Awanst mit Entwicklungspotenzial

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Jeder träumt bestimmt vom großen Bahnhof und genauso weiß eigentlich jeder, dass er erst mal klein anfangen soll und sich nicht gleich zu Beginn mit einem riesigen Projekt belasten sollte: So heißt es zu Beginn kleine Brötchen backen, um sich in die Materie einzuarbeiten. Aber hochfliegende Träume darf man ja trotzdem haben und wenn sich diese dann auch noch in handliche Happen zerlegen lassen, um so besser.

Aus diesem Grund will ich hier das Konzept einer Awanst vorschlagen, die sich langsam aber sicher zu einem richtigen Bahnhof entwickeln soll.

Da sich meine Überlegungen im Laufe der Zeit verändert haben, habe ich die ursprüngliche Version nach Awanst mit Entwicklungspotenzial - 2gleisige Variante verschoben. Diesen Artikel werde ich nach und nach meinen neuen Überlegungen anpassen.

Der Anfang

Als Basis denke ich an dreigleisige Module bei denen das untere Gleis das Streckengleise ist und die oberen beiden zur Awanst gehören.

:______:_____:  Gleis 3
:______:___/_:  Gleis 2
:   /  :     :
:__/___:_____:  Gleis 1 

Gleis 2 ist dabei als Verkehrsgleis gedacht, an dem sich keine Ladesstellen befinden. In Kombination mit einem Umsetzmodul zwischen Gleis 2 und Gleis 3 lässt sich hiermit eine Awanst mit verschiedenen Anschließern realisieren.

Ein oder zwei Streckengleise?

Ich habe lange überlegt, ob eine ein- oder zweigleisige Streckenführung sinnvoller ist. Zum einen mag ich den Hauptbahnverkehr und die weiter unten aufgezeigten Varianten wie der Rangierbahnhof sollten sinnvoller Weise im Hauptbahnast untergebracht werden. Ein weiterer Vorteil einer zweigleisigen Strecke ist, dass der Richtungsbetrieb der Gleise bei dichtem Verkehr den Fahrdienstleiter deutlich entlastet. Fast allen unten gezeigten Plänen mangelt es nämlich an Kreuzungsmöglichkeiten, insbesondere für Personenzüge. Von daher muss bei einer eingleisigen Version der Fahrdienstleiter die Fahrten mit den Nachbardienststellen wesentlich besser koordinieren. Auf der anderen Seite würde ich die Module auch gerne auf kleineren Treffen einsetzen, wo eine zweigleisige Version deutlich überdimensioniert wäre. Von daher die Idee eine zweites Streckengleis über angesetzte Konsolen zu realisieren. Mehr dazu dann im Abschnitt Zweites Streckengleis.

Grundversion

Als minimale Variante könnten diese drei Module zum Einsatz kommen, sie haben jeweils eine Länge von 1,20m, bzw. das rechte ist etwas kürzer, so dass man sie als zwei Doppeldecker verstauen kann.

awanst.png

Links oben schließt sich ein Kopfstück mit IH05 Profil an, mit dem man zum Beispiel Module nach Motiven der Industriebahn Feuerbach oder andere Industrie- / Hafenbahnmodule anschließen kann. Auf dem Modul befindet sich noch ein Anschlussgleis, welches über eine 190er Weiche angebunden ist. Auch die Verbindungsweiche der beiden Nebengleise hat einen Radius von 190 Metern. Die Weiche zum Anschluss kann als Handweiche dargestellt werden. Die Verbindungsweiche links oben würde ich als ferngstellte Weiche darstellen. Dabei ist zu überlegen, ob man nur den Schotterzwerg im oberen Gleis fest montiert und die beiden im Verkehrsgleis z.B. in Wattenscheidern versenkt. So kann man sie bei Bedarf z.B. gehen hohe Sperrsignale ersetzen. Die Straße, die vom oberen Profil kommt, soll nach vorne hin abfallen und dann das Streckengleis unterqueren. Ich bin mir allerdings nicht so ganz sicher, ob die 70cm reichen, um die erforderliche Höhe zu überwinden. Hier muss man das Modul vermutlich noch etwas verlängern. Das Streckengleis wird noch mit einem Wattenscheider versehen, dort kann bei Bedarf ein Einfahr- / Blocksignal für von links kommende Züge platziert werden.

