Überprüfung der Dimensionierung Wuhlheide

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Roßwein 2013

Arrangement

Die Betrachtung bezieht sich auf den Arrangementplan http://www.fktt-module.de/de/2013_rw mit der Annahme, dass Finkenheerd um 180° gedreht zusammen mit der Modulgruppe "Wuhlheide" eingebaut wäre. Das ist zwar geometrisch nicht möglich, ergibt aber ein von der Größe her brauchbares Beispiel für ein größeres FKTT-Treffen. Für das konkrete Arrangement wäre es auch wenig sinnvoll, in Finkenheerd/Wuhlheide einen "zentralen" Rangierbahnhof betreiben zu wollen, da diese Aufgabe ebensogut von dem nur eine Station entfernten Schattenbahnhof Waldengenberg übernommen werden kann. Aber wenn man die Äste etwas anders sortieren würde, so dass Wuhlheide tatsächlich in die Mitte des Arrangements käme, ergibt das schon mehr Sinn.

Betriebliche Aufgabe

Aus Sicht von Wuhlheide gabelt sich das Arrangement in 4 Hauptrichtungen, die mit je einer Zugbildung zu versorgen sind. Wenn Kleinzschatttwitz Schattenbahnhofsfarben zugeordnet sind, ist zusätzlich eine Dg-Verbindung für Wagen zwischen dort und den Ästen nach Rokytnice und Hängersdorf erforderlich. Dazu kommen Ortswagen (Brennstoffhandel, Ortsgüteranlage Finkenheerd und das Umformerwerk) sowie Umladewagen (Stückgut ORANGE). Ein Reservegleis zum Auffangen von Wagen aus überlaufenden Zugbildungen und ein Sammelgleis für unverfügte Leerwagen sind wünschenswert.

Gleisbelegung

Folgende Gleisbelegung wäre für Wuhlheide naheliegend:

  • 31: Dg nach Waldengenberg: Waldengenberg (bunt, mehrere Abfahrten)
  • 32: N nach Hängersdorf: 1. ACZ, 2. Hängersdorf, 3. Granzlin, 4. Rennsteig (4 Gruppen)
  • 33: Ortswagen: Brennstoffhandel, Finkenheerd Ort, Umformerwerk (bunt, von zustellender Ranglok in den Ladestellen auszurangieren)
  • 34: Umladewagen
  • 35: N nach Rokytnice: 1. Vieselbach, 2. Mittenwalde Ost einschl Neu Seehagen, 3. Rokytnice (3 Gruppen)
  • 36: N nach Kleinzschattwitz: 1. Barby einschl Gabelow, 2. Hartmannsdorf, 3. Dahmstadt einschl Keramische und Leonardshafen (3 Gruppen)
  • 37: Dg nach Kleinzschattwitz: Kleinzschattwitz (bunt)

Die siebengleisige Richtungsgruppe wäre damit voll belegt. Ein Resevegleis für überlaufende Richtungsgleise oder ein Sammelgleis für unverfügte Leerwagen kann nicht mehr vorgehalten werden. Damit kann der Rangierbahnhof nicht alle wünschenswerten betrieblichen Aufgabenstellungen erfüllen.

Leistungsfähigkeit

Für einen minimalen Fahrplandurchlauf (je ein Zugpaar pro Richtung) wären etwa sieben Zerlegeeinheiten (Züge und Rangierfahrten) mit bis zu etwa 25 Wagen, also bis zu 175 Wagen, auszurangieren.

Bei drei Nahgüterzügen, die in 4, 3 und 3 Gruppen feinzusortieren sind, müssten weitere bis zu 75 Wagen sortiert werden. Zusammen ergäbe das eine Rangierleistung von 250 Wagen, die innerhalb eines Fahrplandurchlaufs zu erbringen ist. Bei 1 Wagen/Minute im Umsetzverfahren wären hierzu 4 Stunden Echtzeit erforderlich.

Dies zeigt auf, dass die Anlage auch leistungsmäßig stark beansprucht ist. Es wäre zu erwägen, ob das Feinsortieren von Nahgüterzügen in Nachrangierbahnhöfe (Barby, Vieselbach) verlegt werden kann, oder die N bis zum Zielbahnhof bunt durchgeführt werden können. Weiterhin ist denkbar, auswählte N bereits in Waldengenberg feinsortiert beginnen zu lassen, so dass in Wuhlheide nur noch Umstellfrachten beizusetzen sind. Dafür bietet sich die Spiegelzugbildung an. Mit diesen Maßnahmen dürfte sich der Rangierzeitbedarf auf theoretisch 2,5 bis 3 Echtzeitstunden drücken lassen.

In der Praxis dürften damit noch kleine Zeitreserven vorhanden sein, da nicht alle Zerlegeeinheiten volle 25 Wagen stark sein werden und eine gewisse innere Gruppenbildung (zufälliges Zusammenstehen von Wagen mit gleichem Zielgleis) die Arbeit beschleunigt. Jedoch kann jeglicher Zeitpuffer durch ungeübtes Personal oder stark gestörten Betriebsablauf zunichte gemacht werden!

Balsine