogar über eine eigene kleine Köf (siehe hier oder hier (jeweils etwas runterscrollen)) zum Verschub der bis zu 15 Wagen, die im Laufe des Tages zu bearbeiten waren.

Der Gleisplan sah (laut einem Bericht aus dem Hunsrückbahn-Forum) folgendermaßen aus:


                         a                 b         c (Verladung)
                    |_____________________________________|
                                       \
 Schweppenhausen <-  __________________ \___________________ -> Stromberg

Aus Gründen der Hygiene durfte früher die DB-(Dampf-)Lok nicht in den Abschnitt c an die Laderampe rangieren. Dies wurde auch später, als nur noch Dieselloks den Anschluß bedienten, so beibehalten.

Der Ablauf einer Übergabe war dann wie folgt:

  1. Streckenlok kommt aus Richtung Stromberg und fährt bis in den Abschnitt a vor. Dort steht am Prellbock die Werks-Lok bereit.
  2. Die Streckenlok schiebt die Wagen in Abschnitt b vor und kuppelt ab.
  3. Die Streckenlok rangiert zurück nach a und verläßt den Anschluß wieder in Richtung Bahnhof Stromberg.
  4. Jetzt kommt der erste große Moment für die Werks-Lok: sie drückt die angelieferten Wagen vor in Abschnitt c an die Laderampe.
  5. Der zweite große Moment für die Werkslok: die leeren Wagen werden wieder in Abschnitt a gezogen und abgekuppelt.
  6. Eine DB-Lok kommt aus Richtung Stromberg und holt die Wagen in Abschnitt a ab.

So soll es laut dem Bericht im Forum abgelaufen sein. Gerüchteweise sollen die Gleisanlagen auf dem Bäckereigelände aber noch mindestens ein Gleis mehr umfaßt haben. Nachforschungen haben dies bisher jedoch nicht bestätigt.

Modell

Der Anschluß soll wie im Vorbild in einem Kurvenmodul angeschlossen werden. Zum oben aufgezeichneten Gleisplan habe ich noch eine weitere, unbestätigte Variante bekommen. Da ist die eine Weiche im Anschluß eine DKW, so daß man zwei statt ein "Ziehgleis" hätte. Die oben aufgezeigte Variante finde ich aber völlig in Ordnung und würde es auch so bauen.

Als Gleismaterial hatte ich ursprünglich vor Tillig Elite zu verwenden. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das Stahlschwellengleis von RST für das Streckengleis zu nehmen. Im Original war eine Stahlschwellenweiche EWR 190 1:9 St Fsch verbaut, die von RST als -Modell-Neuheit 2010 angekündigt ist. Im Anschluß selbst lag Holzschwellengleis, da könnte ich das Gleis von Weinert verwenden. Für die Kurvenmodule der Strecke käme ein Radius von ca. 2500 bis 3000mm in Frage, von dem dann der Anschluß mit einem Bogen von ca. 2000mmm abgehen würde. Muß ich bei Gelegenheit mal aufzeichnen, damit man davon mal eine genauere Vorstellung bekommt.

Die Bedienung der Werkslok kann man im FREMO-Betrieb einfach dem Lokführer der Übergabe aufs Auge drücken, der die Wagen anliefert und abholt.

Die originale Bäckerei-Köf (Typ Schöma Kdl 91, Maschinenfabrik Diepholz) war von Real-Modell angekündigt und sollte im Frühjahr 2011 heraus kommen. Leider wurde diese Ankündigung zurück gezogen. Da bleibt dann doch nur ein Selbstbau oder eben eine vergleichbare Kleinstlok.

Da ich außer einem alten Foto aus den 30er-Jahren in sehr geringer Auflösung keine Details zu den Gebäuden bekommen kann, würde ich da einfach etwas "typisches" verwenden und sinnvolle Annahmen treffen. Mal sehen, was die verschiedenen Anbieter passendes haben.


-- Loki (Diskussion) 15:02, 7. Jan. 2018 (CET)