Auf dem mittleren Modul befinden sich zwei 300er Weichen. Auf dem Verkehrsgleis aus Rücksicht auf eine Verwendung als Abzweig bzw. wie weiter unten zu lesen sein wird keine 190er. Die beiden unteren Gleise bekommen am linken Rand jeweils Wattenscheider Schächte, auf der rechten Seite werden die Weichen durch feste Schotterzwerge gesichert. Am oberen Gleis befindet sich eine Ladestelle, im Moment gibt es dazu aber noch keine konkreteren Planungen.

Das rechte Modul dient wieder dem Übergang auf ein Standard Streckenprofil. Das Strecken Gleis ist wieder mit einem Wattenscheider für ein mögliches Einfahr- / Blocksignal zu versehen. Die oberen beiden Gleise dienen als Ladestelle. Dabei denke ich bei dem oberen Gleis an eine Halle. Bei dem mittleren Gleis ist zu bedenken, dass es in anderen Aufbaukombinationen als Ausziehgleis gebraucht wird und man es daher so gestalten sollte, dass auch dies glaubwürdig darstellbar ist. Alternativen zu Ladestraße / Parkplatz werden noch gesucht.

Sicherungstechnik

Die Awanst soll in die Blocktechnik integriert werden. Dabei sind zwei Anwendungsfälle zu unterscheiden:

Awanst auf freier Strecke

Schlüsselschalter zum Bedienen der Weichen im Streckengleis, damit kann das Bedienpult für die Weichen frei geschlüsselt werden. Im Bahnhof wird über die Bahnhofsschnittstelle zwischen Blockkasten und Stellpult der Schlüsselkasten eingeschleift. Dieser gibt den Schlüssel nur bei freiem Block frei und blockiert den Block für die Speerfahrt. Wenn sich die Rangierabteilung in der Awanst eingeschlossen hat, kann man mit einem zweit Schlüssel im Bahnhof den Block wieder frei schalten.

Anschlussgleis innerhalb des Bahnhofes

Hierbei wird das Weichenbedienpult selbst zwischen Blockkasten und Stellpult eingeschleift. Eine Abhängigkeit zum Streckenblock besteht nicht mehr direkt, allerdings werden Ein- und Ausfahrsignale blockiert, solange die Weiche in den Anschluss auf Abzweig gestellt ist. Diese Variante lässt sich natürlich nur realisieren, wenn man bei dem Bahnhof zwischen den Bahnhofsmodulen und dem Einfahrsignal noch weitere Module dazwischen setzen kann oder das Einfahrsignal als Wattenscheider ausgeführt ist.

Erweiterungen in der Awanst

Durch Hinzufügen einer weiteren Weichenverbindung zwischen Gleis 2 und 3 lässt sich eine Umfahrmöglichkeit innerhalb der Awanst schaffen, was die Rangiermöglichkeiten erweitert. Zudem sind einige weitere Anschließer eingezeichnet, die mögliche Gleisverläufe zeigen sollen.

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Mit weiteren Weichenverbindungen zwischen Gleis 2 und 3 lässt sich so ein kleines Industriebahnnetz aufbauen, welches sich zum Beispiel, wie schon in dem oben ganz links gezeichneten Modul gezeigt, auch von der Hauptbahn trennen und sich als eigener Ast entwickeln kann.

Schlachthof

Als mögliches Motiv für ein Modul bietet sich ein Schlachthof an, hier können Tiere in Viehwagen von den unterschiedlichen Bahnhöfen kommend entladen und zu Wurst und anderen Fleischwaren verarbeitet werden. Dieses Modulzeichnung stammt noch aus den ersten Entwürfen, mit einer 2gleisigen Streckenführung und noch mit nicht maßstäblichen Weichen. Ich möchte sie der Vollständigkeit halber hier trotzdem stehen lassen.

schachthof1om0.png

Das Modul hat einen Radius von 4m und einen Winkel von 22,5°. Dadurch ergibt sich eine Breite von ca. 1,65m. Da dies unhandlich ist, wird das Modul in zwei 11,25° Segmente unterteilt, die sich als Doppeldecker transportieren lassen. Die Weichen sind dabei auf einem Segment konzentriert. Das dreieckige Segment wird dabei zum Transport an das Weichensegment geschraubt. Somit hat dies dann die gleiche Grundfläche wie das mit den Gebäuden bebaute Segment.

Die beiden Gleise im oberen Bereich dienen zum Entladen der Tiere, haben eine Nutzlänge von 70-80cm und sind oben und unten mit seitlichen Rampen versehen. An dem oberen Gleis, könnte man die Rampe noch bis über die Weiche vorziehen, kann dann allerdings das andere Gleis nicht mehr bedienen, während dort entladen wird. Der Gleisabschnitt zwischen der EKW und dem Kühlhaus, kann dazu genutzt werden um Wagen einem Anschließer auf einem weiter rechts befindlichen Modul zuzustellen.

Der eigentliche Schlachthof befindet sich oberhalb oder links und ist nicht dargestellt. Eingezeichnet habe ich mal das Kühlhaus von Trix [1], über das der Versand der Fertigprodukte in Kühlwagen erfolgt. Diagonal dazu schliesst sich ein niedrigeres Gebäude an, in welchem ein Teil der Fleischverarbeitung untergebracht ist. Der Bereich rechts des Kühlhauses kann für ein Gattergehege genutzt werden.

Abzweig

Bei größerem Verkehrsaufkommen, ist es wünschenswert die Bedienung mit Zugfahrten durchführen zu können. Dafür ist die Anschlussstelle zu einer Abzweigstelle aufzuwerten. Dafür ist im Streckengleis die Weichenverbindung auf jeder Seite durch Blocksignale zu sichern. Die Zugfahrten aus Gleis 2 nach rechts auf die Strecke werden durch ein Hauptsignal vor der Weiche gesichert. Einfahrten in das Gleis 2 enden links vor einen hohen Lichtsperrsignal.

Wünschenswert wäre, wenn durch weitere Module Gleis 2 soweit verlängert wird, dass man dieses Sperrsignal schon vor der ganz linken Weiche aufstellen kann. Somit muss diese dann nicht mehr in die Abhänigkeiten für eine Einfahrt nach Gleis 2 einbezogen werden.

Nach der Einfahrt eines Zuges gehen das hohe Lichtsperrsignal und das Sperrsignal am Ausfahrsignal von Gleis 2 auf Kennlicht, bzw. in die lokale Verantwortlichkeit des Rangierleiters.

Ideal wäre es, wenn man den Abzweig und den Streckenblock von einer benachbarten Betriebsstelle fernsteuern könnte, allerdings ist dafür eine funktionierende Gleisfreimeldung vor allem auf dem Streckengleis aber eigentlich auch auf Gleis 2 notwendig.

Alternativ könnte man sich auch überlegen, diese Module als Streckenabzweig zu betreiben und auch auf der Strecke nach links oben Streckenblock einzurichten. In dem Fall entfällt das hohe Lichtsperrsignal und die Bedienung der Anschlüsse erfolgt weiterhin als Sperrfahrt.

Übergabebahnhof

Bislang "schnorrten" die hier vorhandenen Ladestellen ja bei einer benachbarten Betriebsstelle, da die Güterwagen ja von dort per Übergaben zugestellt werden müssen. Wenn man davon ausgeht, dass sich auf der linken Seite noch ein größeres Industriebahnnetz anschließt, ist dies einem anderen Bahnhof nicht mehr zuzumuten.

bahnhof.png

Durch das Einfügen eines Bahnhofkopfes auf der linken Seite wird die Awanst zu einem Bahnhof aufgewertet. Güterzüge können jetzt von beiden Seiten nach Gleis 2 einfahren und dort eine Wagengruppe absetzen oder aufnehmen. Ein örtliche Rangierlok kann über die vier Abstellgleise diese Wagen einfach nach den örtlichen Ladestellen ausrangieren und auch die Ausgangswagen sauber nach Gruppen vorsortieren. Wenn hier kein größeres Industriebahnnetz zu versorgen ist, kann man in dem Bahnhof auch Zugbildungsaufgaben erledigen.

Am Durchgangsgleis befindet sich ein Bahnsteig, um auch dem Personenzugverkehr hier einen Halt zu ermöglichen, zusätzliche findet man auf der gegenüber liegenden Seite eine Ladestraße. Gerne hätte ich hier noch ein zweites Gleis für eine beidseitige Ladestraße eingeplant, aber leider reicht dafür die Breite nicht auf den Modulkästen, die immer noch im 1,20m Raster sind.

Sicherungstechnisch ist der Bahnhof mit Einfahrsignalen zu versehen, sowie an Gleis 1 und 2 beidseitig mit Ausfahrsignalen. In späteren Ausbaustufen, sollen auch aus den übrigen Gleisen Ausfahrten möglich sein. Ob man die dafür notwendigen Signale schon fest montiert oder hier Wattenscheider einsetzt ist noch zu überlegen. Die erste Variante hätte den Vorteil, dass man mit hier gebildeten Zügen schon aus allen Gleisen nach links ausfahren kann.

Wenn der Bahnhof keine Zugbildungsaufgaben übernimmt, wäre es vlt. auch interessant ihn von einem anderen Bahnhof fern zu steuern und nur wenn ein Rangierleiter vor Ort ist, auf ein örtliches Bedienpult umzuschalten. Allerdings besteht hier wieder die Problematik einer realisierbaren Gleisfreimeldung.

Strecken-Zentralbahnhof

zentral.png

Vervollständigt man dann noch den rechten Bahnhofskopf, so hat man 5 Gleise mit beidseitigen Ein- und Ausfahrmöglichkeiten. Die Nutzlängen der Gleise betragen von oben nach unten: 3,7m 3,7m 4,3m 5,3m 6,0m Wobei man natürlich das ganze noch um ein oder zwei 1,2m lange Module verkürzen kann.

Der Bahnhof bietet damit vielfältige Möglichkeiten zur Zugbildung. Entweder für ein angeschlossenes Industriebahnnetz, an einem Abzweig oder auch als Strecken-Zentralbahnhof, zumal man auf Gleis 2 in beide Richtungen ausziehen kann ohne die Strecke zu blockieren. Eventuell ist es sinnvoll die Ausziehgleise noch etwas zu verlängern.

Auch Kreuzungen oder Überholung sind hier möglich, lediglich für Personenzüge, durch nur einen Bahnsteig, etwas eingeschränkt.

Fahrplankonzept

Nehmen wir an der Bahnhof liegt an einer längeren eingleisigen Strecke, kurz vor dem Bahnhof zweigt eine Nebenbahn ab.

                Nebenbahn--\
                            \
Sbf1>----A----B----S1----S2--\-Z----C----D----E----<Sbf2

Im Personenverkehr werden alle Züge der Nebenbahn bis zum nächsten größeren Bahnhof in Fahrtrichtung durchgebunden.

Die Bedienung im Güterverkehr erfolgt morgens mit einem Dg aus jeder Richtung, der jeweils zwei Gruppen ausstellt. Eine für die Nebenbahn und die zweite mit Ortswagen bzw. für benachbarter Satelliten (S1, S2). Der Dg kann entweder hier enden, dann kann diese Lok später den Ng für die Nebenbahn bespannen oder der Dg fährt weiter. In dem Fall kommt die Zuglok für den Ng später als Lz oder Leervorspann.

Aus den beiden Gruppen wird nun von der Ortslok und evtl. der Zuglok zuerst der Ng für die Nebenbahn gebildet und dann noch die Ortswagen fein sortiert. Hierbei ist es von Vorteil zwei Loks zu haben, da dann an beiden Köpfen rangiert werden kann. Wenn die Lok von keinem Dg bleibt, wäre eine zweite Ortslok daher sinnvoll. Zum Beispiel neben einer V60 noch eine Köf.

Nach Abfahrt des Ng der Nebenbahn treffen sich hier die beiden Ng der Hauptstrecke. Diese haben von den Enden her bislang die Bahnhöfe entlang der Strecke bedient (A,B bzw. E,D,C). Die beiden Ng werden hier nun nachrangiert, hier könnte man Ansätze aus dem Artikel Strecken-Zentralbahnhof zur Fahrzeitverkürzung von Ng aufgreifen. Also die Ng sammeln auf ihrem Weg vom Sbf nach Z nur die abgehenden Wagen und rangieren in Z ihre Züge nach Gruppen aus, die sie dann auf dem Rückweg wieder verteilen. Vorteil ist hierbei auch, dass man die Ng von den Endbahnhöfen bunt losfahren lassen kann.

Während der Zeit bedient die Ortslok die Industriebahnanschlüsse oder auch nahe gelegene Satelliten auf der Hauptstrecke. Dazu auch interessant der Artikel Gleisplan und Nahgüterzugfahrplan.

Nachmittags werden die von der Nebenbahn kommenden Wagen in die beiden Abfuhrrichtungen, sowie Binnenfrachten für die Stecke A-E sortiert. Ebenso werden die Ortswagen in diese Richtungen verteilt.

Abends kreuzen dann wieder die beiden Sammler Ng in Z, diese können auf dem Hinweg im Gegensatz zu morgens auch Frachten an den Unterwegsbahnhöfen ausstellen. Auf dem Rückweg nehmen sie aber nur noch den Warenausgang für die beiden Schattenbahnhöfe als Dg mit. Verbleibende Binnenfrachten werden erst am nächsten Morgen verteilt. Lediglich Frachten für Z kann die dortige Ortslok noch aus den Binnenfrachten aussortieren und gleich zustellen.

Zweites Streckengleis

Wie oben schon erwähnt, hat es mir eine 2gleisige Strecke ja auch angetan. Von daher in diesem Konzept die Idee, das zweite Streckengleis über Ansetzmodule zu realisieren. Diese sind hier mit 15cm auch nur so schmal wie möglich gehalten, man könnte sie aber auch breiter bauen, für mehr Landschaftsgestaltung. So haben die Konsolen z.B. im Bereich des Bahnsteiges eine Breite von 25cm.

zentral2.png

Im Bild oben habe ich beispielhaft mal die Zentral-Bahnhofs Variante gezeichnet. Die doppelgleisige Version ist aber natürlich auch mit anderen Aufbau Varianten möglich. Für den Übergang zum Streckenprofil sind an den Enden neue Module notwendig. Hierbei befindet sich auf den Endmodulen jeweils eine Weichenverbindung zwischen den Streckengleisen. Bei dem linken Endmodul braucht nur das untere Segment durch ein doppelgleisiges ersetzt werden. Bei der Unterführung stelle ich mir vor, dass beide Gleise getrennt auf einzelnen Brücken über die Unterführung verlaufen.

Was auffällt ist der große Gleisabstand zwischen den beiden Streckengleisen. Dies lässt sich aber leider nicht umgehen, wenn man den Sicherheitsabstand von 10cm zum Rand bei der eingleisigen Variante nicht aufgeben will. Auf der linken Seite lässt sich der ja auch recht gut durch den Bahnsteig begründen. Was mir noch fehlt, ist eine glaubwürdige Erklärung, warum er sich erst am Ende des Bahnhofes wieder verjüngt. Vielleicht könnte man an der Stelle noch einen Brückenpfeiler zwischen den Gleisen platzieren. Ein abgebautes mittleres Überholgleis halte ich dagegen für recht unglaubwürdig. Weitere Ideen?

Durch das zusätzliche Gleis bekommt man nun auch eine zweite Bahnsteigkante an dem vorhanden Bahnsteig. Damit der Bahnhof im Personenverkehr weiterhin nicht nur eine Haltestelle bleibt, gibt es noch ein drittes Bahnsteiggleis. Dieses kann nur von dem unteren Streckengleis aus erreicht werden, von daher sollte eine abzweigende Strecke, von diesem Streckengleis abzweigen. Alternativ bietet es sich auch an die Strecke im Gleiswechselbetrieb zu betreiben.

Im Gegensatz zu der vorherigen Zeichnung, ist hier der rechte Bahnhofskopf verändert und die DKW dort aufgelöst worden. Durch den nun geschwungenen Verlauf ergibt sich ein harmonischeres Bild. Die Nutzlängen der Gütergleise liegen hier nun einheitlichen zwischen 4,5m und 5m. Am Hausbahnsteig können Züge bis 4m zur Seite genommen werden. Damit kann man die Ausfahrsignale von Gleis 1 und 2 vor die Weiche setzen. Alternativ könnte man hier auch Zwischensignale aufstellen und das Ausfahrsignal erst rechts vor der Gleisverbindung der beiden Streckengleise aufstellen.

Gleisnummern

Durch die Konsolenlösung für das zweite Streckengleis ergibt sich leider ein Problem bei der Nummerierung der Gleise und vor allem der Signale, die ich schon gerne mit passenden Schildern beschriften würde.

  • Eine Möglichkeit, wäre die Gleise nach DR Schema zu Nummerieren, also gerade Gleisnummern auf der einen Seite, ungerade auf der anderen Seite der Streckengleise. Dies wär eine einfache Lösung allerdings schränkt dies die örtliche Platzierung stark ein.
  • Ein zweiter Satz Signale zum austauschen, bzw. oder auch nur Mastschilder ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss.
  • Wenn man die Signale in Wattenscheider Schächte platziert, könnte man sie einfach, um ein Gleis versetzen. Wenn man auf das dritte Bahnsteiggleis verzichtet, müsste das auch von den Signalbildern hinkommen.

Zusammenfassung

Das System verspricht einen sehr flexiblen Aufbau von einer kleinen Awanst bis hin zum Übergabebahnhof für ein Industriebahnnetz. Durch die Trennung der Module für Haupt- und Industriebahngleise ergeben sich noch weitere flexible Aufbaumöglichkeiten. [2]

Wenn sich jemand dazu berufen fühlt dieses System zu verfeinern oder gar umzusetzen nur zu. Aus diesem Grund schreibe ich es ja hier nieder. Selber werde ich es vielleicht irgendwann auch in Angriff nehmen.

MOpp